Spielzeit 2017.2018

„Dramoletts“


Spielzeit 2016.2017

„Die Dekade“


Spielzeit 2015.2016

„Frauengestalten“


Spielzeit 2014.2015

„Essenzen“


Spielzeit 2013.2014

„Innenansichten“


Spielzeit 2012.2013

„Schemen“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2011.2012

„Legenden“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2010.2011

„Gestalten“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2009.2010

„Passionen“
Konzert 1
Konzert 2&3
Konzert 4
Konzert 5


Spielzeit 2008.2009

„Silhouetten“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2007.2008

„Reflexionen“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4
Werkstattkonzert


Dritte Spielzeit 2009.2010
„Passionen“

Sonntag, den 15. November 2009
Köln, Belgisches Haus – 17 und 19:30 Uhr


„Passion Winterreise – und ihr Zwilling“

Lothar Odinius, Tenor – Burkhard Kehring, Klavier
Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler


Echo – Presse

Alte Sehnsucht nach dem „Zwilling“ endlich gestillt
In ihrer Reihe „Im Zentrum LIED“ ging Ingrid Schmithüsen auf eine
doppelte Winterreise zu Schubert
Kölnische Rundschau, den 19. November 2009
von Bernd Distelkamp

(Die Antwort auf unsere Anfrage zur Veröffentlichung des Artikels steht
noch aus.)


„Winterreise“ und ihr Doppelgänger
Köln-Bonner Musikkalender, Ausgabe Nr. 243 (Dezember 2009)
von Gunter Duvenbeck
(Veröffentlichung mit Einverständnis des Köln-Bonner Musikkalenders)

Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, dass es noch vor einem
Vierteljahrhundert unmöglich schien, dass Schuberts „Winterreise“ von
einer Frau gesungen wurde. Aus Trotz fasste die Kölner Sopranistin Ingrid
Schmithüsen
damals den kühnen Plan, sich aus dem überreichen Schubert-
schen Liedschaffen eine eigene „Winterreise“ zusammen zu stellen. Aber
erst jetzt, nach langer Unterbrechung und intensiver, Jahre währender
Vorarbeit hat sie dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt: Im Rahmen ihrer
eigenen Serie „Im Zentrum Lied“ hörte man zunächst den berühmten
Schubert-Zyklus in einer großartigen Darstellung durch den Tenor Lothar
Odinius
, einen der kultiviertesten Sänger der jüngeren Generation, kon-
genial begleitet am Flügel von Burkhard Kehring. Dabei korrespondierte
die äußerst deutliche Text-Artikulation des Sängers, die jedoch dafür die
melodische Linie nie opferte, mit der präzisen und die thematischen Be-
züge betonenden Behandlung des Klavierparts, kurz: eine musterhafte
Interpretation!
Vor diesem Hintergrund musste es jede weitere Darbietung schwer haben,
aber Schmithüsen wollte ihre „zweite“ Winterreise ja ausdrücklich zur
„ersten“ in Beziehung setzen, und es gibt ja wirklich in Schuberts Lied-
schaffen manche auffallende Parallelen, bis hin zu melodischen oder rhyth-
mischen Kongruenzen, die jeweils auch mit textlich-inhaltlichen Ähnlich-
keiten korrespondieren. Ein gewisses Problem dieses Alternativ-Zyklus
stellt der ständige Wechsel der Textdichter dar, der freilich durch die vie-
len Entsprechungen der einzelnen Stücke beider Zyklen aufgewogen wird,
allerdings nur, wenn man beide gleichsam „synoptisch“ betrachtet.
Bewundernswert war, wie sich die Sängerin der enormen Herausforderung
gewachsen zeigte, die diese selbst gestellte Aufgabe bedeutete und die
hinter der originalen „Winterreise“ in der Vielfalt der Ausdrucks-Valeurs
gewiss nicht zurück stand. Gleiches galt für Thomas Palm am Flügel, der
den ganzen Kosmos der Schubertschen „Stimmungen“ souverän auslotete
und dabei die Stimme stets optimal grundierte. Es bedeutet gewiss keine
Übertreibung, wenn man diese beiden Konzerte gemeinsam als eines der
wichtigsten Ereignisse der neuen Kölner Konzertsaison bezeichnet.


Echo – Zuhörer-Zuschriften

"Diese beiden Konzerte gestern waren ein großartiges Erlebnis für mich.
Es war eine Riesenleistung. Ganz ergreifend und anrührend. Diese beiden
Winterreisen so nacheinander dem Zuhörer zu bieten, das war eine ganz
tolle Idee. Sie hatten den schwierigeren Part gewählt, die Leute mit den
weniger vertrauten Liedern zu berühren, mitzunehmen auf diese Winter-
reise. Sie haben das geschafft, nach diesem großartigen jungen Sänger
die Hörer noch einmal zu bewegen sich ein zweites Mal auf diese dunklen
Gefühle der Trauer und des Abschieds einzulassen, sie zuzulassen. Das war
auch für die Konzertbesucher eine Herausforderung, wo sich doch heute
immer alles nur um Spaß dreht. Ich bin sehr froh, dass ich das anhören
und miterleben konnte. Die Leute aus dem Verein IZL sind ja auch alle
sehr hilfsbereit und sehr nett. Es herrscht schon fast eine familiäre Atmos-
phäre. Wunderbar!"

"Tausend Dank für den gestrigen Liederabend. Ich habe mich seit Wochen
darauf gefreut, ich war ganz aufgeregt und dann bekommt man ein solches
wunderschönes Geschenk! Es war grandios. Vielen Dank an Frau Schmit-
hüsen, bitte umarmen Sie sie herzlich."

"Die Winterreise war fantastisch. Auf allen Ebenen. Die Stimme von Lothar
Odinius fand ich außerordentlich schön, der Pianist hat sehr, sehr gut be-
gleitet. Ihr Gesang danach hat mich noch mal tief berührt. Sie klangen
wunderbar und in Hochform."

"Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Konzert gestern! Eine wirklich in-
teressante Auswahl an Liedern mit Gelegenheit zu Neuentdeckungen, die
Du wieder wunderbar vielseitig und individuell - und sehr zu Herzen gehend
- interpretiert hast."

"Das gestrige Konzert war ein voller Erfolg, ich war sehr glücklich, das mit-
zuerleben. Ihr habt Deine Idee vom "Zwilling" in bemerkenswerter Weise
umgesetzt."

"Aber eins muß ich jetzt doch loswerden: Das Interessante am "Zwilling"
der "Winterreise" war für mich, daß es eben *kein* Zwilling, kein exaktes
Spiegelbild 1:1 ist, sondern die Beziehung sich viel komplexer darstellt. Mal
als Entsprechung im musikalischen Detail, mal in der Stimmung, mal in der
Form, in mehreren Parametern oder nur in einem bestimmten, mal als wirk-
liche Entsprechung, mal als Umkehrung - und daß sich das Ganze dem Vor-
bild mal verblüffend annähert, mal wieder ein gutes Stück davon entfernt,
und als Ganzes dann eben seine ganz eigene Geschichte auf seine ganz
eigene Weise erzählt. Die Dinge setzen sich also gegenseitig ins Relief -
denn umgekehrt kommt dadurch natürlich auch die Einzigartigkeit der
"Winterreise" besonders gut zur Geltung. Und das geht eben auch nur in
dieser Präsentationsform: Beide Zyklen im unmittelbaren Gegenüber. Also:
Ich fand's so faszinierend, wie erhellend! So sollen Konzerte sein! So viel
für heute..."

"Es war wunderbar gestern. Das Herz und die Ohren wohl gefüllt, ja über-
voll! Die zweite Winterreise müßte ich allerdings häufiger hören, zu komplex
ist oft die Musik und der Text. Winking war ganz famos und hat mich sehr
gefreut."

"Das war wirklich eine wunderbare Veranstaltung. Eine beglückend tief-
sinnige Winterreise, nach der man sonst erfüllt nach Hause gegangen wäre.
Die meisten blieben aber und wurden sehr belohnt. Die zweite Winterreise
stellte sich dann - bei aller Parallele der Emotionen und Empfindungen - mit
ihren wunderbaren Liedern geradezu aufrüttelnd und aufmunternd dar und
ließ bis zum Schluss bei den Zuhöreren keine Anzeichen der Ermüdung auf-
kommen. Deine Begeisterung sprang voll über. Mit Deinen wunderbaren
Interpetationen hast Du Dich selbst übertroffen."