|
Wie - Konzertkarten…
Wie - besuchen Sie unsere Konzerte und/oder
werden Sie Mitglied…
Wie - Echo…
Wie - Konzertkarten…
Sämtliche Konzertkarten (Einzelkarten und Abonnement)
sind im Vorverkauf bei KölnTicket und an der Abendkasse zum gleichen
Preis zu erwerben.
Die sonst übliche Vorverkaufsgebühr, sowie die Kosten eines Fahrausweises
im Gebiet der VRS übernimmt Im Zentrum LIED für seine Konzertbesucher.

Telefonisch unter 0221 / 28 01 oder online: www.koelnticket.de
und an allen bekannten Vorverkaufsstellen in ganz Deutschland (KölnTicket/TicketOnline)
Klicken Sie hier zum Überblick aller Konzerte und des Abonnements:
Vorverkauf von ermäßigten Karten für Mitglieder nur über
info@ImZentrumLIED.de
Karten gegebenenfalls an der Abendkasse
Einzelkarte: 18,- €
Ermäßigung für Mitglieder 16,- €
Ermäßigung für Studenten 12,- €
Ermäßigung für studentische Mitglieder 10,- €
Konzert 1: „Liebe und Leidenschaft“ - Mittwoch, den 2. September 2009 - Evers/tom Dieck/Schmithüsen
Konzert 4: "Zur Karwoche“ - Mittwoch, den 31. März 2010 - Schmithüsen, Palm, Winking
Konzert 5: "Im Feuer der Walpurgisnacht“ - Mittwoch, den 28. April 2010 - Sohn, Burghardt, Schmithüsen
Doppelkonzert (Konzert 2&3): 28,- €
Ermäßigung für Mitglieder 25,- €
Ermäßigung für Studenten 19,- €
Ermäßigung für studentische Mitglieder 16,- €
Konzert 2&3: "Passion Winterreise und ihr Zwilling“ - Sonntag, den 15. November 2009 - Odinius, Kehring, Schmithüsen, Palm, Winking
Abonnement (5 Konzerte): 70,- €
Ermäßigung für Mitglieder 63,- €
Ermäßigung für Studenten 46,- €
Ermäßigung für studentische Mitglieder 40,- €
Abonnement
zurück zum Seitenanfang
Wie - besuchen Sie unsere Konzerte und/oder
werden Sie Mitglied…
Unser "Erzähler" bietet Ihnen im "Auftakt", vor jedem Konzert um 19:30 Uhr, einen erstes Hineinspähen in das Universum eines jeden Liedprogramms. Im Konzert tauchen Sie zusammen mit den Musikern in die breit gefächerte Welt der Klänge und der Poesie ein. Unterstützen Sie die innovative Darbietungsweise des Kleinods Lied durch Ihren Konzertbesuch.
In Zeiten, in denen die öffentliche Hand ihre Kulturförderung einschränkt, wird privates Engagement ein wichtiger Baustein zur Erhaltung von Kulturgütern. Gerade das feinsinnige Genre Lied bedarf engagierter Persönlichkeiten, die unmittelbar zum Kulturleben unserer Gesellschaft beitragen wollen.
Durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen Sie die Initiative Im Zentrum LIED e.V. ideell und materiell und tragen dazu bei, dass der Verein Veranstaltungen zu moderaten Preisen durchführen kann. Ihre finanzielle Zuwendung hält eine gewachsene Konzertform lebendig und setzt ein positives Zeichen für viele andere.
Eine Beitrittserklärung finden Sie unter "Werden - Beitrittserklärung…"
zurück zum Seitenanfang
Wie - Echo…
Presse-Echo und Zuhörer-Zuschriften
Konzert „The Side-Show Charles Ives“ (Silhouetten)
Konzert „Landschaftsbild Österreich“ (Silhouetten)
Konzert „Stéphane Mallarmé Der Unfaßbare“ (Silhouetten)
Konzert „Der Visionär Friedrich Hölderlin“ (Silhouetten)
Radio-Sendung WDR „Betrachtungen zum Abschied“
Radio-Sendung DLF „Im Zentrum LIED“
Konzert „Des Waldes Widerschein“ (Reflexionen)
Konzert „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ (Reflexionen)
Konzert „Betrachtungen zum Abschied“ (Reflexionen)
Konzert „Herbstspiegelung“ (Reflexionen)
Zur Einführung der Liedreihe Im Zentrum LIED
Konzert „Wie entsteht ein Liedprogramm“ (Werkstattkonzert)
Bitte nach den Kritiken und e-mail-Zuschriften eines jeden Konzerts einen Knopf "zurück zum Seitenanfang" ein
„Silhouetten“ - Konzert 4
22. April 2009
Belgisches Haus
„The Side-Show Charles Ives“
Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Kölnische Rundschau, 24. April 2009 - Kultur
von Bernd Distelkamp
Goethes Liebesleid vertont
„Im Zentrum LIED“ zu Charles Ives
Dass dieser Abend keine bierernste Veranstatlung sein würde, ahnte man schon bei der launigen Einleitung von Moderator Hans Winking: In der Reihe „Im Zentrum LIED“ drehte sich diesmal alles um Charles Ives ein kompromissloser Komponist, der sich allen gängigen Kategorisierungen entzieht. Die originelle Sinfonik dieses musikalischen Trendsetters wird zaghaft entdeckt; sein umfangreiches Liedschaffen hingegen findet noch kaum Beachtung.
Zu Unrecht, wie die Besucher des gelungenen Recitals im stilvoll-heimeligen Konzertsaal des Belgischen Hauses nun feststellen konnten. Die Sopranistin Ingrid Schmithüsen, Initiatorin und künstlerische Leiterin der Konzertreihe, hatte das Ives-Projekt zur Chefsache gemacht. Gemeinsam mit ihrem Klavierbegleiter Thomas Palm brachte sie eine repräsentative Auswahl aus dem vokalen Werk des exzentrischen Tonsetzers. Da erklangen Vertonungen literarischer Giganten wie Goethe, Lenau, Lord Byron und Rossetti über Feldeinsamkeit, Nachtgedanken und unerfüllte Liebe. Vor allem aber waren es surrealistisch-philosophische Texte aus der Feder des Komponisten selbst, die als Grundlage unterschiedlichster Klanggemälde dienten.
Jedes Lied war ein Mikrokosmos für sich: Ingrid Schmithüsen entführte das Publikum in viele verschiedene Welten. Gestalterische Vielseitigkeit und die exzellente Textverständlichkeit ihres beseelten Vortrags (in englischer, französischer und deutscher Sprache) machen sie zur idealen Liedinterpretin. Schmithüsen sang die Stücke nicht bloß, sie lebte sie. Und hatte in Thomas Palm einen einfühlsamen Klavierbegleiter, der die spieltechnischen Anforderungen souverän meisterte, übermütig die Parodie eines leicht beschwiptsten „Son of a Gambolier“ untermalte, und, wo es gefordert war, auch mal beherzt den ganzen Unterarm auf die Tastatur fallen ließ.
In der Fortsetzung der Konzertreihe werden ab September Lothar Odinius, Silke Evers, Erik Sohn und abermals Ingrid Schmithüsen zu hören sein.
Zuhörer-Zuschriften:
"Dieses Konzert war Weltklasse!"
"Für mich sind die Konzerte mit IZL eine große Bereicherung."
"Das war ein phantastischer Abend. Ihre Stimme war wunderbar, so warm und voll. Sie nehmen die Zuhörer gefangen, wie kaum jemand sonst, und dann lassen Sie ihn nicht mehr los. Ives war eine Entdeckung, ein Ereignis!"
„Vielen Dank für den Mittwoch Abend. Das war sehr famos. Jetzt hab ich endlich mal Deine Stimme erleben können. Bravo, bravo! Dass Ives so 'ne abgefahrene Nummer sein würde, hatte ich vorher allerdings so nicht auf dem Schirm. Ich denke, die letzte Gruppe war das Beste des Abends. Nochmals, Respekt und Dank; das war ein wunderschöner Abend.“
"Ingrid fut une grande joie pour moi: AUSGEZEICHNET UND HERVORRAGEND! J' ai aimé le style, la technique, la diction, la musicalité, le soin du texte. Bref, ce fut un superbe moment dont je suis trés reconnaissante et touchée. Merci! J' oublie de préciser que la couleur de la voix m' a plue. Un vrai bonheur!"
"Das war ein toller Konzertabend mit Dir und Thomas. Ich muß sehr weit zurückdenken,um mich an einen so intensiven Musikgenuß erinnern zu können. Ihr seid derart ungekünstelt, unverstellt und authentisch dem Publikum in einem äußerst dünnen Schutzmantel zugewandt, (der euch vor einem möglichen Absturz retten könnte) dass eine Musik hörbar wird, die man nur LIVE erfahren kann. Ganz sicher ist das das offene Geheimnis deines Gesangs, dass du bereit bist ein Risiko einzugehen, das keine realistische Institution der Welt (nicht einmal Ives & Myrick) absichern würde, nur dein Lebensgefühl und deine Musikleidenschaft sind das Fundament dieses schmalen Drahtseils, dass Du permanent neu aufspannst."
"Ihr beide ward gestern Abend absolut auf dem Punkt. Ich war immer schon Ives-Fan, jetzt noch viel mehr."
"Nochmals Gratulationen zu Eurem Liederabend. Das war ein absoluter Luxus, einen Ives-Abend zu erleben. Und das alles auswendig. Übrigens, Eure Programme sind beispielhaft, und auch zu bewundern sind die vielen wunderschönen Übersetzungen."
"Den Text von Hans Winking habe ich noch einmal ganz gelesen. Das ist wunderbar als Einleitung. Er öffnet die Ohren, man ist vorbereitet für die ungewöhnlichen Lieder. Das anschließende Konzert war einfach toll."
zurück zum Seitenanfang
„Silhouetten“ - Konzert 3
19. Januar 2009
Belgisches Haus
„Landschaftbild Österreich“
Wolfgang Holzmair, Bariton - Russel Ryan, Klavier
Otto Hagedorn, Erzähler
Kölnische Rundschau, 21. Januar 2009 - Kultur
von Curt J. Diederichs
Unterwegs in die Berge Österreichs
Alpines in der Reihe „Im Zentrum LIED“
Sie hat inzwischen ihren festen Platz in der Musikszene gefunden: die feine kleine Konzertreihe „Silhouetten“. Mit Außergewöhnlichem will sie ihre Zuhörer im Konzertsaal des Belgischen Hauses beschenken, und da lässt sich auch bei „Im Zentrum LIED“ Interessantes entdecken.
Im dritten Konzert der Saison waren es Lieder von Ernst Krenek, die kombiniert mit Liedern von Franz Schubert ein „Landschaftsbild Österreichs“ skizzierten. Es sind Momentaufnahmen, Reflexionen zweier österreichischer Komponisten aus ganz verschiedenen Epochen. Unverkennbar standen Schuberts „Lieder aus der Bergwelt“ Pate für Kreneks „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“ von 1929.
Es wurde deshalb auch nicht als Stilgemisch empfunden, wenn der Bariton Wolfgang Homzair im Wechsel Lieder des einen oder des anderen sang, denn beide Komponisten fangen auf ihre Art sagen wir alpine Stimmungen ein. Und doch gelang es dem Sänger dank einer vorbildlichen Nuancierungskunst die jeweilige Art der musikalischen Umsetzung der Impressionen nachzuzeichnen, hie und da in der Lautstärke nicht genug dem intimen Raum angepasst.
Russell Ryan war ihm ein kluger Mitstreiter am Klaiver, denn auch er musste Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen. Beide Künstler wussten sehr fein Idyllisches von Schauerlichem (Kreneks „Friedhof im Bergdorf“) zu trennen. Ein beglückender Abend.
Köln-Bonner Musikkalender, (Ausgabe Nr. 235, Februar 2009)
Musikchronik
von Gunter Duvenbeck
Schubert und Krenek ergänzten sich in idealer Weise
Mit seinem „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“ schuf Ernst Krenek ein einzigartiges Pendant zu den großen Liederzyklen der Romantik, das auch mehr ist als nur eine Reaktion des „modernen“ Menschen im 20. Jahrhundert auf die Vergangenheit. Mit ihren vielfältigen Anspielungen bieten sie sich freilich an, den Liedern des „Vorbilds“ Franz Schuberts gegenüber gestellt zu werden, und dies genau tat der Bariton Wolfgang Holzmair mit seinem Programm „Landschaftsbild-Österreich“, das er im Rahmen der Kölner Reihe „Im Zentrum Lied“ im Belgischen Haus darbot, bei dem sich Lieder Schuberts und Kreneks ständig abwechseln und so Bezüge und Strömungen aufscheinen, die eine oft verblüffende geistige und auch musikalische Verwandtschaft erkennen lassen. Gelegentlich mochte man gar zu Anfang eines Liedes im Unklaren darüber sein, aus welcher Feder es stammte - Beweis für Schuberts „Modernität“ ebenso wie für die Anverwandlung seiner typischen Diktion durch Krenek.
All dies gewann unter den Händen Holzmairs und seines exzellenten Begleiters Russel Ryan intensive Gestalt, und wenn sich der Sänger auch einer korrekten „deutschen“ Aussprache befleißigte und nicht so stark wie sein Landsmann Patzak in seiner großartigen historischen Aufnahme die so typisch österreichische Diktion durchscheinen ließ, blieb in seiner Darstellung doch noch genügend Charakteristisches, das ihn als idiomatischen Interpreten des „Alpenbewohners“ kennzeichnen mochte. Bleibt fest zu halten, dass Holzmairs Schubert-Gesang (hier besonders in „Über Wildemann“ oder „Schäfers Klagelied“) zum schlichtweg besten und ergreifendsten gehört, den man gegenwärtig überhaupt hören kann.
Zuhörer-Zuschriften:
"Ich bin wegen Wolfgang Holzmair aus der Schweiz angereist. Es war ein ein wunderbar lohnender Aufwand. Ich habe jeden Ton, jedes Wort, jeden Augenblick genossen. Und die Athmosphäre im Belgischen Haus ist einmalig."
"Russel Ryan ist perfekt, einfach perfekt. Ein toller Begleiter!"
"Danke, daß Sie Wolfgang Holzmair zu diesem fabelhaften Abend haben überreden können: es war ein tolles Erlebnis."
"Das war gleichzeitig höchstes künstlerisches Niveau und grandiose Unterhaltung im besten Sinne!"
"Der gestrige Abend war wieder ein besonderes, ich möchte sagen: ganz besonderes Erlebnis. Da konnte man mal wieder, durch Wolfgang Holzmair sehr eindruckvoll gestaltet, interessante Neuentdeckungen
machen. Krenek ist sprachlich wie musikalisch eine Bereicherung."
"Krenek hat gehalten, was Otto Hagedorn zuvor versprochen hat. Tolle Musik!"
"Wolfgang Holzmair ist ein umwerfender Gestalter. Ich kann es nur mit den Worten von Curt Diederichs wiederholen: ein beglückender Abend!"
zurück zum Seitenanfang
„Silhouetten“ - Konzert 2
19. November 2008
Belgisches Haus
„Stéphane Mallarmé Der Unfaßbare“
Agnès Mellon, Sopran - Christian Ivaldi, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 233, Dezember 2008)
Musikchronik
von Gunter Duvenbeck
Vertonte Dichtung aus Frankreich
Im „Belgischen Haus“ begegnete man der französischen Sopranistin Agnès Mellon, die sich vor allem im Bereich der „Alten Musik“ einen Namen gemacht hat. Sie ist aber auch eine famose Interpretin der typischen französischen „Mélodie“, jenes unverwechselbaren Pendants zum deutschen Kunstlied, das sich noch intensiver als dieses den literarischen Vorlagen anschmiegt und sie musikalisch überhöht. Im Untertitel hieß dieser Abend im Rahmen der Serie „Im Zentrum Lied“ denn auch „Stéphane Mallarmé - der Unfassbare“, dessen Gedichte in kongenialer Vertonung von Milhaud, Debussy und Ravel den Kern eines Programms bildeten, das daneben aber auch Lieder nach Dichtungen von Baudelaire und Verlaine enthielt, die sich ebenfalls ihrer sprachlichen „Musikalität“ halber zur Vertonung etwa durch Meister wie Fauré und Duparc anboten. Die Sängerin, höchst einfühlsam von dem hierin so erfahrenen Pianisten Christian Ivaldi sekundiert, erfreute durch präzise Deklamation und klaren, aber nicht zu starken Ton, dem kleineren Rahmen des Saales bestens angepasst.
Zuhörer-Zuschriften:
"Großen Dank für das Programm mit ausschließlich französischer Musik. Und dann noch so großartig interpretiert."
"Es war ein super schöner Konzertabend am Mittwoch, ich kannte doch einige der Lieder nicht und manche davon alleine waren den Besuch des Konzerts schon wert! Und ich fand Christian Ivaldi einen unglaublich souveränen Begleiter, wie man ihn seltenst zu hören bekommt."
"Das Konzert war ganz wunderbar, eine hochkarätige Veranstaltungen! Ich bin völlig begeistert, einmal so viel französische Mélodie gehört zu haben. Agnès Mellon hat einen wunderbaren Personalstil und ungeheuren Charme."
"Vielen, vielen Dank noch einmal für das traumhafte Konzert!"
"Am tollsten fand ich, daß Hans Winking in der Einführung gesagt hat, man müsse Mallarmé nicht "verstehen". Das hat mich beruhigt und entspannt und ich konnte das Konzert mit der phantastischen Agnès Mellon einfach genießen."
"Ich kannte Agnès Mellon bisher nur als Interpretin Alter Musik. Ich war ganz überrascht von ihrer Stimme, wenn sie Lieder singt. Sie klingt dann ganz anders. Wie schön, ihre Vielfältigkeit zu entdecken. Die Lieder waren bewegend."
zurück zum Seitenanfang
„Silhouetten“ - Konzert 1
8. Oktober 2008
Belgisches Haus
„Der Visionär Friedrich Hölderlin“
Markus Schäfer, Tenor - Christian de Bruyn, Klavier
Otto Hagedorn, Erzähler
Kölnische Rundschau, 10. Oktober 2008 - Kultur
von Matthias Corvin
Hoffnung und Klage
"Im Zentrum LIED": Der Tenor Markus Schäfer gab einen Abend mit Hölderlin-Vertonungen
Mit dem Tenor Markus Schäfer war für die Eröffnung der zweiten Spielzeit der Reihe "Im Zentrum LIED" ein herausragender Sänger gewonnen. Im Belgischen Haus am Neumarkt präsentierte er mit seinem Liedbegleiter Christian de Bruyn ein sehr ehrgeizigers Programm: moderne Hölderlin-Zyklen von Paul Hindemith, Wilhelm Killmayer und Benjamin Britten.
Keine leichte Kost, doch sicher Maßstäbe der Liedvertonung im 20. Jahrhundert. Die visionären Verse des genialen Dichters zwischen Hoffnung und Klage reizten diese Komponisten ganz besonders. Der früh von einer Geisteskrankheit heimgesuchte Hölderlin wurde für die Musik allerdings erst spät endeckt. Die Romantik war in diesem Programm daher nur mit ein paar Liedern von Peter Cornelius, Max Reger und Hans Pfitzner vertreten. Konzentriert und mit hell-kernigem Timbre gestaltete Markus Schäfer die anspruchsvollen Gesänge. Für Brittens "Six Fragments" modulierte er seinen Tenor in vielfältige Richtungen, verband die Phrasen mit schönem Legato. Dabei blieb er immer textdeutlich.
Schäfer brauchte etwas Zeit, um sich auf den kleineren Saal einzustellen. Hindemiths "Sechs Lieder nach Hölderlin" ging er anfangs ein wenig laut an. Zum Höhepunkt wurden sicher die frei deklamierten Hölderlin-Lieder des Orff-Schülers Wilhelm Killmayer. Sein 1983 bis 1987 entstandener zweiter Zyklus imitiert die antike Wortmelodie sehr eindrucksvoll. Den fremdartigen Intervallen der Singstimme ist eine klanglich raffinierte Klavierbegleitung beigemischt. Christian de Bruyn gab den verschiedenen Anschlagsarten Eigenleben, betonte die exotische Farbe des Klavierparts, der in ein surreales "Griechenland" entführt - so der letzte Liedtitel.
Fast wagnerisch wirkte daneben Peter Cornelius "Sonnenuntergang" aus dem Jahr 1862, etwas pathetischer Regers "Ihr, ihr Herrlichen". Als Markus Schäfer nach dem Schlußapplaus frage: "Was möchten Sie aus dem Programm denn noch einmal hören?" schallte der name "Pfitzner" aus den hinteren Reihen. Dessen "Abbitte" bildete gleichsam einen Spagat zwischen den romatischen und moderenen Vertonungen.
Weitere Konzerte: 19. November 2008, 19. Janaur und 22. April 2009
Zuhörer-Zuschriften:
"Das war wieder ein schöner Abend. Das Konzert klingt in seiner herben Schönheit sehr nach."
"Mein Gott, ist Markus Schäfer ein toller Liedsänger. Mit welchem Schmelz er diese schwierigen Lieder singt. Das muß doch jeden mitreißen."
"Herzlichen Glückwunsch nochmal zu dem schönen Konzertabend gestern, der mir sehr viel Spaß gemacht hat! Für mich waren die Lieder eine Entdeckung. Ich hätte nie gedacht, daß Hölderlin so sinnlich sein kann. Und Markus Schäfer und Christian de Bruyn waren einfach großartig."
"Das war keine leichte Kost, aber absolut lohnend, wenn man sich darauf einließ."
"Killmayer war herausragend, so schlicht und doch ergreifend. Ich wußte nicht, daß man einen Text so vertonen kann. Ein großes Erlebnis für mich."
"Für mich war es der bisher schönste Abend bei Im Zentrum LIED."
zurück zum Seitenanfang
Radio-Sendung WDR 3
Live-Mitschnitt des Konzerts
„Betrachtungen zum Abschied"
Sendedatum 11. März 2009
Zuhörer-Zuschriften:
"Am 11. März habe ich in WDR 3 Ihr schönes Lieder-Konzert gehört und war sehr angetan von Moderation und Zusammenstellung der Lieder. Besonders der durchgehende Fluss mehrerer Liedkomponisten hintereinander, wie Kurtág und Schubert, hat mir gut gefallen. Interpretation 1A! "
"Heute gab es nun etwas ganz Besonderes: Im Radio WDR 3 kam die Übertragung des Konzerts im Belgischen Haus, unter dem Titel "Betrachtungen zum Abschied", am 20.2.08 - bei dem ich leider nicht dabei war. Der ganze Abend damals, so natürlich auch vorhin im Radio, war ernst, sehr ernst. Und das ganze zwei Stunden, nachdem im Fernsehen die grausame Nachricht von dem Geschehen in Baden-Würtemberg (Anmerkung der Redaktion: Amoklauf in Winnenden) durchgekommen war, der Tod vieler junger Menschen, durch den unzählige Menschen noch in Schock stehen und auch wir Fernseher betroffen sind. Da wirkte Dein Vortrag der Lieder, die Du damals gesungen hast, ganz besonders stark. Ich liebe Mahler und seine Musik. Beim Gesang der Kindertotenlieder sind auch mir die Tränen gekommen."
"Habe gerade Radio gehört (Betrachtungen zum Abschied). Dein Kurtág-Vortrag hat mich sehr beeindruckt und neben vielem anderen besonders der "Belsazar". So bestätigte sich einmal mehr, dass es weniger entscheidend ist welcher Stimmtyp singt, sondern vielmehr WIE man es singt! Mit Thomas Palm hast Du ja auch einem ausgezeichneten Begleiter an Deiner Seite."
"Vor zwei Wochen habe ich zufällig WDR 3 abends um 20 Uhr gehört und gleich gedacht, diese Sopranstimme kennst Du doch. Und tatsächlich warst Du es unverkennbar mit Thomas am Klavier. Es hat mir ausgezeichnet gefallen, eine schöne Auswahl bzw. Zusammenstellung von Liedern. Das Moderne liegt Dir besonders gut und der Mahler war unglaublich ausdrucksstark."
zurück zum Seitenanfang
Radio-Sendung DLF
Über Im Zentrum LIED
Sendedatum 2. Februar 2009
Zuhörer-Zuschriften:
"Das war eine tolle informative Radiosendung und Deine Begeisterung fürs Lied kam phantastisch rüber."
"Erst kam der Kinkel-Beitrag mit Ihnen und dann folgte gleich der Beitrag über Im Zentrum LIED. Schmithüsen geballt; das war klasse."
"Gestern habe ich voller Freude und Bewunderung Dein Interview im DLF gehört. Weisst Du was? Man könnte sich bereits allein in Deine Sprechstimme verlieben! Das war ja entzückend, wie Du lebendig, fröhlich und spontan sprachest - und lachtest. Eine grosse Freude, zuzuhören!"
zurück zum Seitenanfang
„Reflexionen“ - Konzert 4
30. April 2008
Belgisches Haus
“ Des Waldes Widerschein“
Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 229, Juni 2008)
Musikchronik
von Gunter Duvenbeck
Im Zentrum LIED mit Waldromantik (30. April 2008)
Die deutsche „Waldromantik“ ist ja ein Topos der Dichter und Komponisten, aber man darf, ja sollte den Begriff weiter sehen, wie es jetzt die Sopranistin Ingrid Schmithüsen und ihr Begleiter Thomas Palm im „Belgischen Haus“ taten, indem sie unter dem etwas neutraleren Begriff „Des Waldes Widerschein“ den
Bogen von Mozart bis zu Hans Werner Henze spannten und neben der Idyllik auch die gefahrvollen Kehrseiten der Thematik beleuchteten. Vor allem konnte die Sängerin hier, obwohl sie ja Opern-Auftritte verschmäht, ihre sehr wohl bühnenreife Gestaltungskunst voll zur Geltung bringen und in wenigen Minuten dem Zuhörer ganze Dramen stimmlich wie optisch vergegenwärtigen - Liszts ins Opernhaft-dramatische vorstoßende „Die Loreley“ wäre da zu nennen, wo sie auch ungeahnt kraftvolle Ausbrüche wagte. Henzes sarkastischer „Schluss“ auf einen Enzensberger-Text markierte zugleich das Ende der ersten Saison dieser neuen und hoch interessanten Reihe „Im Zentrum Lied“, die aber zum Glück im kommenden Herbst fortgesetzt werden wird. Das Duo Schmithüsen-Palm hat mit seiner verdienstvollen Initiative dem Kölner Musikleben jedenfalls eine ganz neue und tiefe Dimension erschlossen.
Zuhörer-Zuschriften:
“Für dieses Programm bekommst Du von mir die goldene Nadel am Band für Programmgestaltung.“
„Sie haben ja sehr schöne Lieder gesungen!!! Schönen Dank für die feine Musik! Das letzte Stück fand ich besonders gelungen: Der Schluss von Enzensberger und Henze!“
„Das war wieder ein schöner, erlebnisreicher Abend für mich. Das Konzert war phantastisch, ein tolles Programm. Sie verstehen es bestens, die Leute auf diese wechselnde Gefühlsreise mitzunehmen, durch Ihre Intensität, Ihre Hingabe an Text und Musik, es haut mich jedesmal um. Durch Ihre Darbietung fügen Sie Bild an Bild, spielen mit den kleinen musikalischen und sprachlichen Kostbarkeiten. Ich bin sehr froh, daß ich Ihnen zuhören konnte."
„Ich habe eine Mitarbeiterin zum Konzert mitgebracht. Die ist jetzt auch Fan von Ihnen.“
„Ganz herzlichen Dank für das schöne Konzert heute Abend im Belgischen Haus. Da war doch Vieles, was ich noch nicht kannte. Und Du hast sehr sehr überzeugend gesungen! Ganz besonders schön fand ich Dein Farbenspektrum bei Fanny Mendelssohn. Das war schon 'was ganz Besonderes! Seltsamerweise neu war für mich auch der Liszt, den ich immer wieder aufs Neue bewundere in seinem spekulativen Ansatz, der so Vieles in Frage stellen kann. Und auch er war wunderbar umgesetzt! Herzlichen Glückwunsch! Und das Programm selber war auch eine richtig gute Idee. Und welchen Farbenreichtum am Klavier konnte man hören! Ich wollte eigentlich schon gestern nach Holland fahren, bin nun aber froh, dass ich gleich erst fahre und das Konzert noch gehört habe.“
"Meine Ohren waren sehr glücklich gestern. Das war ein wunderbares Konzert mit einer großen Vielgestaltigkeit. Bewundernswert Deine Gestaltungskraft, mit der Du jedem Lied das ihm eigene charakteristische Profil gegeben hast. Es war auch sehr interessant und lehrreich, das Liedthema Wald einmal durch verschiedene Musikepochen und Stilrichtungen hindurch verfolgen zu können. Die Erzählungen von Hans Winking passten sehr gut zu der Vielgestaltigkeit des Abends."
zurück zum Seitenanfang
Reflexionen“ - Konzert 3
19. Februar 2008
Belgisches Haus
„Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“
Gerhild Romberger, Mezzosopran - Miroslav Kroupa, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Kölnische Rundschau, 22. Februar 2008 - Kultur
von Johannes Zink
Rütteln am Gitter der Tradition
Feine Wiener „Reflexionen“: Liederabend im Belgischen Haus
In eine Zwischenwelt entführte ein Konzert in der Reihe „Reflexionen“ im Belgischen Haus. Werke von fünf Komponisten, in deren Liedschaffen sich der „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ spiegelt, standen auf dem Programm der Mezzosopranistin Gerhild Romberger und ihres Klavierbegleiters Misoslav Kroupa. WDR-Redakteur Hans Winking stimmte auf diese Zeitreise ein. Mit hintergründigen und geistreichen Anmerkungen skizzierte er das Szenario, in dem seinerzeit die Werke Mahlers, Zemlinksys, Schönbergs, Schrekers und Korngolds enstanden sind.
Jeder der Komponsisten war auf seine Weise noch der narkotisierenden Überfülle der Spätromantik verpflichtet, und jeder rüttelte an den Gitterstäben der überkommenen Ästhetik. Ein Tanz auf Messers Schneide, der an die künstlerische Ausführung höchste Anforderungen stellt. Gerhild Romberger trat dieser Aufgabe mit einer beeindruckenden Gestaltungskraft entgegen. Die Zahl der Sängerinnen, die diesem heiklen Repertoire mit seiner morbiden Feinnervigkeit gewachsen sind, dürfte nicht eben groß sein. Romberger gehört unstrittig dazu. Dass ihr offenbar durch eine leichte Indisposition die Höhen nicht ganz so lagen und sie sich gelgentlich ein paar textliche Nachlässigkeiten gönnte, hat sie mit unerschütterlicher Souveränität und der großen tragischen Geste ihrer Interpretation mehr als wettgemacht.
Wieviel Wärme, wieviel Substanz in „Nicht Wiedersehn“ aus Mahlers „Wunderhon“-Liedern, und was für schöne Empfindsamkeit in Korngods „Lieder des Abschieds“. Alles stand mit bester Sicherheit auf Kroupas Klavierfundament. Großer Beifall für ein Konzert, das von Mahlers Rückert-Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ gekrönt wurde. (jz)
Zuhörer-Zuschriften:
„Was für eine Stimme! Ich bin hingerissen! Wenn Sie immer so ein Händchen mit der Auswahl ihrer Künstler haben, fürchte ich, muß ich zu jedem Konzert kommen.“
„Korngold war der Höhepunkt!"
„Und immer wieder ein Mahler-Lied, quasi als trüber Refrain, wie eine Vorahnung. Unheimlich und überwältigend! Ich kann mir keine schönere Stimme als die von Gerhild Romberger für dieses Programm vorstellen. Bravo!“
„Ein sehr überzeugendes Programm, überaus überzeugend interpretiert, und ein toller Hans Winking!“
„Bitte teilen Sie Gerhild Romberger mit, dass ich sowieso ihr Fan bin, aber dass ich sie und dieses Programm so packend fand, wie ich es nicht in Worte fassen kann.“
„Wen dieses Konzert und diese Stimme nicht begeistert hat, dem ist nicht zu helfen.“
zurück zum Seitenanfang
Reflexionen“ - Konzert 2
20. Februar 2008
Belgisches Haus
„Betrachtungen zum Abschied“
Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 227, April 2008)
Musikchronik
von Gunter Duvenbeck
Hintergründige Liedgstaltung auf erlesenstem Niveau
Auf dem Gebiet des Liedgesangs gibt es seltene, inkommensurable Ausnahme-Erscheinungen. Zu diesen zählt die Kölner Sopranistin Ingrid Schmithüsen, die zusammen mit ihrem Begleiter Thomas Palm jetzt eine eigene kleine Konzertreihe ins Leben gerufen hat, die Programme offeriert, die man in solch thematischer Konsequenz, wie es hier der Fall ist, noch kaum je erlebt hat.
So stand eine Gruppe von Schubert-Lieder unter dem Leitmotiv „Abschied eines Soldaten“, und die hintergründige Ironie in Heine-Schumanns „Die beiden Grenadiere“ wird wohl selten so greifbar wie in dieser Interpretation. Mahlers „Kindertotenlieder“ standen ebenfalls auf dem Programm, und hier erreichte Schmithüsen in ihrer geradezu physisch spürbaren, affektgeladenen Darstellung der von unsagbarer Trauer durchwehten Dichtung und Musik ein seltenes Maß an Durchdringung, wobei der Begleiter durch das perfekte Zusammengehen mit ihrer Stimme den tiefen Eindruck dieser Wiedergabe noch wesentlich verstärken konnte.
Den „Klassikern“ Schubert, Schumann und Mahler wurden sehr eindrucksvoll vorgetragene Vertonungen des Ungarn György Kurtág gegenübergestellt, die allein schon ihrer aphoristischen Kürze wegen allerhöchste Konzentration verlangen. Doch gerade hieran bewährte sich das Duo Schmithüsen-Palm in exemplarischer und kongenialer Weise: In wenigen Sekunden eine unverwechselbare, intensive Stimmung zu evozieren, das ist erlesenste Kunst!
Zuhörer-Zuschriften:
„Es war ein sehr anspruchvolles, aufwühlendes Konzert. Ich glaube, daß Sie die Leute wirklich berührt haben. Das Herz ist noch so voll von dem gestrigen Erlebnis.”
”Ich fühle das dringende Bedürfnis, Ihnen noch einmal zu gratulieren zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Einen so anspruchsvollen Liederabend mit so intensiver seelischer Beteiligung, der Ihnen und Ihrem ebenso bewundernswerten Partner am Flügel weit mehr abforderte als "nur" grandiose technische Routine, habe ich in meiner doch schon fast fünfzigjährigen "Karriere als Konzertbesucher" noch nie registrieren können. Und die wirklich außergewöhnliche Anspannung und Disziplin im Publikum zeigt mir, dass ich mit meiner Einschätzung sicher nicht allein dastehe.”
”Das Konzert war wirklich toll. Vielen Dank dafür! Die Schubert-Lieder habe ich erst gar nicht als Schubert erkannt, weil sie so progressiv und neu klangen. Und dieses Altungarisch, sicher sehr schwierig zu lernen wie eine prähistorische Felsenzeichnung. Und obwohl ich die Kindertotenlieder nun wirklich schon einige Male auf CD gehört habe, ist das etwas ganz anderes, sie so intensiv zu hören.”
”Was für eine wunderbare Künstlerin”
„- wie schon "live" gesagt - sehr bewegend und außergewöhnlich - Ein liederabend, wie man ihn nicht so oft geboten kriegt - und Du hast Dich mit allen Möglichkeiten dieser gigantischen Musik "zur Verfügung" gestellt, das traut sich nicht jeder - (oder kann es nicht :))”
𠇊uf diesem Wege die herzlichsten Glückwünsche zum gestrigen Konzert. Ich war etwas aufgelöst und hatte dann keine Lust auf das Gedränge ich hoffe Sie verstehen das.”
“Mir haben die beiden Abende aussergewöhnlich
gut gefallen, das möchte ich mit Nachdruck noch einmal sagen. Einmal die Reise durch die morbiden Zeiten von vor Einhundert Jahren mit Gerhild Romberger, dann die Mischung von 19. Jahrhundert mit Zeitgenössischer Musik. Sehr angesprochen hat mich die Musik von Kurtág. Äusserst interessant, den Spannungen zwischen Sänger und Klavier zu lauschen. Für mich ist es auch eine grandiose Leistung, diese Texte in einer so fremden Sprache zu singen. Jetzt freue ich mich schon auf das letzte Konzert im April.”
“Seit dem 20.2. im Belgischen Haus möchte ich Euch schreiben und mitteilen, dass ich den - für mich nach vier Jahren - zu tiefst ersehnten, ersten Liederabend wunderbar und sehr bewegend fanden. Unser Versuch, Euch direkt danach zu sprechen, gelang nicht. Es wollten einfach viel zu viele hinter die Bühne. Danke daher auf diesem Wege. Sendet mir Eure Programme und Konzerte zu. Ich bin nach wie vor eine besondere Anhängerin dieser Gattung und Eurer Interpretation!”
zurück zum Seitenanfang
Reflexionen“ - Konzert 1
13. November 2007
Belgisches Haus
„Herbstspiegelung“
Thomas E. Bauer, Bariton - Uta Hielscher, Klavier
Hans Winking, Erzähler
Kölner Stadtanzeiger 15. November 2007 - Kultur
von Marianne Kierspel
Mit Gefühl, Verstand und herbstlicher Stimmung
Das erste Liedkonzert im Belgischen Haus erwies sich als ein voller Erfolg.
Gute Nachrichten für Liedfreunde: Die neue Konzertreihe im Belgischen Haus, ihr Konzept und Raum, geben dem anspruchsvollen Klavierlied eine schöne Heimat. Hans Winking beschrieb in der humorigen Vorrede die intime Spielart, die angestrebt wird, als Symbiose von Poesie und Musik: Musik vertieft die Poesie und wird selbst wieder konkret.
Beides behielt das Liedduo Thomas E. Bauer und Uta Hielscher im Blick, es bewegte Herz, Sinn und Verstand. Melancholie und Einkehr passten zum Thema „Herbstspiegelung“, aber auch Liebes- und Reiselust. Alle Facetten spielte der Bariton, trotz Heiserkeit, in Schumanns Kerner-Liedern op. 35 aus, Herzweh, leise Trauer, jugendlichen Übermut. Das Klavier schürte und spiegelte die Emotionen oder kontrapunktierte sie.
Eine erstaunliche Nähe zur Romantik entdeckte das Duo in Wolfgang Rihms Zyklus „Nebendraußen“ (1998) auf Gedichte von Hermann Lenz. So reichte das Spektrum von Skizzen und schlichten Strophenliedern bis zur Ballade. Strauss' frühe Geniestreiche (aus op. 10 auf Gedichte des Tirolers Hermann von Gilm) fügten Pomp hinzu. Dass seine prunkende „Zueignung“ den sonst so sensibel und kundig komponierten Abend beschloss, quittierte das Publikum mit einverständigem und zustimmendem Lächeln. (MK)
Zuhörer-Zuschriften:
”Es war ein mich sehr beeindruckendes Konzert. Hoffentlich bleibt diese Reihe bestehen.”
“Es war ein sehr intensiver Dienstagabend. Vor allem der zweite Teil mit Wolfgang Rihm hat mir gut gefallen. Thomas Bauer hat super gesungen.”
„Es war einfach ein phantastischer Start in die Reihe. Das Programm und die Künstler waren restlos überzeugend.“
”Ich komme erst jetzt dazu, Ihnen zum sehr erfolgreichen Start von Im Zentrum LIED zu gratulieren. Die Presse war ja zu Recht - sehr angetan, und in mir klingen die Schumannlieder noch nach.”
“Thomas Bauer war ein großes Erlebnis für mich. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie ihn eingeladen habe. Ich habe den Film Winterreise in Sibirien gesehen. Aber diesen Sänger live zu erleben, ist etwas ganz anderes. Er ist ein wirklicher Liedsänger in der Vielfalt seiner Gestaltung, in den Nuancen seines Ausdrucks und in seiner Risikobereitschaft, um des Aussage willen, sogar mit einer leichten Indisposition die zauberhaftesten Farben zu riskieren. Das hat mich tief bewegt.”
zurück zum Seitenanfang
Präsentation der neuen Liedreihe Im Zentrum LIED
Kölner Stadtanzeiger 13. November 2007 - Kultur
„Die Vielfalt der Pianonuancen“
von Marianne Kierspel

Ingrid Schmithüsen besingt ein breites Spektrum von Barock bis Moderne - und ist vor allem liedbegeistert.
KÖLNER STADT-ANZEIGER: Frau Schmithüsen, große Häuser reduzieren ihr Liederabendangebot. Sie aber beginnen in Köln eine eigene Reihe zur Spielart Lied ...
INGRID SCHMITHÜSEN: Seit ich mit 16 zum ersten Mal Hugo Wolf gesungen habe, wusste ich: Ich will Lieder singen! Jetzt stelle ich meine Erfahrungen als Liedsängerin auf eine breitere Basis, mit Kollegen, die ebenfalls für das Lied brennen. In der Eröffnungsspielzeit sind der Bariton Thomas E. Bauer und die Mezzosopranistin Gerhild Romberger mit Klavierpartnern dabei.
Warum haben Sie den Verein „Im Zentrum Lied“ gegründet?
SCHMITHÜSEN: Mein Agent Andreas Braun hat zur Vereinsgründung geraten. Wir sind „gemeinnützig“. Uns helfen die Stadt, SK Stiftung, Sponsoren. Der WDR schneidet mit. Und Dietrich Fischer-Dieskau, einer meiner Lehrer, hat spontan die Schirmherrschaft übernommen. Er ist von unserem Konzept überzeugt.
Sie vergleichen Liedzyklen von Schubert oder Schumann gern mit privaten Tagebuchnotizen zu einer verborgenen Geschichte. Braucht das Lied einen intimen Rahmen wie das Belgische Haus?
SCHMITHÜSEN: Ja, jedenfalls für unsere Liedgeschichten. Wir präsentieren auch Meisterwerke, die noch kaum einer kennt. Neue zeitgenössische Lieder stellen wir neben bekannte. So nimmt man selbst berühmteste Lieder von Schubert oder Strauss neu und anders wahr.
Seit Ihrer Kölner Studienzeit kennt man Sie als Solistin in Oratorien und Passionen, aber auch als Sängerin, die für neue Musik seit Schönbergs „Pierrot Lunaire“ einnehmen kann &
SCHMITHÜSEN: Ja, am „Pierrot“ kommt heute kein Komponist mehr vorbei. Ich singe ihn bald wieder in Kanada. Schönberg hat mit neuen Gesangstechniken Türen für eine neue Ausdruckswelt aufgestoßen. Übrigens habe ich schon als Schülerin im Jungen Chor Aachen gelernt, offen für neue Musik zu sein: Nicht zu früh urteilen, ausprobieren! Wenn sie während der Arbeit interessant bleibt, zeigt das ihre Qualität. Ich bin im Zweifel für das Neue.
Schreiben Komponisten heute noch Lieder für Stimme und Klavier?
SCHMITHÜSEN: Ja, obwohl seit „Pierrot lunaire“ mehr für Ensemble mit Stimme entsteht. Wir haben tolle Klavierlieder von György Kúrtag entdeckt. Er schreibt so kurz wie Webern, klar, pointiert, mit eigener Metrik. Ich stelle mit meinem Klavierpartner Thomas Palm Kúrtag direkt neben Schubert, Schumann und Mahler. Das verändert die Perspektive, selbst auf Mahlers bekannte Kindertotenlieder.
Haben Sie auch Oper gesungen?
SCHMITHÜSEN: Ja, Barockopern von Scarlatti oder Rolle. In großen Opernhäusern aber muss man noch immer laut singen. Und ich wollte die Vielfalt der Pianonuancen nicht verlieren, die man für Lieder und Kammermusik braucht. Ich singe gern in kleinen Ensembles für Alte und Neue Musik, am liebsten ohne Dirigenten. Da muss man sich mehr verständigen und kommt besser ins Zusammenspiel.
Wie bringen Sie dem Publikum die Spielart Klavierlied nahe?
SCHMITHÜSEN: Über Sprache, sie findet ja heute wieder mehr Publikum, denken Sie an die Lit Cologne. Doch soll kein Moderator die ganz eigene Sprache der Musik stören. Also heißt unsere Lösung: 15 Minuten Auftakt mit einem Erzähler. Hans Winking freut sich auf diese Aufgabe. Das Publikum kennt seine Stimme aus dem Radio, bei uns kann es Winking auch sehen.
Das Gespräch führte
Marianne Kierspel
zurück zum Seitenanfang
Kölnische Rundschau, 1. August 2007 - Kultur
von Hanna Styrie
Schnell auf den Punkt kommen
Sängerin Ingrid Schmithüsen hat den Verein „Im Zentrum LIED“ gegründet
„Dem Lied wird in der Kammermusik nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, hat Ingrid Schmithüsen festgestellt. Deshalb ist die Sängerin in die Offensive gegangen und hat den Verein „Im Zentrum Lied“ gegründet, mit dem sie demnächst in Eigenregie eine Reihe von Liederabenden veranstaltet. Gerade mal vier Monate hat die tatkräftige Sopranistin von der ersten Idee bis zur Umsetzung gebraucht. Inzwischen zählt der junge Verein über 40 Mitglieder; als Schirmherrn gewann Schmithüsen ihren früheren Lehrer Dietrich Fischer-Dieskau. Neben der Lautsprecher-Firma Sennheiser konnte sie den WDR und eine Reihe weiterer Sponsoren mit ins Boot holen.
Schauplätze der Konzerte, die Schmithüsen und ihr langjähriger Klavierpartner Thomas Palm sowie weitere Liedduos gestalten, sind die Aula der Apostelnkirche und der Konzertsaal im Belgischen Haus.
„Im Lied werden teifgründige Dinge berührt“, begeistert sich die Sängerin, die einen vierteiligen Zyklus unter dem Thema „Reflexionen“ konzipiert hat. Dem Konzert geht jeweils eine viertelstündige Einführung voraus.
Den Auftakt bestreiten der Münchner Bariton Thomas E. Bauer und Uta Hielscher, die in einem Programm zwischen Robert Schumann und Wolfgang Rihm die „goldene Seite des Herbstes“ beleuchten. Danach widmen sich Ingrid Schmithüsen und Thomas Palm Györgi Kurtág, dem sie Lieder von Schubert, Schumann und Mahler zur Seite stellen.
Gerhild Romberger und Miroslav Kruppa stellen am 19. Februar 2008 Lieder der Jahrhundertwende vor, die zwischen Lebensüberfülle und Kriegsvorahnung balancieren. Mahler, Zemlinsky und Schönberg gehören hier zu den Komponisten. „Der Widerschein des Waldes“ glänzt über dem Konzert am 30. April, bei dem erneut das Duo Schmithüsen/Palm auftritt. Dabei reicht die Bandbreite von Schumann bis Hans Werner Henze.
Ingrid Schmithüsen hat die Sängerinnenlaufbahn aus Liebe zum Lied eingeschlagen. „Wie man dabei in kurzer Zeit auf den Punkt kommen muss, ist einfach faszinierend“, schwärmt sie. Zu ihren persönlichen Favoriten gehört Hugo Wolf, „der Sigmund Freud in der Musik“, doch auch das Liedschaffen von Franz Liszt und Charles Ives soll vorgestellt werden. „Bei uns treten Leute auf, die ihr Metier mit Leidenschaft betreiben“, so die Künstlerin.
Auf lange Sicht plant sie Mitschnitte der Konzerte, die vielleicht einmal unter eigenem Label vertrieben werden sollen; angedacht sind auch Meisterklassen für junge Liedduos.
zurück zum Seitenanfang
Werkstattkonzert
20. Juni 2007
Aula der Basilika St. Aposteln
„Wie entsteht ein Liedprogramm“
Zuhörerzuschriften:
„Gratuliere zu Ihrem - wie ich finde - sehr gelungenen Auftakt von Im Zentrum LIED. Tolle Lieder und auch das "Rahmenprogramm" mit Ihren Erläuterungen fand ich sehr interessant und ansprechend.…“
„…Ich bin ganz erfüllt.“
„Ein ganz besonderer Applaus und grosses Lob für Ihren großartigen Auftritt in der Aula St. Aposteln. Ich habe den gestrigen Abend sehr genossen.…“
Besonders die Lieder von Clara Schumann haben mich auf eine besondere Weise beeindruckt. Das nicht wirklich vorhandene Interesse am Lied haben Sie gestern bei mir geweckt!!“
Es war großartig. Sie haben Menschen froh gemacht.…“
Ich habe eine Menge über Lieder gelernt und es vor allem genossen. Sie haben die Lieder so intensiv interpretiert mehrmals habe ich eine Gänsehaut bekommen.…
Auch der Raum ist wirklich sehr gut.“
Meine Leute waren alle begeistert und sehr bewegt.…“
Es war einfach traumhaft und ich danke Ihnen und Thomas für dieses besondere musikalische und auch inhaltliche Großereignis. Eine solche Freude Ihnen beiden zuzuhören. Das lasse ich mir wirklich nicht entgehen - auch in Zukunft.“
zurück zum Seitenanfang
|