Spielzeit 2017.2018

„Dramoletts“


Spielzeit 2016.2017

„Die Dekade“


Spielzeit 2015.2016

„Frauengestalten“


Spielzeit 2014.2015

„Essenzen“


Spielzeit 2013.2014

„Innenansichten“


Spielzeit 2012.2013

„Schemen“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2011.2012

„Legenden“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2010.2011

„Gestalten“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2009.2010

„Passionen“
Konzert 1
Konzert 2&3
Konzert 4
Konzert 5


Spielzeit 2008.2009

„Silhouetten“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4


Spielzeit 2007.2008

„Reflexionen“
Konzert 1
Konzert 2
Konzert 3
Konzert 4
Werkstattkonzert


Echo – Dritte Spielzeit 2009.2010
„Passionen“

Mittwoch, den 28. April 2010
Köln, Belgisches Haus – 19:30 Uhr


„Im Feuer der Walpurgisnacht“
Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf

Fabian Hemmelmann, Bariton – Lara Anne Jones, Klavier
Matthias Henke, Erzähler


Echo – Presse

Von Hexen und Geistern zur Walpurgisnacht

IZL Programmheft, September 2010
von Stephan Schmitz, 30. April 2010

Die dritte Spielzeit „Passionen“ des hochkarätigen Kammermusikprojekts
Im Zentrum Lied brachte im letzten Konzert Lieder zur Walpurgisnacht
passend zur Jahreszeit. Der junge Bariton Fabian Hemmelmann und die
südafrikanische Pianistin Lara Anne Jones waren für den erkrankten Erik
Sohn und dessen Liedpartner Dominikus Burghardt eingesprungen und
hatten große Teile des Programms kurzfristig und bemerkenswerterweise
auch auswendig einstudiert.
Anhand der Goethe-Ballade „Der Erlkönig“ erläuterte Matthias Henke in
seiner Einführung kenntnisreich den Paradigmenwechsel von der vernunft-
orientierten Haltung des 18. Jahrhunderts hin zur Beschäftigung mit der
Welt des Irrationalen und Phantastischen im 19. Jahrhundert. Deshalb war
es besonders reizvoll, den Erlkönig gleich zweimal zu hören, erst in der Fas-
sung von Carl Loewe mit dramatischer Schlußwendung, sowie als letztes
Lied der Konzertfolge in Schuberts berühmter Vertonung.
Von Beginn an gefiel der junge Sänger durch seine geschmeidige Stimme
und farbenreichen Gestaltungswillen. Ihm gelangen differenzierte Erzähl-
weisen und feine Nuancen in den schnellen sprachgewandten Stücken wie
„Andres Maienlied“ von Mendelssohn und Wolfs „Geister am Mummelsee“.
Gekonntes Spiel mit Vibrato und Registermischungen zeigte er in Schu-
manns „Auf einer Burg“ und „Zwielicht“ und in dem elegisch gelungenen
„Nacht und Träume“ von Franz Schubert. Lediglich in Wolfs „Nachtzauber“
und in Mendelssohns „Waldschloß“ wich der angestrebte Ausdruck dann
und wann einem gesangstechnischen Denken. In den drei Liedern von
Samuel Barber konnte das Duo seine Erfahrungen mit Neuer Musik in
beeindruckend expressiver Manier zur Geltung bringen. Man hätte sich
bei Hemmelmann eine deutlichere Artikulation der Schlußkonsonanten
gewünscht, die einen wichtigen Teil des Klangbilds im gesungenen Englisch
ausmachen.
Pianistin Lara Anne Jones bewältigte ihre Aufgabe souverän. Anfangs über-
deckte sie gelegentlich die Stimme. Ihr Oberstimmen betontes Spiel ließ
manche Mittelstimme und kontrapunktische Basslinie vermissen. Auch Dis-
sonanzen hätten mehr ausgekostet werden können. Mühelosigkeit in den
virtuosen Passagen kamen gleichwohl über die Bühne. Das begeisterte treue
Kölner Liedpublikum, welches der Konkurrenz in Form der Triennale trotzte,
erklatschte Schumanns „Belsazar“ als Zugabe und darf sich bereits auf die
kommende Spielzeit „Gestalten“ bei Im Zentrum LIED freuen.


Echo – Zuhörer-Zuschriften

"Diese junge Stimme war so erfrischend, ein Glücksgriff."

"Ich habe Fabian Hemmelmann bewundert: als Einspringer alles auswendig!
Das hat mich beeindruckt."

"Ich fand beide Musiker sehr gut. Haben die auf die Schnelle das ursprüng-
liche Programm gelernt, um einzuspringen? Wow!"

"Ich fand die Pianistin toll, wie sie den teuflisch schweren Klavierpart im
Mendelssohn gespielt hat. Ich fand sie fein!"

"Das war wirklich wunderschön am vorigen Mittwoch. Beschwingt bin ich
nach Hause gefahren."