Liedduo
Schmithüsen – Palm
Erste bis Fünfte Spielzeit 2007-2012
„Luft von anderem Planeten – Arnold Schönberg“
„Gehörtes – Ungehörtes“
„Schumanns Legenden vom Rhein“
„Mignon auf der Freud'schen Couch“
„Zur Karwoche“
„Passion Winterreise – und ihr Zwilling“
„The Side-Show – Charles Ives“
„Des Waldes Widerschein“
„Betrachtungen zum Abschied“
„Werkstattkonzert“

Ingrid Schmithüsen und Thomas Palm fanden erstmals 1982 anläßlich eines
Meisterkurses bei Dietrich Fischer-Dieskau zusammen, der das Duo anschlie-
ßend zwei Jahre lang für weitere Studien in seine Liedklasse an die Hochschule
der Künste in Berlin einlud. Im Laufe der Jahre haben die beiden ein Repertoire
von fast 4.000 Liedern
erarbeitet und unzählige Liederabende in ganz Europa
gegeben. Ihre umfassende Kenntnis der Liedliteratur spiegelt sich augenfällig
in originellen Programmen wieder, in denen es immer Neues zu entdecken gibt,
Bekanntes aus neuer Perspektive beleuchtet wird und zeitgenössische Lied-
kompositionen ihren Platz haben. Mehr als ein dutzend, von der Presse hochge-
lobte Lied-CDs hat das Duo eingespielt. Zuletzt erschien auf dem jungen CD-
Label crescendoaudio „Franz Schubert: Die Zweite Winterreise“, deren Erst-
aufführung die Zuhörer von Im Zentrum LIED im Herbst 2009 erleben konnten.


Ingrid Schmithüsen ist eine leidenschaftliche Liedgestalterin, die sich ebenfalls
der Kammermusik, dem Oratorium und der zeitgenössischen Musik widmet.
Die gebürtige Aachenerin sang 18jährig bereits ihren ersten Liederabend, bevor
sie an der Musikhochschule Köln ihr Gesangsstudium aufnahm. Mit der Stimme
zu spielen und zu experimentieren, ihre Eigenarten zu entdecken und neue eige-
ne Wege begehen, darin wurde Ingrid Schmithüsen von ihren Lehrern Gregory
Foley und Dietrich Fischer-Dieskau bestärkt.
Ihr breitgefächertes Repertoire von Monteverdi, über Bach, Mozart, Schubert
bis zu Wolf, Schönberg, Ives, Messiaen und den zeitgenössischen Komponisten
spiegelt sich in ihrer umfangreichen Discographie wieder. CD-Einspielungen mit
ihr gibt es bei Harmonia mundi France, BIS, Accent, col legno, Wergo, CPO, Koch,
Capriccio, Canterino, Coviello Classics, Analekta, Atma classique, New Classic
Adventures, Cadenza, Connex und Crescendoaudio.
Ingrid Schmithüsen musizierte mit zahlreichen Orchestern und Ensembles, dar-
unter das Gürzenich Orchester, die Dresdner Sinfoniker, der Windsbacher Kna-
benchor, der Thomanerchor Leipzig, Musica Antiqua, Concerto Köln, La Chapelle
Royale, La Petite Bande, Musikfabrik, das Ensemble Modern, das Bach Collegium
Japan, das Melbourne Symphony Orchestra, das Orchestre symphonique de
Québec, das Vancouver Symphony Orchestra, das Sao Paulo Orquestra Sinfonica
Municipal, Les idées heureuses, das Studio de musique ancienne de Montréal
und das McGill Contemporary Music Ensemble.
Sie sang unter dem Dirigat von Markus Stenz, Reinhard Goebel, Philippe Herre-
weghe, Sigiswald Kuijken, Helmut Rilling, Karl Friedrich Beringer, Peter Neumann,
Hermann Max, Peter Rundel, Michael Helmrath, Celso Antunes, Pascal Verrot,
Dominique My, Lorraine Vaillancourt, Johannes Kalitzke und anderen.

Ingrid Schmithüsen wirkte in zahlreichen Festivals mit, darunter die Wiener
Festwochen, Ars Musica Brüssel, die Musik Triennale Köln, das Schleswig-
Holstein Musik Festival, die Schubertiade Hohenems, die Dresdner Musikfest-
spiele, das Beethovenfest Bonn, die Bachwoche Ansbach, das Rheingau Musik
Festival, das Kurt Weill Fest Dessau, der Hohenloher Kultursommer, das Bozar-
Festival Brüssel, das Festival Oude Muziek Utrecht, das Melbourne Arts Festival,
Telluride Composer-to-Composer Festival Colorado, Présences Radio-France,
Société musicale André Turp, MNM Montréal und MusiMars McGill. Tourneen
führten sie durch ganz Europa, Australien, Nord- und Südamerika und den
fernen Osten.


Thomas Palm, der sich durch einen außergewöhnlich farbigen Klavierklang und
seinen Sinn für Poesie auszeichnet, ist einer der gefragtesten Liedbegleiter und
Kammermusikpartner seiner Generation. Bereits während seines Studiums an
der Kölner Musikhochschule bei Astrid Schmidt-Neuhaus, Eckardt Sellheim und
Wilhelm Hecker faszinierte ihn besonders das Klavier im Zusammenspiel mit
Sängern und Instrumentalisten, und so war er schon als Student Klavierpartner
bei den Violinkursen Max Rostals in Köln und Bern sowie in der Liedklasse Diet-
rich Fischer-Dieskaus in Berlin.
Seither konzertierte Thomas Palm auf den bedeutendensten Podien Europas,
Süd- und Nordamerikas und des Fernen Ostens. Seine Auftritte als Liedbegleiter
namhafter Sängerinnen und Sänger bei den Musikfestspielen in Hohenems,
Ludwigsburg, Schwetzingen, Schleswig-Holstein, im Beethovenfest Bonn und
im Schumannfest Düsseldorf, sowie Siena, Assisi, Bordeaux, Osaka und Brasilia
u.a. wurden von Publikum und Presse begeistert aufgenommen.

Meisterkurse, Lehraufträge und Gastprofessuren für Kammermusik und Lied
verbinden ihn u.a. mit den Musikhochschulen von Osaka, Seoul, Pusan und
Taipeh. An der Düsseldorfer Robert Schumann Hochschule leitet er seit 1983
eine Klavierklasse.
Repräsentativ für zahlreiche Lied- und Kammermusik-CDs sei die kürzlich bei
CPO erschienene Gesamteinspielung der zehn Klaviertrios von Georges Onslow
genannt.