Liedduo
Mellon – Ivaldi
Zweite Spielzeit 2008.2009 „Silhouetten“
„Stéphane Mallarmé – Der Unfaßbare“

1991 sang Agnès Mellon ihren ersten Liederabend auf dem Festival in Aix-en-
Provence und entdeckte eine neue Leidenschaft außerhalb des barocken
Repertoires. Diese Liebe teilt sie seither mit dem Pianisten Christian Ivaldi.


Agnès Mellon ist weltweit als Sängerin Alter Musik in historischer Auffüh-
rungspraxis bekannt, vor allem durch die seit Jahrzehnten bestehende
Verbindung mit Les Arts Florissants unter William Christie und der Cha-
pelle Royale unter Philippe Herreweghe. Unzählige Rundfunk-, Fernseh-
und CD-Einspielungen bezeugen diese lange beglückende Zusammenar-
beit. Tourneen mit Oratorien, Kantaten und barockem Opernrepertoire
führten sie auf alle bedeutenden Bühnen der Welt. Sie singt regelmäßig
unter Sir Eliot Gardiner, Jean-Claude Malgoire, Ton Koopman, Gustav
Leonhardt, Sigiswald Kuijken und René Jacobs.
Darüberhinaus hat sie 1997 ein eigenes Ensemble "Barcarole" gegründet,
mit dem sie geistliche und weltliche barocke Kammermusik wenig bekann-
ter Komponisten wieder zum Leben erweckt. Das Ensemble hat zuletzt „Les
déesses outragées“ (Die geschmähten Göttinnen) mit Kantaten von Louis-
Nicolas Clérambault, François Colin de Blamont und Philippe Courbois bei
Alpha auf CD eingespielt.
Jüngst hat die Künstlerin den Verein "Accanto" gegründet, der künstlerisch-
pädagogische Projekte verwirklicht, denn eine weitere Leidenschaft von
Agnès Mellon ist das Unterrichten. Sie gibt zahlreiche Meisterklassen im
Conservatoire national supérieur de musique (CNSM) in Paris und in der
Académie de musique française in Kyoto.


Seit Christian Ivaldi seine Studien am Konservatorium in Paris mit fünf
ersten Preisen beendet hat, hat ihn seine rege Konzerttätigkeit durch ganz
Europa, Nord- und Südamerika, die ehemalige Sowjetunion und Fernost
geführt. Seine Karriere zeichnet sich durch immense Vielfalt aus. Seine
persönliche Vorliebe gilt der Kammermusik und der Neugier auf wiederzu-entdeckendes, sowie zeitgenössesches Repertoire. Selten gespielte Litera-
tur und Uraufführungen zahlreicher Werke verschiedener Komponisten
erbrachten ihm Einladungen auf die Festivals in Dubrovnik, Kita-Kyushu,
Kuhmo, Korsholm, Moskau, Neapel und Newport, sowie in Aix-en-Provence,
Avignon, Berlin, Istambul, Persépolis, Warschau und Venedig.
Er hat mit herausragenden Solisten zusammen gearbeitet, unter anderem
mit Rita Streich, Régine Crespin, Shirley Verrett, Barbara Hendricks, Chri-
stian Ferras, Pierre Amoyal, Bruno und Régis Pasquier, Mstislav Rostropo-
vitch und Yuri Bashmet. Die Früchte seiner Arbeit spiegeln sich unzähligen
Aufnahmen wieder, die ihm hochangesehene Preise einbrachten, so den
Grand prix des Disquaires de France und mehrfach den Prix de Charles
Cros und den Prix de l’Académie du Disque, sowie drei Diapasons d’Or.
Er unterrichtet Kammermusik am Conservatoire de Paris und an der Aca-
démie de musique française in Kyoto, Japan.