Schirmherr ab 2012
Manuel Fischer-Dieskau

Im Mai 2012 hat die Welt den Tod Dietrich Fischer-Dieskaus betrauert. Er war
seit der Gründung von Im Zentrum LIED unser Schirmherr und hat die Reihe
mit aufmerksamer Anteilnahme verfolgt. Zu unserer großen Freude dürfen wir
seinen Sohn, den Cellisten Manuel Fischer-Dieskau, der durch den Vater seit
frühester Kindheit mit der Welt des Liedes eng vertraut ist, als Nachfolger und
neuen Schirmherrn bei Im Zentrum LIED von Herzen begrüßen!


„Mit Tönen sprechen – für mich ist Musik vor allem Sprache. Eine Sprache,
die jeden berührt, die weltweit verbindet und zum Dialog auffordert: Dialog
zwischen den verschiedenen Kulturen und Nationalitäten, zwischen den Mu-
sikern selbst ebenso wie zwischen Interpret und Publikum, aber auch zwi-
schen Seele und Intellekt, zwischen Vergangenheit und Zukunft.“


Diese Gedanken zum „musikalischen Dialog“ sind die einleitenden Worte auf
der Webseite eines Cellisten! Freilich eines Cellisten, der mit dem gesunge-
nen Wort groß geworden ist als Sohn Dietrich Fischer-Dieskaus und Irmgard
Poppens, die gleichfalls Cellistin war.


In diesem Lichte betrachtet ist es einleuchtend, dass Ingrid Schmithüsen
die Nachfolge als Schirmherr von Im Zentrum LIED Manuel Fischer-Dieskau
angetragen hat. Die beiden Musiker kennen sich aus der Zeit gemeinsamer
Aufführungen von Schönbergs 2. Streichquartett op.10 mit dem Cherubini-
Quartett, dessen Ensemble-Mitglied Manuel Fischer-Dieskau bereits mit 25
Jahren wurde.


Ein Jahr zuvor wurde er Solocellist des Sinfonieorchesters des Norddeut-
schen Rundfunks in Hamburg. Von 1998 bis 2007 war er 1.Solocellist im
Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks (heute Deutsche Radio
Philharmonie), mit der er auch vielfach als Solist hervorgetreten ist. Seit
1996 ist Manuel Fischer-Dieskau außerdem Cellist des Mullova-Ensembles.


Die Liste der Künstler, mit denen Manuel Fischer-Dieskau als Kammer-
musiker zusammengearbeitet hat, ist lang: Sabine Meyer, Christian
Zacharias, Radovan Vladkovich, Sarah Chang, Isabelle Faust, Tabea
Zimmermann, Francois Leleux, Paul Meyer, Viktoria Mullova, Tanja
Becker-Bender, Katja und Marielle Labèque, Eduard Brunner, um hier
nur die Wichtigsten zu nennen.


Seit einigen Jahren beschäftigt sich Manuel Fischer-Dieskau auch vermehrt
mit dem Dirigieren. Seine langjährige Zusammenarbeit mit großen Diri-
genten im Rahmen seiner Orchestertätigkeit ist ihm dabei eine lehrreiche
und wertvolle Bereicherung. Er erarbeitete bereits mehrere Konzertprojekte
mit dem Collegium Instrumentale Saarbrücken, war als Dirigent beim
Shizuoka Philharmonic Orchestra in Japan zu Gast, und leitete mit großem
Erfolg das Detmolder Kammerorchester.


Manuel Fischer-Dieskau, der bei vielen internationalen Festivals zu Gast war
und zahlreiche Meisterkurse im In- und Ausland gegeben hat, wurde im Jahr
2007 als Professor für Violoncello und Kammermusik an die Hochschule für
Musik der Johannes Gutenberg Universität in Mainz berufen.

Homepage von Manuel Fischer-Dieskau