Liedduo
Post – Dravenau
Siebente Spielzeit 2013.2014 „Innenansichten“
„Die schöne Müllerin – seine und ihre Sicht“

Andreas Post und Tatjana Dravenau widmen sich seit fast 20 Jahren gemein-
sam dem Lied. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sind drei Solo-CDs, zuletzt
„Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert erschienen, mit der das Liedduo
heute Abend bei Im Zentrum LIED zu hören sein wird. Neben dem bekannten
Liebesklagen des jungen Müllers kommt erstmals die schöne Müllerin selbst in
einem neu zusammengestellten, abendfüllenden Brahms-Zyklus zu Wort.


Andreas Post studierte bei Prof. Soto Papulkas an der Folkwang-Hochschule
in Essen. Die künstlerische Reifeprüfung (1997) wie auch das sich anschlies-
sende Konzertexamen (1999) bestand er mit Auszeichnung. 1998 erhielt er
einen zweiten Preis beim 11. Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig
sowie einen Sonderpreis des MDR.
Seine rege Konzerttätigkeit führt ihn durch ganz Europa und darüber hinaus
nach Israel, Macedonien, Südafrika, in die Ukraine und nach Singapur. Dabei
arbeitet er zusammen mit namhaften Dirigenten wie Enoch zu Guttenberg,
Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Ludger Rémy und Michael Hofstetter
und mit renommierten Orchestern wie Concerto con Anima, Les Amis de
Philippe, Combattimento Consort Amsterdam, Hannoversche Hofkapelle,
Musica Alta Ripa.
Er gastierte auf den Telemannfesttagen in Magdeburg, den Musikfestspielen
in Dresden, den Tagen alter Musik in Regensburg, den Händelfestspielen in
Halle, den Ludwigsburger Schloßfestspielen oder dem Mozartfest in Augs-
burg, ist aber auch in szenischen Projekten zu erleben; zuletzt 2009 als
„Uriel“ in einer viel beachteten Bühnenversion von J. Haydns Oratorium
„Die Schöpfung“ anlässlich des 300. Jubiläums der Stadt Ludwigsburg. Im
Mai 2012 wird er als Conte in der wiederentdeckten Oper „Il marito indo-
lente“ des Mozartzeitgenossen Josef Schuster bei den Tagen Alter Musik in
Regensburg zu sehen sein.
Posts besonderes Engagement gilt dem Kunstlied, dem er sich seit 1995
gemeinsam mit der Pianistin und Liedbegleiterin Tatjana Dravenau intensiv
widmet. In Zusammenarbeit mit Prof. Axel Bauni (Berlin) sang Post während
des Kissinger Sommers 2009 die Uraufführung des Liedes „An Hermann“
(Mörike) in der Vertonung durch Aribert Reimann und 2010 zwei Lieder nach
Gedichten von Eichendorff von Wolfgang Rihm sowie 2011 den Zyklus „Dir
zur Feier“ von Manfred Trojahn nach Gedichten von R.M. Rilke.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.andreas-post-tenor.de

Tatjana Dravenau
studierte Klavier an den Hochschulen in Essen, Cardiff
und Detmold und legte an allen drei Instituten ihr Diplom mit der Bestnote
für ihr Klavierspiel ab. Seit 2009 arbeitet sie mit Laurent Boullet, einem
Schüler von Hans Leygraf. Für ihre Leistungen als Solistin und Liedbeglei-
terin erhielt sie u.a. den Preis der Deutschen Schubert-Gesellschaft für
Liedbegleitung, den Price for Piano Accompaniment und für Piano solo der
John Ireland Society und den Julian Jacobson Award 1998.
Tatjana Dravenau konzertiert als Liedbegleiterin mit Andreas Post, Antje
Bitterlich (Nationaltheater Mannheim) und Julian Orlishausen. Sie war
wiederholt zu Gast in den Schumannhäusern Zwickau, Leipzig und Bonn
und in der Reihe „ars vivendi“ in Frankfurt und spielte Liederabende u.a.
im Deutschen Theater Göttingen, im Bochumer Thürmersaal, im Harenberg
City Center Dortmund.
Mit Peter Heusch (Münchner Kammerspiele) und Andreas Post gründete sie
das Ensemble „DreiKlang“, das Romanlesungen mit Gedichtvertonungen
kombiniert. Es entstanden Programme zu verschiedenen Dichtern, u.a. im
Auftrag der Goethe Gesellschaft, der Richard-Wagner Gesellschaft und der Niedersächsischen Musiktage.
Mit Antje Bitterlich vom Nationaltheater Mannheim entwickelte sie die
„Nacht der Liebenden“, einen Liederabend, der in den Planetarien Bochum,
Berlin und Mannheim unter dem Sternenhimmel erklingt. Musik, die ergänzt
wird durch die sich darum rankenden Geschichten und Personen vermittelt
sie ihrem Publikum mit ihrem moderierten Klaviersoloabend „Robert Schu-
mann: Carnaval.“
Nicht zuletzt gilt ihre musikalische Liebe auch dem Chanson: mit dem Bari-
ton René Roseburg spielt sie das Programm „Verdammtes Glück“ – Chan-
sons und Swing von Cole Porter bis Jacques Brel“ .
Tatjana Dravenau unterrichtet an der Musikhochschule Münster das Fach
Liedgestaltung. An der Folkwang Universität Essen begleitete sie die Stu-
dierenden der Klasse von Prof. Jan-Hendrik Rootering und hat dort einen
Lehrauftrag für Korrepetition.
Zusammen mit Andreas Post hat sie im Label Genuin, Leipzig, mehrere
CDs mit Lied- und Opernrepertoire veröffentlicht; ein Überblick über ihr
Solorepertoire ist auf weiteren CDs erhältlich unter www.tatjanadravenau.de.