Das Lied ist eine wundersame Wort-Ton-Schöpfung,
die zart und leise von den tiefen Geheimnissen des Lebens erzählt. Im Lied erklingen Bilder vom Innenleben eines Menschen, Heiteres und Melancholisches, Dramatisches und Beglückendes, Wirkliches und Traumhaftes,
Tiefsinniges und Flüchtiges. Zwischen den Liedern entwickelt sich eine imaginäre Geschichte.
Wohin die Geschichte führt, liegt in der Hand der Interpreten. Nur in den Zyklen haben Komponisten ihre Geschichten selber bestimmt.
Jedes Lied ist ein Kunstwerk mit einem Doppelleben: zunächst lebt das Gedicht ein eigenständiges Dasein, anschließend haucht die Vertonung dem Gebilde weitere Lebenskraft ein. Und mal blinkt die eine, die poetische, mal leuchtet die andere, die musikalische Seite mehr auf.
Die meisten Lieder sind Einzelkompositionen und können auf vielfältige und aufregende Weise kombiniert werden.
Das eröffnet Raum für fesselnde und innovative Programmgestaltung. Im Zentrum LIED präsentiert in
jeder Spielzeit vier Liedgeschichten unter einem übergreifenden Jahresgedanken.
In einer
neuen Präsentationsform gewinnen Sie mit unserem "Erzähler" im viertelstündigen "Auftakt", vor jedem Konzert
jeweils um 19:30 Uhr, einen ersten Einblick in die Welt eines jeden Liedprogramms und tauchen anschließend gemeinsam mit den Musikern ganz
in Klang und Poesie ein.
Es war einmal'85, so beginnen englischsprachige Märchen. Verschiedene Sprachen bedingen unterschiedliche Musikstile. Im Lied ist dieser Zusammenhang unmittelbar erlebbar in der wundersamen Verwebung von Wort und Ton, von Poesie und Musik. Die neue Spielzeit beginnt mit stimmungsvollen Geschichten hauptsächlich aus dem angelsächsischen Sprachraum, erzählt in Liedern von Ralph Vaughan Williams, Gabriel Faur'e9, Erich Korngold, Ned Rorem, George Gershwin und Samuel Barber.
Erik Sohn, Bariton Dominikus Burghardt, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 2 Legenden
Mittwoch, den 16. November 2011
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt 19:30 Uhr
Gehörtes Ungehörtes
Der Gedichtzyklus Abendröte von Friedrich Schlegel umfaßt 22 Gedichte, von denen Franz Schubert in den Jahren 1819 und 1820 elf vertont hat. Es ist unbekannt, ob Schubert an die Vertonung aller Gedichte gedacht hat. Im Zentrum LIED hat die reizvolle Aufgabe, die fehlenden elf, in den Zyklus eingestreuten Gedichte in Musik zu setzen, als Kompositionsauftrag dem zeitgenössischen Komponisten Manfred Trojahn anvertraut. Erleben Sie die Uraufführung des nun vollständigen, in einzigartiger Weise romantische und zeitgenössische Klänge verbindenden Schubert-Trojahn-Schlegel-Zyklus!
Ingrid Schmithüsen, Sopran Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 3 Legenden
Mittwoch, den 29. Februar 2012
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt 19:30 Uhr
Mondestrunken Pierrot
Anläßlich des 100. Geburtstag eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts, nämlich des 1912 komponierten Pierrot lunaire von Arnold Schönberg, präsentiert dieses Liedprogramm weitere bemerkenswerte Pierrot-Vertonungen: den 1913 ebenfalls in der 'dcbersetzung von Otto Erich Hartleben entstandenen Zyklus Pierrot lunaire von Max Kowalski, und zyklisch gereihte Vertonungen in französischer Sprache mit Liedern von Faur'e9, Massenet, Sorabji, Debussy, Ravel, Chausson, Poulenc, Langlais und Bouliane.
Silvia Weiss, Sopran Karola Theill, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 4 Legenden
Mittwoch, den 18. April 2012
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt 19:30 Uhr
Schumanns Legenden vom Rhein
Sämtliche Lieder Robert Schumanns, in denen der Rhein und seine Sagengestalten erwähnt werden, stellt dieses Konzert vor und greift in neu zusammengestellten Liedzyklen zwei berühmte Rhein-Legenden auf. Die Legende der feindlichen Brüder schildert dramatisch und unheilschwanger den tragischen Kampf zweier Brüder um eine Frau. Von der Sage um die betörende, von Joseph von Eichendorff als Hexe entlarvten Sirene erzählt Die Legende der Lorelei. Heinrich Heines berühmtes Gedicht erklingt in einer mitreißenden Vertonung von Clara Schumann.
Voraussichtlich Mittwoch, den 24. Oktober 2012 Köln, Belgisches Haus 19:30 Uhr
Firmamente Osteuropas Preisträgerkonzert
Das ausgezeichnete künstlerische Niveau des erstmals ausgetragenen Lieduo-Wettbewerbs Cantando-Parlando in Sankt-Augustin führte zur Vergabe von zwei ersten Preisen. Im Zentrum LIED freut sich, Ihnen in diesem Konzert die vier Künstler des ersten Preises vorstellen zu dürfen. Aus den mannigfaltigen osteuropäischen Volksliedsammlungen präsentiert das Liedduo Kiel / Uchino Bearbeitungen von B'e1rtok, Kod'e1ly, Dvorak und Janacek. Zyklisch gereihte, meisterhafte Vertonungen der polnischen Komponisten Chopin, Karlowicz, Szymanowszki, Lutoslawski, Kisielewski, Szymanski und andere gestaltet das Warschauer Liedduo Zalensinska / Szymanowicz.
Anja Kiel, Sopran Eri Uchino, Klavier
Lilianna Zalensinska, Mezzosopran Piotr Szymanowicz, Klavier
N.N., Erzähler
Konzert 2&3 Horizonte
Voraussichtlich Sonntag, den 4. November 2012 Köln, Belgisches Haus 17:00 und 19:30 Uhr
Sphären Schwanenliebe und Dichtergesang
Zweimal erklingt jedes Gedicht Heinrich Heines und Ludwig Rellstabs in diesem Konzert: einmal ertönen erwartungsgemä'df die bekannten Zyklen von Franz Schubert und Robert Schumann. Die gleichen Gedichte offenbare neue, unverhoffte Facetten in den Vertonungen anderer Komponisten wie Johann Vesque von Püttlingen, Anton Urpruch, Fanny Mendelssohn, Robert Franz, Giacomo Meyerbeer, Wilhelm Killmayer, Nikolai Rimsky-Korsakow, Charles Ives und andere.
Fabian Hemmelmann, Bariton Lara Anne Jones, Klavier
Truike van der Poel, Mezzosopran Immo Schröder, Tenor Jan Marc Reichow, Klavier
N.N., Erzähler
Konzert 4 Horizonte
Voraussichtlich Mittwoch, den 20. Februar 2013 Köln, Belgisches Haus 19:30 Uhr
Panorama Ballade
Die Troubadoure des Mittelalters erfanden die Ballade. Die Dichter und Komponisten der Romantik belebten die Tradition erzählender Gedichte in reicher Fülle, mit den unterschiedlichsten Themen und in ausgedehnten Formen wieder. Reizvolle Einblicke in die abwechslungsreiche Welt der musikalischen Ballade bietet dieses Konzert mit Werken von Carl Loewe, Franz Schubert, Hans Pfitzner, Wilhelm Killmayer und anderen.
Christoph Pr'e9gardien, Tenor Michael Gees, Klavier
N.N., Erzähler
Konzert 5 Horizonte
Voraussichtlich Mittwoch, den 6. März 2013 Köln, Belgisches Haus 19:30 Uhr
Himmelsgewölbe Sternenzelt
Dieses Konzert verschreibt sich den Zeichen des Himmels und ihrer zugeschriebenen Bedeutung. Programm noch zu entwickeln!
Ein Portrait Hugo Wolfs wäre unvollständig, ohne die breite Palette seines musikalischen Witzes vorzustellen. Feinster Humor, derbe Komik, skurrile Ironie und naive Heiterkeit finden sich gleichermaßen in allen Liederbüchern Hugo Wolfs. Ergänzt wird der Abend durch humorige Lieder von Franz Schubert, Gustav Mahler und Maurice Ravel.
Klaus Häger, Bariton – Karola Theill, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 2 – „Gestalten“
Mittwoch, den 27. Oktober 2010
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt – 19:30 Uhr
„Mignon auf der Freud'schen Couch“
Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf
„Was hat man dir, du armes Kind, getan?“ läßt Goethe Mignon sich selbst fragen. Dass Sigmund Freud diese Frage als Zitat über ein analytisches Werk schreiben wollte, zeigt die Geistesverwandtschaft zu Hugo Wolf, der in seiner Tonsprache unverwechselbare Klänge für eine Seelenschilderung Mignons fand. Ausschließlich in Liedern Hugo Wolfs erinnert sich Mignon in diesem Programm an ihr Leben, bevor sie Wilhelm Meister begegnet, offenbart später ihre geheimsten Gefühle für ihren väterlichen Freund, und drückt zuletzt mit ihren eigenen, Goethe'schen Worten ihre Sehnsüchte aus.
Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier
Ingo Dorfmüller, Erzähler
Konzert 3 – „Gestalten“
Mittwoch, den 16. März 2011
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt – 19:30 Uhr
„Max Reger – ein Schattenriss“
Für Max Reger, dessen imposante Gestalt einschüchtern konnte, gab es nur zwei Kategorien von Menschen: solche, die „was können“, und welche, die „nix können“. Seine Könnerschaft bringt neben den Orgelwerken sein umfangreiches Liedschaffen zwischen Tradition und Moderne ans Licht, dessen Vielfalt und Individualität überrascht.
Frauke May, Mezzosopran – Bernhard Renzikowski, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 4 – „Gestalten“
Mittwoch, den 4. Mai 2011
Köln, Belgisches Haus, Neumarkt – 19:30 Uhr
„Auf Gesellenreise“
Ein Handwerksgeselle ging nach Beendigung der Ausbildung, der Freisprechung durch den Meister, auf die Walz, ehe er selber Meister werden konnte. Die Tradition dieser mehrjährigen Wanderschaft lebte in einigen Zünften bis in die 1920ger Jahre fort, bis zum Verbot durch die Nazionalsozialisten. Das Konzert bringt Lieder der fahrenden Gesellen von Franz Schubert, Gustav Mahler und Hanns Eisler zu Gehör.
Sebastian Noack, Bariton – Manuel Lange, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Dritte Spielzeit 2009/10 – „Passionen“
Konzert 1– „Passionen“
Mittwoch, den 2. September 2009 – Belgisches Haus
„Liebe und Leidenschaft“
Wohlbekannte und rare Liedvertonungen aus dem deutschen Sprachraum begegnen im Wechselspiel der französischen Mélodie und
schildern die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe in faszinierenden Kompositionen von Mendelssohn, Chausson, Clara
Schumann, Lili Boulanger, Hensel, Poulenc, Schönberg, Françaix und anderen.
Silke Evers, Sopran – Wiebke tom Dieck, Klavier
Ingrid Schmithüsen, Erzählerin
Konzert 2&3 – „Passionen“
Sonntag, den 15. November 2009 – Belgisches Haus
„Passion Winterreise – und ihr Zwilling“
Dieses Doppelkonzert bot zweimal Franz Schubert pur! Zwei abendfüllende Liedzyklen, zunächst die „Winterreise“ im Original für hohe Stimme und gleich anschließend „Schuberts zweite Winterreise“. Aus der schier unerschöpflichen Fülle meisterhafter Schubert-Lieder haben unsere Interpreten Vertonungen in jenem abgründig inwendigen Tonfall ausgewählt und zu einem „verborgenen Kranz schauerlicher Lieder“ geeint, dessen Wirkung an zyklischer Dichte und ausdrucksstarker Verinnerlichung der Inspirationsquelle in verblüffender Weise entspricht.
In der Pause zwischen den beiden Winterreisen präsentierte der Fotograf Hans Laven die begleitende Ausstellung „Lüttich – Liège“.
Lothar Odinius, Tenor – Burkhard Kehring, Klavier
Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 4 – „Passionen“
Mittwoch, den 31. März 2010 – Pastor-Könn-Aula der Basilika St. Aposteln
„Zur Karwoche“
Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf
Im sakralen Ambiente der Basilika St. Aposteln erklingen die Mysterien der Karwoche in den selten zu hörenden, tiefgründigen geistlichen Liedern von Hugo Wolf nach Gedichten von Eduard Mörike und Nachdichtungen spanischer Verse des 16. und 17. Jahrhunderts von Paul Heyse und Emanuel Geibel.
Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 5 – „Passionen“
Mittwoch, den 28. April 2010 – Belgisches Haus
„Im Feuer der Walpurgisnacht“
Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf
Alljährlich am Vorabend des ersten Mais tanzen die Hexen in der Walpurgisnacht um's lodernde Feuer auf dem Blocksberg, betören, narren, täuschen, locken Geister und andere nächtliche Gestalten herbei, besungen in zauberischen Liedern von Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hugo Wolf und anderen.
Fabian Hemmelmann, Bariton – Lara Anne Jones, Klavier
Die unvergleichliche Poesie Friedrich Hölderlins faszinierte zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts. Die offenen Formen seiner Lyrik,
ihr fragmentarischer, prozeßhafter Charakter, Hölderlins Suche nach der höheren Einheit alles Seienden inspirierte zu neuartigen musikalischen Ansätzen. In Li
edern von Paul Hindemith, Max Reger,
Hans Pfitzner, Gideon Klein und Benjamin Britten
hören Sie die aufregende Verschmelzung der fesselnden Gedichte des Romantikers mit der reichen Klangwelt der Moderne.
Markus Schäfer, Tenor – Christian de Bruyn, Klavier
Otto Hagedorn, Erzähler
Konzert 2 – „Silhouetten“
Mittwoch, den 19. November 2008 – Belgisches Haus
„Stéphane Mallarmé – Der Unfaßbare“
Das Wort, seine Entstehung aus dem
Nichts «wenn der Himmel tot ist», seine Bedeutung, sein Rhythmus, sein Klang erregten Stéphane Mallarmés schöpferischen Geist. Seine Lyrik ist vieldeutig, rätselhaft, u
nnahbar, voller Worte, die für sich allein schon einen weiten Fächer an Bedeutungen mitschwingen lassen. Dabei klingen sie so melodiös, als hätte Mallarmé seine Gedichte
ständig vor sich hin gesummt. Darius Milhaud, Claude Debussy und Maurice Ravel erliegen dem geheimnisumwobenen Zauber der Mallarméschen Poesie.
Agnès Mellon, Sopran – Christian Ivaldi, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 3 – „Silhouetten“
Montag, den 19. Januar 2009 – Belgisches Haus
„Landschaftsbild – Österreich“
Über sein „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“ aus dem Jahre 1929 schreibt das stilistische Chamäleon
Ernst Krenek in seinen Erinnerungen: «Diese Lieder sind der deutlichste und überzeugendste Beweis, den ich überhaupt erbringen kann, um
eine Theorie zu unterstützen, die ich damals gegen die Atonalen propagierte, welche erklärten, Atonalität sei notwendig, weil das alte Vokabular erschöpft sei –
und meine Theorie besagte, daß es möglich sein sollte, das alte Vokabular zu verjüngen und ihm durch eine neue, ursprüngliche Erfahrung seine alte Lebendigkeit und
Frische zurückzugeben.» Wenig später wandte sich Krenek selbst der Dodekaphonie zu. Lieder von Franz Schubert, des
hochverehrten Vorbild Kreneks, nach verschiedenen Dichtern ergänzen das Landschaftsportrait.
Wolfgang Holzmair, Bariton – Russel Ryan, Klavier
Otto Haged
orn, Erzähler
Konzert 4 – „Sil
houetten“
Mittwoch, den 22. April 2009 – Belgisches Haus
„The Side-Show – Charles Ives“
Kitschige Hollywoodklänge, die weltweit ersten Cluster, geistreiche Komik, subtile Rhythmusstudien, schmissige Ragtimes und unbekümmerte Märsche, empfindsame Liebesäußerungen,
triviale Zitate und erregende neue Klänge, das alles hat Charles Ives auf geniale Weise miteinander verbunden. Sein ungeniertes Spiel mit Traditionen, sein lustvoller Griff in die Tasten, seine
Hingabe an klangliche Neuentdeckungen, sein Spaß an der Provokation sind damals wie heute herrlich mitreißend.
Farbenprächtige Lieder von Robert Schumann nach Gedichten von Justinus Kerner, Wolfgang Rihms expressiver Zyklus
Nebendraußen nach Poesie von Hermann Lenz und herbstliche, sehnsuchtsvolle Vertonungen einiger Gedichte von Hermann von Gilm durch Richard Strauss erzählen von der Fülle und der Schönheit der goldenen Jahreszeit, aber auch von Wehmut, von vergangener Liebe, von Wechsel und Wandel.
Dieses Programm stellt den ungarischen Komponisten György Kurtág mit seinen feingesponnenen, in sich gekehrten Liedkompositionen vor. Da er - ähnlich wie Anton Webern - äußerst kurze, kristalline
Miniaturen geschrieben hat, hat sich im Programmablauf eine Rondoform eingestellt, die der Präsentation Kurtágs Gewicht verleiht. Dazwischen erklingen
abgründige und zugleich hochaktuelle Abschiedslieder von Franz Schubert aus der Sicht eines Soldaten, außerdem eine
Gruppe um eines der bekanntesten Lieder von Robert Schumann, den Königsmord an Belsazar, sowie
die einsam klagenden Kindertotenlieder Gustav Mahlers.
Ingrid Schmithüsen, Sopran -
Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 3 - „Reflexionen“
Dienstag, den 19. Februar 2008 – Belgisches Haus
„Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“
Das "Fin du siècle" war in ganz Europa eine Zeit der verlockenden Vielfalt prallen urbanen Lebens, ein
Nebeneinander von beschwingter Lebenslust, von apokalyptischer Endzeitstimmung und Vorahnungen des ersten Weltkrieges. An der Wegkreuzung zahlreicher sich entwickelnder
Kompositionsmöglichkeiten entfaltet sich ein musikalisch vielgestaltiges Abbild in Liedern der Wiener Tonsetzer Franz Schreker,
Alexander von Zemlinsky, Arnold Schönberg,
Gustav Mahler und Erich Korngold, das eine legendäre Epoche wieder lebendig werden läßt.
Gerhild Romberger, Mezzosopran - Miroslav
Kroupa, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Konzert 4 - „Reflexionen“
Mittwo
ch, den 30. April 2008 – Belgisches Haus
„Des Waldes Widerschein“
Dieses Konzert bietet
dem Zuhörer die Möglichkeit, die Entwicklung des Liedes anhand eines Themas wie im Zeitraffer vom Ende des 18. Jahrhunderts, über die Romantik bis zur Gegenwart zu erleben. Jeder K
omponist kommt mit einem einzigen ausgewählten Lied zu Wort. Die Stücke sind weitestgehend chronologisch geordnet und bilden ein "musikalisches Chronogramm". Der Wald als Sinnbild
des romantischen Lebensgefühls hütet die Geheimnisse des Ursprungs, des Werdens und des Wünschens, birgt Fabelwesen und Trugbilder. Von Franz Schubert bis Ha
ns Werner Henze erlebt der Zuhörer wie im Schnelldurchlauf die Wandlungen des romantischen Waldbildes.
Ingrid Schmithüsen
, Sopran - Thomas Palm, Klavier"
Im Zentrum LIED
präsentierte sich erstmals der Öffentlichkeit mit einen kleinen Blick hinter die Kulissen eines Liederabends. Bis auf die vergleichsweise wenigen Liederzyklen sind die meisten Lieder
Einzelkompositionen und können auf vielfältige und aufregende Weise kombiniert werden. Welche Aspekte bei der Zusammenstellung eines Programms ins Spiel kommen, konnten die Zuhörer
im Werkstattkonzert von Im Zentrum LIED erfahren.
Lieder von Ernst Krenek (1900-1991) aus dem „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“, op.62 (1929) und thematisch entsprechenden Lieder von Franz Schubert (1797-1828)