Liedduo
Zalesińska – Szymanowicz
Sechste Spielzeit 2012.2013 „Schemen“
„Firmamente Osteuropas – Preisträgerkonzert“

Im Jahr 2005 musizierten Lilianna Zalesińska und Piotr Szymanowicz erst-
mals gemeinsam als Liedduo. In ihrer musikalischen Partnerschaft konzen-
trieren sie sich sowohl auf bekannte Liedzyklen als auch auf selten aufge-
führte Werke insbesonders polnischer Komponisten. Bei den Brüsseler
Internationalen Lied-Meisterklassen mit Udo Reinemann hatte das Liedduo
Gelegenheit, ihr Können mit so bekannten Künstlern wie Peter Schreier,
Udo Reinemann, Hartmut Höll, Roger Vignoles, Edith Wiens, Wolfram
Rieger, Konrad Richter und Mitsuko Shirai zu vertiefen.
Im Dezember 2010 spielten die beiden Musiker in der Arthur-Rubinstein-
Philharmonie in Lodz erstmals eine Uraufführung, die für sie komponiert
wurde. Im gleichen Jahr boten sie einen reinen Chopin Liederabend in dem
von der Frédéric-Chopin-Gesellschaft organisierten Event „200 Konzerte
zum 200. Geburtstag“.
Im März 2011 gewannen sie den 1. Preis im Cantando-Parlando-Liedduo-
Wettbewerb in St. Augustin mit dem Schwerpunkt osteuropäisches Kunst-
lied. Das Liedduo trat bisher in Polen, Österreich, Deutschland, Belgien,
Frankreich und in der Türkei auf.
Für Im Zentrum LIED entwickelte Lilianna Zalesińska zusammen mit Ingrid
Schmithüsen
ein „Musikalischs Chronogramm“ mit dem Titel „Nachtklage“,
das polnische Komponisten von ca. 1800 bis zu den Zeitgenossen präsen-
tiert.


Lilianna Zalesińska studierte an der Musikakademie Lodz in Polen und be-
endete dort ihr Master-Studium mit Auszeichnung als Konzert- und Opern-
sängerin. Im Jahr 2008 beendete sie ihre weiterführenden Studien in Wien
an der Universität für Musik und Darstellende Kunst mit besonderer Aus-
zeichnung. Sie ist gleichfalls Absolventin des Instituts für Kunstwissenschaft
an der Warschauer Universität. Sie nahm an Meisterklassen mit Teresa
Żylis-Gara, Raúl Giménez (Akademie BelCanto), Marjana Lipovšek, Alfred
Burgstaller (Mozarteum), Claudia Eder, Helena Łazarska teil.
Lilianna Zalesińska war Förderpreisträgerin des polnisches Ministerium für
Kultur und Kulturerbe und der Schweizer Stiftung Dr. Robert und Lina
Thyll-Dürr.
Sie gewann zahlreiche polnische Gesangswettbewerbe, ebenfalls den Inter-
nationalen Gesangswettbewerb derr Kammeroper Schloß Rheinsberg, wo
sie als Mathilde in Händels „Ottone“ unter der Regie von Harry Kupfer
debütierte.
Ihr Opernrepertoire umfaßt Puccini-, Humperdinck-, Händel- und Mozart-
Partien, sowie die Titelrolle in der Oper „Boabdil – Re di Granata“ von
Giuseppe Balducci, die im Jahr 2007 in Deutschland erstmals nach 1827
wieder aufgeführt wurde. In der Neuen Oper in Wien sang sie in der Oper
„Schlafes Bruder“ von Herbert Willi.
Im Festival für junge zeitgenössische Musik und im Komponistinnen Mara-
thon im Konzerthaus in Wien gestaltete Lilianna Zalesińska Uraufführungen
zeitgenössischer Werke. Im Jahr 2011 sang sie das von Pierre-André Valade
dirigierte Eröffnungskonzert des Warschauer Herbstes für Zeitgenössische
Musik in der dortigen National Philharmonie. Auch in diesem Jahr erhielt sie
die Einladung, unter der Leitung von Pascal Rophé das Eröffnungskonzert zu
gestalten.
Lilianna Zalesińska sang in zahlreichen polnischen und internationalen Festi-
val, u.a. im 50. Jubiläum des Lancut Musik Festivals, im Festival des polni-
schen Kunstliedes im Königspalast in Warschau, in den Festivals Musica
Moderna, Les Heures Romantiques, Chanterelle, The Colours of Poland,
Viva il Canto, Forum Musicum, A. Didur Festival und bei den Max Reger
Tagen.
Zahlreiche Tonaufnahmen dokumentieren Lilianna Zalesińskas Können,
u.a. für den Polnischen Rundfunk und den polnischen Privatsender Polsat,
für den sie das „Stabat mater“ von Pergolesi einspielte. Im deutschen
Kulturradio RBB wurde in der Sendung „Talente und Karieren“ ein Arien-
Abend gesendet.

Piotr Szymanowicz studierte zunächst Klavier solo an der Musik-Akademie
Lodz in Polen und schloß ein Studium an der Wiener Universität für Musik
und Darstellende Kunst in den Fächern Liedbegleitung und Kammermusik
an. Er nahm an Meisterklassen mit Hartmut Höll, Jerzy Marchwiński und
Karl-Peter Kammerlander, der darüberhinaus sein Interesse an der instru-
mentalen Kammermusik weckte.
Sein Repertoire umfaßt Kammermusikwerke für die Instrumente Klarinette,
Violoncello, Geige, Bratsche und Stimme. An der Musikhochschule Lodz ist
er als Lehrer für Kammermusik engagiert.
Von 2005 bis 2007 war Piotr Szymanowicz Mitglied der Philharmonischen
Orchesters der Arthur-Rubinstein-Philharmonie. Dort spielte er alle Tasten-
instrument in Orchesterwerken, auch Cembalo in Barock-Musik-Werken.