Komponistin
Camille van Lunen
Achte Spielzeit 2014.2015
„Einmal Heine – Einmal Goethe“

Das Konzert präsentiert zwei Gedichte, die vielfach und bedeutend vertont
wurden: „Du bist wie eine Blume“ von Heinrich Heine und Wandrers Nacht-
lied I „Der du von dem Himmel bist" von Johann Wolfgang von Goethe. Die
französisch-niederländische Komponistin Camille van Lunen hat beide Gedichte
als Auftragskomposition für Im Zentrum LIED neu in Musik gesetzt.


Die in Amsterdam geborene niederländisch-französische Komponistin
Camille van Lunen studierte am Königlichen Konservatorium in Den Haag.
Das Œuvre der erfolgreichen und aktiven Komponistin und vielseitigen
Sängerin ist voller Witz und Farbenreichtum. Sie behandelt oft soziale und
ethische Themen unserer Zeit. Camille van Lunen schrieb Opern und Werke
für gemischten Chor, Kinderchor, Solostimme, Orgel, Flöte, Violine sowie
verschiedene Kammermusik (Klaviertrio, Streichquartett, Bläserquintett).

„Entgleist“ für Bläserquintett, eine Hymne auf die Pünktlichkeit von Zügen,
wurde bei der Uraufführung durch das Zephyr-Quintett im Darmstädter
Theater 2007 enthusiastisch gefeiert. Ihr Streichquartett „…sollen Nachtigallen
schweigen?“ wurde vom Hölderlin Quartett 2011 auf Schloss Morsbroich,
Leverkusen uraufgeführt.

Ihre erste größere Kinderoper „Der Felsenjunge“ nach einem Libretto von
Jan Michael war eine Auftragsarbeit der Stadt Leverkusen und wurde
vielfach aufgeführt. Weitere 18 Aufführungen schlossen sich in einer neuen
Produktion im Dezember 2008 an der Bonner Oper an. Ihr Oper-Oratorium
„Star over Amsterdam“, uraufgeführt in Amsterdam 2007, versetzt die
Geburt Christi in moderne Zeiten und beruht ebenfalls auf einem Text von
Jan Michael. Dieses umfangreiche Werk schrieb van Lunen für sechs
Solisten, gemischten Chor und zwölf Instrumente.

In der Oper „Der Mantel“ (2010), basierend auf einer Kurzgeschichte von
Gogol, kombiniert die Komponistin ein Symphonieorchester mit elektroni-
schen Klängen.

Camille van Lunen ist Preisträgerin des Internationalen Kompositions-
wettbewerbs der Musikhochschule Nürnberg und der Mariann Steegmann
Foundation.