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Sämtliche Konzertkarten sind im Vorverkauf bei KölnTicket preiswerter zu bekommen als an der Abendkasse. Darüberhinaus enthalten die Konzertkarten im Vorverkauf einen Fahrausweis im Gebiet der VRS. Bestellung telefonisch unter 0221 / 28 01 oder online: www.koelnticket.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen in ganz Deutschland (KölnTicket/TicketOnline)

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Überblick aller Konzerte und des Abonnements:
| Konzertkarten | im Vorkauf | an der Abendkasse |
| (mit VRS-Ticket) | (ohne VRS-Ticket) |
| Einzelkarte: | 17,- Euro | 18,- Euro |
| Ermäßigung für Mitglieder | 15,- Euro | 16,- Euro |
| Ermäßigung für Studenten | 9,- Euro | 10,- Euro |
Ermäßigung für studentische Mitglieder | 11,- Euro | 12,- Euro |
Konzert 1:
„Humoresken“ – Mittwoch, den 15. September 2010 – Häger/Theill/Winking
Konzert 2
:„Mignon auf der Freud'schen Couch“ – Mittwoch, den 27. Oktober 2010 – Schmithüsen/Palm/Dorfmüller
Konzert 3:
„Max Reger – ein Schattenriss“ – Mittwoch, den 16. März 2011 – May/Renzikowski/Winking
Konzert 4
:
„Auf Gesellenreise“ – Mittwoch, den 4. Mai 2011 – Noack/Lange/Winking
| Abonnement | im Vorkauf | an der Abendkasse |
| (mit VRS-Ticket) | (ohne VRS-Ticket) |
| Abonnement (4 Konzerte): | 56,- Euro | 60,- Euro |
| Ermäßigung für Mitglieder | 50,- Euro | 54,- Euro |
| Ermäßigung für Studenten | 36,- Euro | 40,- Euro |
Ermäßigung für studentische Mitglieder | 30,- Euro | 34,- Euro |
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Wie – besuchen Sie unsere Konzerte und/oder
werden Sie Mitglied… Unser „Erzähler“ bietet Ihnen im „Auftakt“ um 19:30 Uhr einen erstes Hineinspähen in die Welt eines jeden Liedprogramms. Anschließend tauchen Sie zusammen mit den Musikern in die breit gefächerte Natur der Klänge und der Poesie ein. Unterstützen Sie die Aufführung von Liedern und die einzigartige Zusammenstellung von Liedprogrammen bei Im Zentrum LIED, die Ihnen sowohl bekannte Meisterwerke aus neuem Blickwinkel und wenig oder gar unbekannte Schätze unter einem übergeordneten Jahresgedanken zu entdecken bietet, durch Ihren Konzertbesuch.
In Zeiten, in denen die öffentliche Hand ihre Kulturförderung einschränkt, wird privates Engagement ein wichtiger Baustein zur Erhaltung von Kulturgütern. Gerade das feinsinnige Genre Lied bedarf engagierter Persönlichkeiten, die unmittelbar zum Kulturleben unserer Gesellschaft beitragen wollen.
Durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen Sie die Initiative Im Zentrum LIED e.V. ideell und materiell und tragen dazu bei, dass der Verein Veranstaltungen zu moderaten Preisen durchführen kann. Ihre finanzielle Zuwendung hält eine gewachsene Konzertform lebendig und setzt ein positives Zeichen für viele andere.
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Wie – Echo…
Presse-Echo und Zuhörer-Zuschriften – Konzert „Liebe und Leidenschaft“ (Passionen) – Konzert „Passion Winterreise – und ihr Zwilling“ (Passionen) – Konzert „Zur Karwoche“ (Passionen) – Konzert „Im Feuer der Walpurgisnacht“ (Passionen) – Konzert „The Side-Show – Charles Ives“ (Silhouetten) – Konzert „Landschaftsbild– Österreich“ (Silhouetten) – Konzert „Stéphane Mallarmé – Der Unfaßbare“ (Silhouetten) – Konzert „Der Visionär – Friedrich Hölderlin“ (Silhouetten)
– Radio-Sendung WDR „Betrachtungen zum Abschied“ – Radio-Sendung DLF „Im Zentrum LIED“ – Konzert „Des Waldes Widerschein“ (Reflexionen) – Konzert „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ (Reflexionen) – Konzert „Betrachtungen zum Abschied“ (Reflexionen) – Konzert „Herbstspiegelung“ (Reflexionen) – Zur Einführung der Liedreihe „Im Zentrum LIED“ – Konzert „Wie entsteht ein Liedprogramm“ (Werkstattkonzert) Konzert 5 – „Passionen“ Mittwoch, den 28. April 2010 – Belgisches Haus „Im Feuer der Walpurgisnacht“ Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf Fabian Hemmelmann, Bariton – Lara Anne Jones, Klavier Matthias Henke, Erzähler IZL Programmheft, September 2010 von Stephan Schmitz, 30. April 2010 Von Hexen und Geistern zur Walpurgisnacht Die dritte Spielzeit „Passionen“ des hochkarätigen Kammermusikprojekts Im Zentrum Lied brachte im letzten Konzert Lieder zur Walpurgisnacht passend zur Jahreszeit. Der junge Bariton Fabian Hemmelmann und die südafrikanische Pianistin Lara Anne Jones waren für den erkrankten Erik Sohn und dessen Liedpartner Dominikus Burghardt eingesprungen und hatten große Teile des Programms kurzfristig und bemerkenswerterweise auch auswendig einstudiert. Anhand der Goethe-Ballade „Der Erlkönig“ erläuterte Matthias Henke in seiner Einführung kenntnisreich den Paradigmenwechsel von der vernunftorientierten Haltung des 18. Jahrhunderts hin zur Beschäftigung mit der Welt des Irrationalen und Phantastischen im 19. Jahrhundert. Deshalb war es besonders reizvoll, den Erlkönig gleich zweimal zu hören, erst in der Fassung von Carl Loewe mit dramatischer Schlußwendung, sowie als letztes Lied der Konzertfolge in Schuberts berühmter Vertonung. Von Beginn an gefiel der junge Sänger durch seine geschmeidige Stimme und farbenreichen Gestaltungswillen. Ihm gelangen differenzierte Erzählweisen und feine Nuancen in den schnellen sprachgewandten Stücken wie „Andres Maienlied“ von Mendelssohn und Wolfs „Geister am Mummelsee“. Gekonntes Spiel mit Vibrato und Registermischungen zeigte er in Schumanns „Auf einer Burg“ und „Zwielicht“ und in dem elegisch gelungenen „Nacht und Träume“ von Franz Schubert. Lediglich in Wolfs „Nachtzauber“ und in Mendelssohns „Waldschloß“ wich der angestrebte Ausdruck dann und wann einem gesangstechnischen Denken. In den drei Liedern von Samuel Barber konnte das Duo seine Erfahrungen mit Neuer Musik in beeindruckend expressiver Manier zur Geltung bringen. Man hätte sich bei Hemmelmann eine deutlichere Artikulation der Schlußkonsonanten gewünscht, die einen wichtigen Teil des Klangbilds im gesungenen Englisch ausmachen. Pianistin Lara Anne Jones bewältigte ihre Aufgabe souverän. Anfangs überdeckte sie gelegentlich die Stimme. Ihr Oberstimmen betontes Spiel ließ manche Mittelstimme und kontrapunktische Basslinie vermissen. Auch Dissonanzen hätten mehr ausgekostet werden können. Mühelosigkeit in den virtuosen Passagen kamen gleichwohl über die Bühne. Das begeisterte treue Kölner Liedpublikum, welches der Konkurrenz in Form der Triennale trotzte, erklatschte Schumanns „Belsazar“ als Zugabe und darf sich bereits auf die kommende Spielzeit „Gestalten“ bei Im Zentrum LIED freuen. Zuhörer-Zuschriften: "Diese junge Stimme war so erfrischend, ein Glücksgriff." "Ich habe Fabian Hemmelmann bewundert: als Einspringer alles auswendig! Das hat mich beeindruckt." "Ich fand beide Musiker sehr gut. Haben die auf die Schnelle das ursprüngliche Programm gelernt, um einzuspringen? Wow!" "Ich fand die Pianistin toll, wie sie den teuflisch schweren Klavierpart im Mendelssohn gespielt hat. Ich fand sie fein!" "Das war wirklich wunderschön am vorigen Mittwoch. Beschwingt bin ich nach Hause gefahren."
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Konzert 4 – „Passionen“ Mittwoch, den 31. März 2010 – Pastor-Könn-Aula der Basilika St. Aposteln „Zur Karwoche“ Zum 150. Geburtsjahr von Hugo Wolf Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Könische Rundschau, den 3. April 2010 von Bernd Distelkamp (ungekürzte Version, zur Verfügung gestellt durch den Autor) „...aus Finsternissen zum Freudenschein“ Konzert zur Karwoche mit geistlichen Liedern von Hugo Wolf Im Trubel des Schumann-, Mahler- und Chopin-Festjahres droht ein anderes wichtiges Musiker-Jubiläum in Vergessenheit zu geraten: Am 13. März jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag von Hugo Wolf. Dem widmeten Sopranistin Ingrid Schmithüsen und Pianist Thomas Palm in der Kammermusikreihe „Im Zentrum LIED“ einen eigenen Abend mit geistlichen Liedern nach Gedichten von Eduard Mörike und aus dem „Spanischen Liederbuch“. Passend zum tief religiösen Inhalt der Werke luden die Künstler diesmal in die Aula von St. Aposteln ein, die mit ihren barocken Heiligenbildern und Marienstatuen einen idealen Rahmen für dieses Konzert in der Karwoche bot. Nach einer informativ-unterhaltsamen Einführung von Hans Winking präsentierten sich Schmithüsen und Palm einmal mehr als bestens aufeinander eingespieltes Duo. In der Liedauswahl aus dem „Spanischen Liederbuch“ verliehen sie unter dem Bogen einer thematischen Einheit durch individuelle Formung jedem einzelnen der Stücke eine ganz eigene Charakteristik. Vor allem aber in den Vertonungen der Mörike-Gedichte, die auf engstem Raum stärkste emotionale Kontraste thematisieren, wussten sie zu überzeugen: So sang Schmithüsen mit engelsgleich jugendlichem Timbre etwa von „grüner Landschaft Sommerflor“ und „Frühlingswonne“ um dann im nächsten Moment den Ausdruck schlagartig in dramatischster Weise zu verdunkeln auf Worte wie „Todesgrüfte“ und „Kreuzesstamm“. Der Klavierbegleiter stand der Sängerin in puncto Gestaltungsfreude und Nuancenreichtum in nichts nach. Oft war er es, der gewissermaßen seismographisch den Umschlag der emotionalen Gefühlswallungen schon in der ersten Andeutung wahrnahm und sogleich das Fundament bereitete, auf dem die Stimme sich dann vollends entfalten konnte. Das zeugte nicht nur von hoher Musikalität sondern auch von großem lyrisch-poetischen Verständnis beider Künstler. Als Zugabe dann Wolfs Vertonung von Goethes heiterem Epiphanias-Gedicht über die trinkfesten Heiligen Drei Könige - in Köln soll eben niemand melancholisch aus dem Konzert gehen, auch nicht in der Fastenzeit. Zuhörer-Zuschriften: "Ein tolles Konzert! Noch heute Morgen bin ich tief beeindruckt von dem gestrigen Konzert. Sie waren umwerfend. Ich konnte es nicht aufhalten, während Ihres Gesanges liefen mir die Tränen herunter. ( Ich war zu bange mir ein Taschentuch aus der Handtasche zu nehmen, weil das ein unpassendes Rascheln verursacht hätte, habe schließlich noch eins in meiner Hosentasche gefunden). Das Publikum war so gebannt und mucksmäuschenstill, Sie haben sie alle mitgenommen auf diese Gefühlsreise. Eine ganz großartige Leistung." "Vielen lieben Dank für das Konzert, es war wunderschön. Deine Stimme, Deine Energie - sehr bereichernd." "Das war ein wunderbares Konzert. Sie haben gesungen wie eine Göttin , Ihr Auftritt war großartig." "Ich wollte mich bei Dir noch einmal für den gelungenen Abend bedanken. Für das dramaturgisch und expressiv so klug gestaltete Wolf-Programm, das mir - die Feiertage bieten sich ja an - so Manches zum Nachdenken mitgegeben hat. Es war ein großer Gewinn, dabei gewesen sein zu dürfen." "Vielen Dank für den sehr schönen Abend. Meine Mutter und ich waren begeistert von der Art, wie Sie singen und die Texte interpretiert haben." "Ihr Gesang und Ihre Interpretationen der Lieder haben mich sehr bewegt. Nochmals vielen Dank!" "Ich finde das Programm, für eine musikalisch Ungebildete wie mich, eine ziemliche Herausforderung, der ich mich aber immer wieder gerne stelle, zumal mich Deine intelligente Art des Singens und Gestaltens sehr fasziniert und begeistert. Du hast mich überzeugt." "Das war wirklich ein großes Erlebnis am Mittwoch. Zum ersten Mal konnte ich die Lieder von Hugo Wolf so richtig auf mich wirken lassen, dank Deiner überwältigenden Interpretation und der äußerst einfühlsamen Begleitung von Thomas und Hans Winkings erhellender Einführung. Vielen Dank." "Ein großartiges Erlebnis, die klugen Worte Hans Winkings und die schöne, sehr anspruchsvolle und so eindringlich interpretierte Musik!" "Ganz herzlich gratuliere ich zu dem tollen Wolf-Konzert! Ich freue mich schon auf die nächsten Konzerte Im Zentrum LIED." "Ja, ich war letzten Mittwoch da, zusammen mit einer Cousine, die Hugo Wolf noch gar nicht kannte und ebenso begeistert wie ich aus dem Konzert herausgekommen ist. Das Programm war wunderbar, unglaublich schön. Ich bin nun schon seit jungen Jahren ein begeisterter Fan von Hugo Wolfs Liedern, natürlich auch den geistlichen Liedern, und die Gedichte, die Texte, die Wolf inspiriert haben, sind ja auch so herrlich. Das Spanische Liederbuch kenne ich nicht so gut wie die Mörike-Lieder, aber viele diese Mörike-Lieder, wie das "Schlafende Jesuskind" oder "Auf ein altes Bild", bei dem ich immer an eine mittelalterliche Holztafel mit Goldgrund denken muss, oder "Denk es, o Seele" oder "Gebet" oder das glockentönende "In der Frühe" habe ich innerlich Ton für Ton mitgesungen. So herrlich wie Sie nicht, aber ebenso innig. Ihre erste Zugabe kannte ich nicht, aber Goethe-Wolfs Heilige Drei Könige wohl, und sie waren ein köstlicher Abschluss!"
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Konzert 2&3 – „Passionen“ 15. November 2009 – Belgisches Haus „Passion Winterreise – und ihr Zwilling“ Lothar Odinius, Tenor – Burkhard Kehring, Klavier Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Köln-Bonner Musikkalender, Ausgabe Nr. 243 (Dezember 2009) von Gunter Duvenbeck „Winterreise“ und ihr Doppelgänger (15.11.2009) Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, dass es noch vor einem Vierteljahrhundert unmöglich schien, dass Schuberts „Winterreise“ von einer Frau gesungen wurde. Aus Trotz fasste die Kölner Sopranistin Ingrid Schmithüsen damals den kühnen Plan, sich aus dem überreichen Schubertschen Liedschaffen eine eigene „Winterreise“ zusammen zu stellen. Aber erst jetzt, nach langer Unterbrechung und intensiver, Jahre währender Vorarbeit hat sie dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt: Im Rahmen ihrer eigenen Serie „Im Zentrum Lied“ hörte man zunächst den berühmten Schubert-Zyklus in einer großartigen Darstellung durch den Tenor Lothar Odinius, einen der kultiviertesten Sänger der jüngeren Generation, kongenial begleitet am Flügel von Burkhard Kehring. Dabei korrespondierte die äußerst deutliche Text-Artikulation des Sängers, die jedoch dafür die melodische Linie nie opferte, mit der präzisen und die thematischen Bezüge betonenden Behandlung des Klavierparts, kurz: eine musterhafte Interpretation! Vor diesem Hintergrund musste es jede weitere Darbietung schwer haben, aber Schmithüsen wollte ihre „zweite“ Winterreise ja ausdrücklich zur „ersten“ in Beziehung setzen, und es gibt ja wirklich in Schuberts Liedschaffen manche auffallende Parallelen, bis hin zu melodischen oder rhythmischen Kongruenzen, die jeweils auch mit textlich-inhaltlichen Ähnlichkeiten korrespondieren. Ein gewisses Problem dieses Alternativ-Zyklus stellt der ständige Wechsel der Textdichter dar, der freilich durch die vielen Entsprechungen der einzelnen Stücke beider Zyklen aufgewogen wird, allerdings nur, wenn man beide gleichsam „synoptisch“ betrachtet. Bewundernswert war, wie sich die Sängerin der enormen Herausforderung gewachsen zeigte, die diese selbst gestellte Aufgabe bedeutete und die hinter der originalen „Winterreise“ in der Vielfalt der Ausdrucks-Valeurs gewiss nicht zurück stand. Gleiches galt für Thomas Palm am Flügel, der den ganzen Kosmos der Schubertschen „Stimmungen“ souverän auslotete und dabei die Stimme stets optimal grundierte. Es bedeutet gewiss keine Übertreibung, wenn man diese beiden Konzerte gemeinsam als eines der wichtigsten Ereignisse der neuen Kölner Konzertsaison bezeichnet. Kölnische Rundschau, den 19. November 2009 von Bernd Distelkamp Alte Sehnsucht nach dem „Zwilling“ endlich gestillt In ihrer Reihe „Im Zentrum LIED“ ging Ingrid Schmithüsen auf eine doppelte Winterreise zu Schubert Seit ihrer Studienzeit wurmt es Ingrid Schmithüsen, dass Schuberts „Winterreise“ in der Aufführungstradition zu einer Domäne für Männerstimmen wurde. Die ambitionierte Sängerin beschloss, für sich selbst eine Art Zwillings-Zyklus aus anderen Schubert-Liedern nachzubauen. Im Rahmen ihrer kleinen Kammermusikreihe „Im Zentrum LIED“ wurde das ehrgeizige Projekt nun im Belgischen Haus aufgeführt. Zuerst kam das Original dran und zwar, wie vom Komponisten ursprünglich vorgesehen, in hoher Stimmlage. Lothar Odinius, als Tamino beim Festival in Glyndebourne gefeiert, gestaltete jedes der Lieder vielschichtig und intelligent mit einer beeindruckend strahlenden und extrem wandlungsfähigen Stimme. Burkhard Kehring begeitete am Klavier gleichermaßen souverän wie einfühlsam. Hans Winking hatte in seiner Einführung die Frage aufgeworfen, ob der Schluss der „Winterreise“ denn ein Ende sei oder ein Neubeginn - der jugendlich optimistische Wanderer, den Odinius aufleben ließ, war jedenfalls an Weltschmerz und Liebesgram nicht zerbrochen, sondern gewachsen. Beste Grundlage also für einen Vergleich mit dem Parallel-Zyklus, den Ingrid Schmithüsen und ihr Pianist Thomas Palm aus der Fülle des Schubertschen Lied-Werkes zusammengestellt hatten. Das Experiment, Vertonungen in jenem abgründigen Tonfall der „Winterreise“ zu einem neuen Zyklus zusammenzustellen, gelang. Neben bekannten Liedern wie den Vertonungen von Uhlands „Frühlingsglaube“, Schillers „Schöne Welt, wo bist du“ oder Goehtes Mingon-Gedicht „Nur wer die Sehnsucht kenn“ erklangen viele unbekannte Stücke, die ganz nach Wilhelm Müllers Vorbild von Wasser, Wandern, Wald, Sturm und Wind, Hoffnung und Enttäuschung erzählten. Manche der Lieder kamen ihrem „Zwilling“ aus dem Original so verblüffend nah, dass man Text und Melodie fast hätte austauschen können. Schmithüsen und Palm erklärten den Tag, an dem sie den neuen Zyklus erstmals am Stücke spielten, als „einen der glücklichsten Moment unseres Künstlerdaseins“. Das Publikum teilte die Begeisterung mit stürmischem Applaus. Zuhörer-Zuschriften: "Diese beiden Konzerte gestern waren ein großartiges Erlebnis für mich. Es war eine Riesenleistung. Ganz ergreifend und anrührend. Diese beiden Winterreisen so nacheinander dem Zuhörer zu bieten, das war eine ganz tolle Idee. Sie hatten den schwierigeren Part gewählt, die Leute mit den weniger vertrauten Liedern zu berühren, mitzunehmen auf diese Winterreise. Sie haben das geschafft, nach diesem großartigen jungen Sänger die Hörer noch einmal zu bewegen sich ein zweites Mal auf diese dunklen Gefühle der Trauer und des Abschieds einzulassen, sie zuzulassen. Das war auch für die Konzertbesucher eine Herausforderung, wo sich doch heute immer alles nur um Spaß dreht. Ich bin sehr froh, dass ich das anhören und miterleben konnte. Die Leute aus dem Verein IZL sind ja auch alle sehr hilfsbereit und sehr nett. Es herrscht schon fast eine familiäre Atmosphäre. Wunderbar!" "Tausend Dank für den gestrigen Liederabend. Ich habe mich seit Wochen darauf gefreut, ich war ganz aufgeregt und dann bekommt man ein solches wunderschönes Geschenk! Es war grandios. Vielen Dank an Frau Schmithüsen, bitte umarmen Sie sie herzlich." "Die Winterreise war fantastisch. Auf allen Ebenen. Die Stimme von Lothar Odinius fand ich außerordentlich schön, der Pianist hat sehr, sehr gut begleitet. Ihr Gesang danach hat mich noch mal tief berührt. Sie klangen wunderbar und in Hochform." "Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Konzert gestern! Eine wirklich interessante Auswahl an Liedern mit Gelegenheit zu Neuentdeckungen, die Du wieder wunderbar vielseitig und individuell - und sehr zu Herzen gehend - interpretiert hast." "Das gestrige Konzert war ein voller Erfolg, ich war sehr glücklich, das mitzuerleben. Ihr habt Deine Idee vom "Zwilling" in bemerkenswerter Weise umgesetzt." "Aber eins muß ich jetzt doch loswerden: Das Interessante am "Zwilling" der "Winterreise" war für mich, daß es eben *kein* Zwilling, kein exaktes Spiegelbild 1:1 ist, sondern die Beziehung sich viel komplexer darstellt. Mal als Entsprechung im musikalischen Detail, mal in der Stimmung, mal in der Form, in mehreren Parametern oder nur in einem bestimmten, mal als wirkliche Entsprechung, mal als Umkehrung - und daß sich das Ganze dem Vorbild mal verblüffend annähert, mal wieder ein gutes Stück davon entfernt, und als Ganzes dann eben seine ganz eigene Geschichte auf seine ganz eigene Weise erzählt. Die Dinge setzen sich also gegenseitig ins Relief - denn umgekehrt kommt dadurch natürlich auch die Einzigartigkeit der "Winterreise" besonders gut zur Geltung. Und das geht eben auch nur in dieser Präsentationsform: Beide Zyklen im unmittelbaren Gegenüber. Also: Ich fand's so faszinierend, wie erhellend! So sollen Konzerte sein! So viel für heute..." "Es war wunderbar gestern. Das Herz und die Ohren wohl gefüllt, ja übervoll! Die zweite Winterreise müßte ich allerdings häufiger hören, zu komplex ist oft die Musik und der Text. Winking war ganz famos und hat mich sehr gefreut." "Das war wirklich eine wunderbare Veranstaltung. Eine beglückend tiefsinnige Winterreise, nach der man sonst erfüllt nach Hause gegangen wäre. Die meisten blieben aber und wurden sehr belohnt. Die zweite Winterreise stellte sich dann - bei aller Parallele der Emotionen und Empfindungen - mit ihren wunderbaren Liedern geradezu aufrüttelnd und aufmunternd dar und ließ bis zum Schluss bei den Zuhöreren keine Anzeichen der Ermüdung aufkommen. Deine Begeisterung sprang voll über. Mit Deinen wunderbaren Interpetationen hast Du Dich selbst übertroffen."
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Konzert 1 – „Passionen“ 2. September 2009 – Belgisches Haus „Liebe und Leidenschaft“ Silke Evers, Sopran – Wiebke tom Dieck, Klavier Ingrid Schmithüsen, Erzählerin Kölner Stadtanzeiger, den 4. September 2009 von Marianne Kierspel In Ekstase mit Claude Debussy Silke Evers und Wiebke tom Dieck eröffneten die Dritte Spielzeit der Konzertreihe „Im Zentrum LIED“ „Lieder sind Momentaufnahmen von Seelenzuständen“, sagt die Kölner Sopranistin Ingrid Schmithüsen. Ihr Verein „Im Zentrum LIED“ pflegt diese exquisite Kunst. Die dritte Spielzeit im Belgischen Haus wurde hinreißend eröffnet von Silke Evers (Sopran) und Wiebke tom Dieck (Klavier). Zum Jahresthema „Passionen“ präsentierte das junge Duo die Facetten „Liebe und Leidenschaft“ im Kunstlied von der Romantik bis heute, in deutschsprachigen Liedern und französischen Mélodies. Neben bekannten Liedern wie Debussys „C'est l'extase“ oder Brahms' „Meine Liebe ist grün“ gab es bemerkenswerte Entdeckungen. Das Duo präsentierte „Die Loreley“ wie eine Ballade, neue Lieder von Isabel Mundry wie Monodramen. Es ließ Mélodies sanft fließen und überraschte mit Liebesliedern von Schönberg und Webern. Silke Evers' frischer, strahlender, federleicht ansprechender Sopran konnte entzücken, ebenso ihre Klavierpartnerin, die jedes Stück sensibel, dabei klar und selbstbewusst mitgestaltete. Verlust, Verklärung Abgetastet wurden Stationen einer Liebe, Sehnsucht, Erfüllung, Verlust und Verklärung. Das Programm war ein Musterbeispiel für die ganze Reihe. Motto: von den Komponisten lernen. Haben doch Schubert, Schumann, Wolf Lieder gern zyklisch verbunden, was die Wirkung des Einzelstücks intensiviert. Das erproben zwei Duos am 15. November: Nach Schuberts „Winterreise“ mit Lothar Odinius/Burkhard Kehring stellen Ingrid Schmithüsen/Thomas Palm eine „Zweite Winterreise“ vor, die sie aus verstreuten Schubert-Liedern bauen. Zwei Konzerte ehren den großen, aber kaum populären Liedmeister Hugo Wolf (1860-1903): „Im Feuer der Walpurgisnacht“ (28. April) und „Zur Karwoche“ (31. März, ausnahmsweise in St. Aposteln). Kölnische Rundschau, den 9. September 2009 von Bernd Distelkamp Von Liebe und schaurig-schönen Ekstasen Dritte Saison der Reihe „Im Zentrum LIED“ steht unter dem Leitmotiv „Passionen“ Die verschiedenen Facetten von Liebe und Leidenschaft sollen in der neuen Saison der engagierten Kammerkonzertreihe „Im Zentrum LIED“ ausgelotet werden. Unter dem Titel „Passionen“ wird Franz Schuberts „Winterreise“ einem „Zwillingszyklus“ aus seelenverwandten Liedkompositionen gegenübergestellt, schaurig-schöne Ekstasen erwarten die Zuhörer bei einem Programm zur Walpurgisnacht, und in der Karwoche besingen geistliche Lieder von Hugo Wolf die aufopfernde göttliche Liebe zum Menschengeschlecht. Ganz irdische Gefühlsregungen standen hingegen im Mittelpunkt des Eröffnungskonzerts im Belgischen Haus. Die Sopranistin Silke Evers bot ein deutsch-französisches Repertoire aus drei Jahrhunderten (1804-2006) und besang Liebessehnsucht, Erfüllung, Verlust und Verklärung in Kompositionen von Robert und Clara Schumann, Jules Massenet, Arnold Schönberg, Ernest Chausson, Anton von Webern, Gabriel Fauré und anderen. Dabei konnte Evers mit ihrer klaren, vollen Tongebung vor allem den sinnlich glühenden Gefühlsausbrüchen der verzweifelt Liebenden eine eindringliche Stimme geben. Zu kleinen Opernszenen gestaltelte sie gar die melodramatischen Kompositionen von Isabel Mundry. Hier war die begleitende Panistin Wiebke tom Dieck, die so manchen anspruchsvollen Klavierpart zu meistern hatte (Strauss, Duparc), zusätzlich als Sprecherin gefordert. Derweil steckte die Sängerin den Kopf ins Klavier, um ihrer Stimme so gespenstisch fahlen Hall für den Kafka-Text zu unterlegen. Ein fulminanter Auftakt vor einem begeisterten, zahlreich erschienen Publikum, das sich auf die nächsten Konzerte der Reihe schon freuen kann. Köln-Bonner Musikkalender, Oktober 2009 Nr. 241 von Gunter Duvenbeck Deutsche und französische Leidenschaften Für ihre dritte Spielzeit hat sich die ambitionierte Kölner Konzertreihe „Im Zentrum Lied“ ein Thema gestellt, das wohl eines der zentralen im Kontext der Wort-Ton-Beziehungen darstellt: „Passionen“. Schon der erste Abend unter dem Motto „Liebe und Leidenschaft“ widmete sich demjenigen Aspekt, der die Dichter wohl am häufigsten inspiriert hat und im Verfolg auch die Musiker, die deren Texte vertont haben. Die Sopranistin Silke Evers näherte sich ihm in vier Schritten, sprich Liedgruppen, die unter den Themen „Liebessehnsucht“, „Erfüllung“, „Verlust“ und „Verklärung“ seine ganze Bandbreite ausschritt, und dies jeweils in der Gegenüberstellung von älteren und neueren Lyrik-Vertonungen. Die jüngsten stammten von Isabel Mundry, die Text und Stimme auf geradezu brutale Weise fragmentiert, um damit die Verletztheit, ja „Verstörtheit“ heutiger Gefühlswelten zu demonstrieren, angesichts derer es der Kunst kaum mehr gelingt, eine Vision echten Glücks zu formulieren. Die Sängerin, unterstützt von Wiebke tom Dieck am Flügel, die ihr auch sonst eine ideale Musizier-Partnerin war, ließ derlei bestürzend deutlich werden. Das Schwergewicht des Programms lag freilich auf dem 19. Jahrhundert, in dem das Kunstlied ja seine edelsten Blüten trieb, und neben den bekannten Komponisten wie Mendelssohn, Liszt, Brahms oder Strauss widmete sich Evers auch seltener Gehörtem, etwa von Franz, Clara Schumann und Schönberg. Reizvoll gestaltete sich zudem der Wechsel zwischen deutschen Liedern und französischen „Mélodies“, wobei sich schon in der Bezeichnung ein prinzipieller Unterschied zwischen der hiesigen Tradition und derjenigen unseres westlichen Nachbarlandes dokumentiert. Dahinter jedoch auch Parallelen auszumachen, war dieser Abend freilich gleichfalls angetan, zumal sich die Sängerin in beider Welten sehr zu Hause fühlt. Wenn es ab und an dabei ein wenig laut zuging, mag man dies den „passionierten“ Dichtern und Komponisten zugute halten, deren leidenschaftliche Ausbrüche sich im eher intimen Saal des Belgischen Hauses stellenweise etwas raumsprengend ausmachten. Was Stimmbeherrschung und Ausdrucksvielfalt angeht, kann man indes den Musikern nur ein hohes Lob spenden: In ihrer Darstellung gewann man den denkbar besten Eindruck, und so weckte dieser Einstieg stark die Neugier auf die weiteren Abende zum gleichen Thema. Zuhörer-Zuschriften: "Ich fand die beiden Künstlerinnen großartig. Bitte laden Sie sie sobald wie möglich wieder ein." "Das war doch wieder ein super schönes Konzert. Ich muß sagen, zum Beispiel die Loreley von Liszt ist wirklich faszinierend. Ich fand es sehr abwechslungsreich und spannend und ich finde, Silke hat einfach eine tolle Stimme und eine super Bühnenperformance. Und es ist einfach eine so schöne familiär-lockere Stimmung vor Ort. Also; Kompliment wieder einmal!" "Es war ein besonders guter und interessanter Konzertabend! Gratulation!" "Ich fand die Zusammenstellung deutscher und französischer Lieder einfach genial, eine tolle Programmidee!" "Ich fand die Einführung sehr interessant. Sie haben den Unterschied zwischen dem Singen einer Arie und dem Singen eines Liedes wunderbar erklärt. Und anschließend konnte man genau das im Konzert nacherleben. Könnten Sie mir Ihren Text zuschicken?"
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Konzert 4 – „Silhouetten“ 22. April 2009 – Belgisches Haus „The Side-Show – Charles Ives“ Ingrid Schmithüsen, Sopran – Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Kölnische Rundschau, 24. April 2009 - Kultur von Bernd Distelkamp Goethes Liebesleid vertont „Im Zentrum LIED“ zu Charles Ives Dass dieser Abend keine bierernste Veranstatlung sein würde, ahnte man schon bei der launigen Einleitung von Moderator Hans Winking: In der Reihe „Im Zentrum LIED“ drehte sich diesmal alles um Charles Ives – ein kompromissloser Komponist, der sich allen gängigen Kategorisierungen entzieht. Die originelle Sinfonik dieses musikalischen Trendsetters wird zaghaft entdeckt; sein umfangreiches Liedschaffen hingegen findet noch kaum Beachtung. Zu Unrecht, wie die Besucher des gelungenen Recitals im stilvoll-heimeligen Konzertsaal des Belgischen Hauses nun feststellen konnten. Die Sopranistin Ingrid Schmithüsen, Initiatorin und künstlerische Leiterin der Konzertreihe, hatte das Ives-Projekt zur Chefsache gemacht. Gemeinsam mit ihrem Klavierbegleiter Thomas Palm brachte sie eine repräsentative Auswahl aus dem vokalen Werk des exzentrischen Tonsetzers. Da erklangen Vertonungen literarischer Giganten wie Goethe, Lenau, Lord Byron und Rossetti über Feldeinsamkeit, Nachtgedanken und unerfüllte Liebe. Vor allem aber waren es surrealistisch-philosophische Texte aus der Feder des Komponisten selbst, die als Grundlage unterschiedlichster Klanggemälde dienten. Jedes Lied war ein Mikrokosmos für sich: Ingrid Schmithüsen entführte das Publikum in viele verschiedene Welten. Gestalterische Vielseitigkeit und die exzellente Textverständlichkeit ihres beseelten Vortrags (in englischer, französischer und deutscher Sprache) machen sie zur idealen Liedinterpretin. Schmithüsen sang die Stücke nicht bloß, sie lebte sie. Und hatte in Thomas Palm einen einfühlsamen Klavierbegleiter, der die spieltechnischen Anforderungen souverän meisterte, übermütig die Parodie eines leicht beschwiptsten „Son of a Gambolier“ untermalte, und, wo es gefordert war, auch mal beherzt den ganzen Unterarm auf die Tastatur fallen ließ. In der Fortsetzung der Konzertreihe werden ab September Lothar Odinius, Silke Evers, Erik Sohn und abermals Ingrid Schmithüsen zu hören sein. Zuhörer-Zuschriften: "Dieses Konzert war Weltklasse!" "Für mich sind die Konzerte mit IZL eine große Bereicherung." "Das war ein phantastischer Abend. Ihre Stimme war wunderbar, so warm und voll. Sie nehmen die Zuhörer gefangen, wie kaum jemand sonst, und dann lassen Sie ihn nicht mehr los. Ives war eine Entdeckung, ein Ereignis!" „Vielen Dank für den Mittwoch Abend. Das war sehr famos. Jetzt hab ich endlich mal Deine Stimme erleben können. Bravo, bravo! Dass Ives so 'ne abgefahrene Nummer sein würde, hatte ich vorher allerdings so nicht auf dem Schirm. Ich denke, die letzte Gruppe war das Beste des Abends. Nochmals, Respekt und Dank; das war ein wunderschöner Abend.“ "Ingrid fut une grande joie pour moi: AUSGEZEICHNET UND HERVORRAGEND! J' ai aimé le style, la technique, la diction, la musicalité, le soin du texte. Bref, ce fut un superbe moment dont je suis trés reconnaissante et touchée. Merci! J' oublie de préciser que la couleur de la voix m' a plue. Un vrai bonheur!" "Das war ein toller Konzertabend mit Dir und Thomas. Ich muß sehr weit zurückdenken,um mich an einen so intensiven Musikgenuß erinnern zu können. Ihr seid derart ungekünstelt, unverstellt und authentisch dem Publikum in einem äußerst dünnen Schutzmantel zugewandt, (der euch vor einem möglichen Absturz retten könnte) dass eine Musik hörbar wird, die man nur LIVE erfahren kann. Ganz sicher ist das das offene Geheimnis deines Gesangs, dass du bereit bist ein Risiko einzugehen, das keine realistische Institution der Welt (nicht einmal Ives & Myrick) absichern würde, nur dein Lebensgefühl und deine Musikleidenschaft sind das Fundament dieses schmalen Drahtseils, dass Du permanent neu aufspannst." "Ihr beide ward gestern Abend absolut auf dem Punkt. Ich war immer schon Ives-Fan, jetzt noch viel mehr." "Nochmals Gratulationen zu Eurem Liederabend. Das war ein absoluter Luxus, einen Ives-Abend zu erleben. Und das alles auswendig. Übrigens, Eure Programme sind beispielhaft, und auch zu bewundern sind die vielen wunderschönen Übersetzungen." "Den Text von Hans Winking habe ich noch einmal ganz gelesen. Das ist wunderbar als Einleitung. Er öffnet die Ohren, man ist vorbereitet für die ungewöhnlichen Lieder. Das anschließende Konzert war einfach toll."
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Konzert 3 – „Silhouetten“ 19. Januar 2009 – Belgisches Haus „Landschaftbild – Österreich“ Wolfgang Holzmair, Bariton - Russel Ryan, Klavier Otto Hagedorn, Erzähler Kölnische Rundschau, 21. Januar 2009 - Kultur von Curt J. Diederichs Unterwegs in die Berge Österreichs Alpines in der Reihe „Im Zentrum LIED“ Sie hat inzwischen ihren festen Platz in der Musikszene gefunden: die feine kleine Konzertreihe „Silhouetten“. Mit Außergewöhnlichem will sie ihre Zuhörer im Konzertsaal des Belgischen Hauses beschenken, und da lässt sich auch bei „Im Zentrum LIED“ Interessantes entdecken. Im dritten Konzert der Saison waren es Lieder von Ernst Krenek, die – kombiniert mit Liedern von Franz Schubert – ein „Landschaftsbild Österreichs“ skizzierten. Es sind Momentaufnahmen, Reflexionen zweier österreichischer Komponisten aus ganz verschiedenen Epochen. Unverkennbar standen Schuberts „Lieder aus der Bergwelt“ Pate für Kreneks „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“ von 1929. Es wurde deshalb auch nicht als Stilgemisch empfunden, wenn der Bariton Wolfgang Homzair im Wechsel Lieder des einen oder des anderen sang, denn beide Komponisten fangen auf ihre Art – sagen wir – alpine Stimmungen ein. Und doch gelang es dem Sänger dank einer vorbildlichen Nuancierungskunst die jeweilige Art der musikalischen Umsetzung der Impressionen nachzuzeichnen, hie und da in der Lautstärke nicht genug dem intimen Raum angepasst. Russell Ryan war ihm ein kluger Mitstreiter am Klaiver, denn auch er musste Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen. Beide Künstler wussten sehr fein Idyllisches von Schauerlichem (Kreneks „Friedhof im Bergdorf“) zu trennen. Ein beglückender Abend. Köln-Bonner Musikkalender, (Ausgabe Nr. 235, Februar 2009) Musikchronik von Gunter Duvenbeck Schubert und Krenek ergänzten sich in idealer Weise Mit seinem „Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen“ schuf Ernst Krenek ein einzigartiges Pendant zu den großen Liederzyklen der Romantik, das auch mehr ist als nur eine Reaktion des „modernen“ Menschen im 20. Jahrhundert auf die Vergangenheit. Mit ihren vielfältigen Anspielungen bieten sie sich freilich an, den Liedern des „Vorbilds“ Franz Schuberts gegenüber gestellt zu werden, und dies genau tat der Bariton Wolfgang Holzmair mit seinem Programm „Landschaftsbild-Österreich“, das er im Rahmen der Kölner Reihe „Im Zentrum Lied“ im Belgischen Haus darbot, bei dem sich Lieder Schuberts und Kreneks ständig abwechseln und so Bezüge und Strömungen aufscheinen, die eine oft verblüffende geistige und auch musikalische Verwandtschaft erkennen lassen. Gelegentlich mochte man gar zu Anfang eines Liedes im Unklaren darüber sein, aus welcher Feder es stammte - Beweis für Schuberts „Modernität“ ebenso wie für die Anverwandlung seiner typischen Diktion durch Krenek. All dies gewann unter den Händen Holzmairs und seines exzellenten Begleiters Russel Ryan intensive Gestalt, und wenn sich der Sänger auch einer korrekten „deutschen“ Aussprache befleißigte und nicht so stark wie sein Landsmann Patzak in seiner großartigen historischen Aufnahme die so typisch österreichische Diktion durchscheinen ließ, blieb in seiner Darstellung doch noch genügend Charakteristisches, das ihn als idiomatischen Interpreten des „Alpenbewohners“ kennzeichnen mochte. Bleibt fest zu halten, dass Holzmairs Schubert-Gesang (hier besonders in „Über Wildemann“ oder „Schäfers Klagelied“) zum schlichtweg besten und ergreifendsten gehört, den man gegenwärtig überhaupt hören kann. Zuhörer-Zuschriften: "Ich bin wegen Wolfgang Holzmair aus der Schweiz angereist. Es war ein ein wunderbar lohnender Aufwand. Ich habe jeden Ton, jedes Wort, jeden Augenblick genossen. Und die Athmosphäre im Belgischen Haus ist einmalig." "Russel Ryan ist perfekt, einfach perfekt. Ein toller Begleiter!" "Danke, daß Sie Wolfgang Holzmair zu diesem fabelhaften Abend haben überreden können: es war ein tolles Erlebnis." "Das war gleichzeitig höchstes künstlerisches Niveau und grandiose Unterhaltung im besten Sinne!" "Der gestrige Abend war wieder ein besonderes, ich möchte sagen: ganz besonderes Erlebnis. Da konnte man mal wieder, durch Wolfgang Holzmair sehr eindruckvoll gestaltet, interessante Neuentdeckungen machen. Krenek ist sprachlich wie musikalisch eine Bereicherung." "Krenek hat gehalten, was Otto Hagedorn zuvor versprochen hat. Tolle Musik!" "Wolfgang Holzmair ist ein umwerfender Gestalter. Ich kann es nur mit den Worten von Curt Diederichs wiederholen: ein beglückender Abend!"
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Konzert 2 – „Silhouetten“ 19. November 2008 – Belgisches Haus „Stéphane Mallarmé – Der Unfaßbare“ Agnès Mellon, Sopran - Christian Ivaldi, Klavier Hans Winking, Erzähler Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 233, Dezember 2008) von Gunter Duvenbeck Vertonte Dichtung aus Frankreich Im „Belgischen Haus“ begegnete man der französischen Sopranistin Agnès Mellon, die sich vor allem im Bereich der „Alten Musik“ einen Namen gemacht hat. Sie ist aber auch eine famose Interpretin der typischen französischen „Mélodie“, jenes unverwechselbaren Pendants zum deutschen Kunstlied, das sich noch intensiver als dieses den literarischen Vorlagen anschmiegt und sie musikalisch überhöht. Im Untertitel hieß dieser Abend im Rahmen der Serie „Im Zentrum Lied“ denn auch „Stéphane Mallarmé - der Unfassbare“, dessen Gedichte in kongenialer Vertonung von Milhaud, Debussy und Ravel den Kern eines Programms bildeten, das daneben aber auch Lieder nach Dichtungen von Baudelaire und Verlaine enthielt, die sich ebenfalls ihrer sprachlichen „Musikalität“ halber zur Vertonung etwa durch Meister wie Fauré und Duparc anboten. Die Sängerin, höchst einfühlsam von dem hierin so erfahrenen Pianisten Christian Ivaldi sekundiert, erfreute durch präzise Deklamation und klaren, aber nicht zu starken Ton, dem kleineren Rahmen des Saales bestens angepasst. Zuhörer-Zuschriften: "Großen Dank für das Programm mit ausschließlich französischer Musik. Und dann noch so großartig interpretiert." "Es war ein super schöner Konzertabend am Mittwoch, ich kannte doch einige der Lieder nicht und manche davon alleine waren den Besuch des Konzerts schon wert! Und ich fand Christian Ivaldi einen unglaublich souveränen Begleiter, wie man ihn seltenst zu hören bekommt." "Das Konzert war ganz wunderbar, eine hochkarätige Veranstaltungen! Ich bin völlig begeistert, einmal so viel französische Mélodie gehört zu haben. Agnès Mellon hat einen wunderbaren Personalstil und ungeheuren Charme." "Vielen, vielen Dank noch einmal für das traumhafte Konzert!" "Am tollsten fand ich, daß Hans Winking in der Einführung gesagt hat, man müsse Mallarmé nicht "verstehen". Das hat mich beruhigt und entspannt und ich konnte das Konzert mit der phantastischen Agnès Mellon einfach genießen." "Ich kannte Agnès Mellon bisher nur als Interpretin Alter Musik. Ich war ganz überrascht von ihrer Stimme, wenn sie Lieder singt. Sie klingt dann ganz anders. Wie schön, ihre Vielfältigkeit zu entdecken. Die Lieder waren bewegend."
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Konzert 1 – „Silhouetten“ 8. Oktober 2008 – Belgisches Haus „Der Visionär – Friedrich Hölderlin“ Markus Schäfer, Tenor - Christian de Bruyn, Klavier Otto Hagedorn, Erzähler Kölnische Rundschau, 10. Oktober 2008 - Kultur von Matthias Corvin Hoffnung und Klage "Im Zentrum LIED": Der Tenor Markus Schäfer gab einen Abend mit Hölderlin-Vertonungen Mit dem Tenor Markus Schäfer war für die Eröffnung der zweiten Spielzeit der Reihe "Im Zentrum LIED" ein herausragender Sänger gewonnen. Im Belgischen Haus am Neumarkt präsentierte er mit seinem Liedbegleiter Christian de Bruyn ein sehr ehrgeizigers Programm: moderne Hölderlin-Zyklen von Paul Hindemith, Wilhelm Killmayer und Benjamin Britten. Keine leichte Kost, doch sicher Maßstäbe der Liedvertonung im 20. Jahrhundert. Die visionären Verse des genialen Dichters zwischen Hoffnung und Klage reizten diese Komponisten ganz besonders. Der früh von einer Geisteskrankheit heimgesuchte Hölderlin wurde für die Musik allerdings erst spät endeckt. Die Romantik war in diesem Programm daher nur mit ein paar Liedern von Peter Cornelius, Max Reger und Hans Pfitzner vertreten. Konzentriert und mit hell-kernigem Timbre gestaltete Markus Schäfer die anspruchsvollen Gesänge. Für Brittens "Six Fragments" modulierte er seinen Tenor in vielfältige Richtungen, verband die Phrasen mit schönem Legato. Dabei blieb er immer textdeutlich. Schäfer brauchte etwas Zeit, um sich auf den kleineren Saal einzustellen. Hindemiths "Sechs Lieder nach Hölderlin" ging er anfangs ein wenig laut an. Zum Höhepunkt wurden sicher die frei deklamierten Hölderlin-Lieder des Orff-Schülers Wilhelm Killmayer. Sein 1983 bis 1987 entstandener zweiter Zyklus imitiert die antike Wortmelodie sehr eindrucksvoll. Den fremdartigen Intervallen der Singstimme ist eine klanglich raffinierte Klavierbegleitung beigemischt. Christian de Bruyn gab den verschiedenen Anschlagsarten Eigenleben, betonte die exotische Farbe des Klavierparts, der in ein surreales "Griechenland" entführt - so der letzte Liedtitel. Fast wagnerisch wirkte daneben Peter Cornelius "Sonnenuntergang" aus dem Jahr 1862, etwas pathetischer Regers "Ihr, ihr Herrlichen". Als Markus Schäfer nach dem Schlußapplaus frage: "Was möchten Sie aus dem Programm denn noch einmal hören?" schallte der name "Pfitzner" aus den hinteren Reihen. Dessen "Abbitte" bildete gleichsam einen Spagat zwischen den romatischen und moderenen Vertonungen. Weitere Konzerte: 19. November 2008, 19. Janaur und 22. April 2009 Zuhörer-Zuschriften: "Das war wieder ein schöner Abend. Das Konzert klingt in seiner herben Schönheit sehr nach." "Mein Gott, ist Markus Schäfer ein toller Liedsänger. Mit welchem Schmelz er diese schwierigen Lieder singt. Das muß doch jeden mitreißen." "Herzlichen Glückwunsch nochmal zu dem schönen Konzertabend gestern, der mir sehr viel Spaß gemacht hat! Für mich waren die Lieder eine Entdeckung. Ich hätte nie gedacht, daß Hölderlin so sinnlich sein kann. Und Markus Schäfer und Christian de Bruyn waren einfach großartig." "Das war keine leichte Kost, aber absolut lohnend, wenn man sich darauf einließ." "Killmayer war herausragend, so schlicht und doch ergreifend. Ich wußte nicht, daß man einen Text so vertonen kann. Ein großes Erlebnis für mich." "Für mich war es der bisher schönste Abend bei Im Zentrum LIED."
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Radio-Sendung WDR 3 Live-Mitschnitt des Konzerts „Betrachtungen zum Abschied" Sendedatum 11. März 2009 Zuhörer-Zuschriften: "Am 11. März habe ich in WDR 3 Ihr schönes Lieder-Konzert gehört und war sehr angetan von Moderation und Zusammenstellung der Lieder. Besonders der durchgehende Fluss mehrerer Liedkomponisten hintereinander, wie Kurtág und Schubert, hat mir gut gefallen. Interpretation 1A! " "Heute gab es nun etwas ganz Besonderes: Im Radio WDR 3 kam die Übertragung des Konzerts im Belgischen Haus, unter dem Titel "Betrachtungen zum Abschied", am 20.2.08 - bei dem ich leider nicht dabei war. Der ganze Abend damals, so natürlich auch vorhin im Radio, war ernst, sehr ernst. Und das ganze zwei Stunden, nachdem im Fernsehen die grausame Nachricht von dem Geschehen in Baden-Würtemberg (Anmerkung der Redaktion: Amoklauf in Winnenden) durchgekommen war, der Tod vieler junger Menschen, durch den unzählige Menschen noch in Schock stehen und auch wir Fernseher betroffen sind. Da wirkte Dein Vortrag der Lieder, die Du damals gesungen hast, ganz besonders stark. Ich liebe Mahler und seine Musik. Beim Gesang der Kindertotenlieder sind auch mir die Tränen gekommen." "Habe gerade Radio gehört (Betrachtungen zum Abschied). Dein Kurtág-Vortrag hat mich sehr beeindruckt und neben vielem anderen besonders der "Belsazar". So bestätigte sich einmal mehr, dass es weniger entscheidend ist welcher Stimmtyp singt, sondern vielmehr WIE man es singt! Mit Thomas Palm hast Du ja auch einem ausgezeichneten Begleiter an Deiner Seite." "Vor zwei Wochen habe ich zufällig WDR 3 abends um 20 Uhr gehört und gleich gedacht, diese Sopranstimme kennst Du doch. Und tatsächlich warst Du es unverkennbar mit Thomas am Klavier. Es hat mir ausgezeichnet gefallen, eine schöne Auswahl bzw. Zusammenstellung von Liedern. Das Moderne liegt Dir besonders gut und der Mahler war unglaublich ausdrucksstark."
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Radio-Sendung DLF Über Im Zentrum LIED Sendedatum 2. Februar 2009 Zuhörer-Zuschriften: "Das war eine tolle informative Radiosendung und Deine Begeisterung fürs Lied kam phantastisch rüber." "Erst kam der Kinkel-Beitrag mit Ihnen und dann folgte gleich der Beitrag über Im Zentrum LIED. Schmithüsen geballt; das war klasse." "Gestern habe ich voller Freude und Bewunderung Dein Interview im DLF gehört. Weisst Du was? Man könnte sich bereits allein in Deine Sprechstimme verlieben! Das war ja entzückend, wie Du lebendig, fröhlich und spontan sprachest - und lachtest. Eine grosse Freude, zuzuhören!"
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Konzert 4 – „Reflexionen“ 30. April 2008 – Belgisches Haus „Des Waldes Widerschein“ Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 229, Juni 2008) Musikchronik von Gunter Duvenbeck Im Zentrum LIED mit Waldromantik Die deutsche „Waldromantik“ ist ja ein Topos der Dichter und Komponisten, aber man darf, ja sollte den Begriff weiter sehen, wie es jetzt die Sopranistin Ingrid Schmithüsen und ihr Begleiter Thomas Palm im „Belgischen Haus“ taten, indem sie unter dem etwas neutraleren Begriff „Des Waldes Widerschein“ den Bogen von Mozart bis zu Hans Werner Henze spannten und neben der Idyllik auch die gefahrvollen Kehrseiten der Thematik beleuchteten. Vor allem konnte die Sängerin hier, obwohl sie ja Opern-Auftritte verschmäht, ihre sehr wohl bühnenreife Gestaltungskunst voll zur Geltung bringen und in wenigen Minuten dem Zuhörer ganze Dramen stimmlich wie optisch vergegenwärtigen - Liszts ins Opernhaft-dramatische vorstoßende „Die Loreley“ wäre da zu nennen, wo sie auch ungeahnt kraftvolle Ausbrüche wagte. Henzes sarkastischer „Schluss“ auf einen Enzensberger-Text markierte zugleich das Ende der ersten Saison dieser neuen und hoch interessanten Reihe „Im Zentrum Lied“, die aber zum Glück im kommenden Herbst fortgesetzt werden wird. Das Duo Schmithüsen-Palm hat mit seiner verdienstvollen Initiative dem Kölner Musikleben jedenfalls eine ganz neue und tiefe Dimension erschlossen. Zuhörer-Zuschriften: „Für dieses Programm bekommst Du von mir die goldene Nadel am Band für Programmgestaltung.“ „Sie haben ja sehr schöne Lieder gesungen!!! Schönen Dank für die feine Musik! Das letzte Stück fand ich besonders gelungen: Der Schluss von Enzensberger und Henze!“ „Das war wieder ein schöner, erlebnisreicher Abend für mich. Das Konzert war phantastisch, ein tolles Programm. Sie verstehen es bestens, die Leute auf diese wechselnde Gefühlsreise mitzunehmen, durch Ihre Intensität, Ihre Hingabe an Text und Musik, es haut mich jedesmal um. Durch Ihre Darbietung fügen Sie Bild an Bild, spielen mit den kleinen musikalischen und sprachlichen Kostbarkeiten. Ich bin sehr froh, daß ich Ihnen zuhören konnte." „Ich habe eine Mitarbeiterin zum Konzert mitgebracht. Die ist jetzt auch Fan von Ihnen.“ „Ganz herzlichen Dank für das schöne Konzert heute Abend im Belgischen Haus. Da war doch Vieles, was ich noch nicht kannte. Und Du hast sehr sehr überzeugend gesungen! Ganz besonders schön fand ich Dein Farbenspektrum bei Fanny Mendelssohn. Das war schon 'was ganz Besonderes! Seltsamerweise neu war für mich auch der Liszt, den ich immer wieder aufs Neue bewundere in seinem spekulativen Ansatz, der so Vieles in Frage stellen kann. Und auch er war wunderbar umgesetzt! Herzlichen Glückwunsch! Und das Programm selber war auch eine richtig gute Idee. Und welchen Farbenreichtum am Klavier konnte man hören! Ich wollte eigentlich schon gestern nach Holland fahren, bin nun aber froh, dass ich gleich erst fahre und das Konzert noch gehört habe.“ "Meine Ohren waren sehr glücklich gestern. Das war ein wunderbares Konzert mit einer großen Vielgestaltigkeit. Bewundernswert Deine Gestaltungskraft, mit der Du jedem Lied das ihm eigene charakteristische Profil gegeben hast. Es war auch sehr interessant und lehrreich, das Liedthema Wald einmal durch verschiedene Musikepochen und Stilrichtungen hindurch verfolgen zu können. Die Erzählungen von Hans Winking passten sehr gut zu der Vielgestaltigkeit des Abends."
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Konzert 3 – „Reflexionen“ 19. Februar 2008 – Belgisches Haus „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ Gerhild Romberger, Mezzosopran - Miroslav Kroupa, Klavier Hans Winking, Erzähler Kölnische Rundschau, 22. Februar 2008 - Kultur von Johannes Zink Rütteln am Gitter der Tradition Feine Wiener „Reflexionen“: Liederabend im Belgischen Haus In eine Zwischenwelt entführte ein Konzert in der Reihe „Reflexionen“ im Belgischen Haus. Werke von fünf Komponisten, in deren Liedschaffen sich der „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ spiegelt, standen auf dem Programm der Mezzosopranistin Gerhild Romberger und ihres Klavierbegleiters Misoslav Kroupa. WDR-Redakteur Hans Winking stimmte auf diese Zeitreise ein. Mit hintergründigen und geistreichen Anmerkungen skizzierte er das Szenario, in dem seinerzeit die Werke Mahlers, Zemlinksys, Schönbergs, Schrekers und Korngolds enstanden sind. Jeder der Komponsisten war auf seine Weise noch der narkotisierenden Überfülle der Spätromantik verpflichtet, und jeder rüttelte an den Gitterstäben der überkommenen Ästhetik. Ein Tanz auf Messers Schneide, der an die künstlerische Ausführung höchste Anforderungen stellt. Gerhild Romberger trat dieser Aufgabe mit einer beeindruckenden Gestaltungskraft entgegen. Die Zahl der Sängerinnen, die diesem heiklen Repertoire mit seiner morbiden Feinnervigkeit gewachsen sind, dürfte nicht eben groß sein. Romberger gehört unstrittig dazu. Dass ihr offenbar durch eine leichte Indisposition die Höhen nicht ganz so lagen und sie sich gelgentlich ein paar textliche Nachlässigkeiten gönnte, hat sie mit unerschütterlicher Souveränität und der großen tragischen Geste ihrer Interpretation mehr als wettgemacht. Wieviel Wärme, wieviel Substanz in „Nicht Wiedersehn“ aus Mahlers „Wunderhon“-Liedern, und was für schöne Empfindsamkeit in Korngods „Lieder des Abschieds“. Alles stand mit bester Sicherheit auf Kroupas Klavierfundament. Großer Beifall für ein Konzert, das von Mahlers Rückert-Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ gekrönt wurde. Zuhörer-Zuschriften: „Was für eine Stimme! Ich bin hingerissen! Wenn Sie immer so ein Händchen mit der Auswahl ihrer Künstler haben, fürchte ich, muß ich zu jedem Konzert kommen.“ „Korngold war der Höhepunkt!" „Und immer wieder ein Mahler-Lied, quasi als trüber Refrain, wie eine Vorahnung. Unheimlich und überwältigend! Ich kann mir keine schönere Stimme als die von Gerhild Romberger für dieses Programm vorstellen. Bravo!“ „Ein sehr überzeugendes Programm, überaus überzeugend interpretiert, und ein toller Hans Winking!“ „Bitte teilen Sie Gerhild Romberger mit, dass ich sowieso ihr Fan bin, aber dass ich sie und dieses Programm so packend fand, wie ich es nicht in Worte fassen kann.“ „Wen dieses Konzert und diese Stimme nicht begeistert hat, dem ist nicht zu helfen.“
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Konzert 2 – „Reflexionen“ 20. Februar 2008 – Belgisches Haus „Betrachtungen zum Abschied“ Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Köln-Bonner Musikkalender (Ausgabe Nr. 227, April 2008) Musikchronik von Gunter Duvenbeck Hintergründige Liedgstaltung auf erlesenstem Niveau Auf dem Gebiet des Liedgesangs gibt es seltene, inkommensurable Ausnahme-Erscheinungen. Zu diesen zählt die Kölner Sopranistin Ingrid Schmithüsen, die zusammen mit ihrem Begleiter Thomas Palm jetzt eine eigene kleine Konzertreihe ins Leben gerufen hat, die Programme offeriert, die man in solch thematischer Konsequenz, wie es hier der Fall ist, noch kaum je erlebt hat. So stand eine Gruppe von Schubert-Lieder unter dem Leitmotiv „Abschied eines Soldaten“, und die hintergründige Ironie in Heine-Schumanns „Die beiden Grenadiere“ wird wohl selten so greifbar wie in dieser Interpretation. Mahlers „Kindertotenlieder“ standen ebenfalls auf dem Programm, und hier erreichte Schmithüsen in ihrer geradezu physisch spürbaren, affektgeladenen Darstellung der von unsagbarer Trauer durchwehten Dichtung und Musik ein seltenes Maß an Durchdringung, wobei der Begleiter durch das perfekte Zusammengehen mit ihrer Stimme den tiefen Eindruck dieser Wiedergabe noch wesentlich verstärken konnte. Den „Klassikern“ Schubert, Schumann und Mahler wurden sehr eindrucksvoll vorgetragene Vertonungen des Ungarn György Kurtág gegenübergestellt, die allein schon ihrer aphoristischen Kürze wegen allerhöchste Konzentration verlangen. Doch gerade hieran bewährte sich das Duo Schmithüsen-Palm in exemplarischer und kongenialer Weise: In wenigen Sekunden eine unverwechselbare, intensive Stimmung zu evozieren, das ist erlesenste Kunst! Zuhörer-Zuschriften: „Es war ein sehr anspruchvolles, aufwühlendes Konzert. Ich glaube, daß Sie die Leute wirklich berührt haben. Das Herz ist noch so voll von dem gestrigen Erlebnis.” ”Ich fühle das dringende Bedürfnis, Ihnen noch einmal zu gratulieren zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Einen so anspruchsvollen Liederabend mit so intensiver seelischer Beteiligung, der Ihnen und Ihrem ebenso bewundernswerten Partner am Flügel weit mehr abforderte als "nur" grandiose technische Routine, habe ich in meiner doch schon fast fünfzigjährigen "Karriere als Konzertbesucher" noch nie registrieren können. Und die wirklich außergewöhnliche Anspannung und Disziplin im Publikum zeigt mir, dass ich mit meiner Einschätzung sicher nicht allein dastehe.” ”Das Konzert war wirklich toll. Vielen Dank dafür! Die Schubert-Lieder habe ich erst gar nicht als Schubert erkannt, weil sie so progressiv und neu klangen. Und dieses Altungarisch, sicher sehr schwierig zu lernen wie eine prähistorische Felsenzeichnung. Und obwohl ich die Kindertotenlieder nun wirklich schon einige Male auf CD gehört habe, ist das etwas ganz anderes, sie so intensiv zu hören.” ”Was für eine wunderbare Künstlerin” „- wie schon "live" gesagt - sehr bewegend und außergewöhnlich - Ein liederabend, wie man ihn nicht so oft geboten kriegt - und Du hast Dich mit allen Möglichkeiten dieser gigantischen Musik "zur Verfügung" gestellt, das traut sich nicht jeder - (oder kann es nicht :)” “Auf diesem Wege die herzlichsten Glückwünsche zum gestrigen Konzert. Ich war etwas aufgelöst und hatte dann keine Lust auf das Gedränge – ich hoffe Sie verstehen das.” “Mir haben die beiden Abende aussergewöhnlich gut gefallen, das möchte ich mit Nachdruck noch einmal sagen. Einmal die Reise durch die morbiden Zeiten von vor Einhundert Jahren mit Gerhild Romberger, dann die Mischung von 19. Jahrhundert mit Zeitgenössischer Musik. Sehr angesprochen hat mich die Musik von Kurtág. Äusserst interessant, den Spannungen zwischen Sänger und Klavier zu lauschen. Für mich ist es auch eine grandiose Leistung, diese Texte in einer so fremden Sprache zu singen. Jetzt freue ich mich schon auf das letzte Konzert im April.” “Seit dem 20.2. im Belgischen Haus möchte ich Euch schreiben und mitteilen, dass ich den - für mich nach vier Jahren - zu tiefst ersehnten, ersten Liederabend wunderbar und sehr bewegend fanden. Unser Versuch, Euch direkt danach zu sprechen, gelang nicht. Es wollten einfach viel zu viele hinter die Bühne. Danke daher auf diesem Wege. Sendet mir Eure Programme und Konzerte zu. Ich bin nach wie vor eine besondere Anhängerin dieser Gattung und Eurer Interpretation!”
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Konzert 1 – „Reflexionen“ 13. November 2007 – Belgisches Haus „Herbstspiegelung“ Thomas E. Bauer, Bariton - Uta Hielscher, Klavier Hans Winking, Erzähler Kölner Stadtanzeiger, 15. November 2007 - Kultur von Marianne Kierspel Mit Gefühl, Verstand und herbstlicher Stimmung Das erste Liedkonzert im Belgischen Haus erwies sich als ein voller Erfolg. Gute Nachrichten für Liedfreunde: Die neue Konzertreihe im Belgischen Haus, ihr Konzept und Raum, geben dem anspruchsvollen Klavierlied eine schöne Heimat. Hans Winking beschrieb in der humorigen Vorrede die intime Spielart, die angestrebt wird, als Symbiose von Poesie und Musik: Musik vertieft die Poesie und wird selbst wieder konkret. Beides behielt das Liedduo Thomas E. Bauer und Uta Hielscher im Blick, es bewegte Herz, Sinn und Verstand. Melancholie und Einkehr passten zum Thema „Herbstspiegelung“, aber auch Liebes- und Reiselust. Alle Facetten spielte der Bariton, trotz Heiserkeit, in Schumanns Kerner-Liedern op. 35 aus, Herzweh, leise Trauer, jugendlichen Übermut. Das Klavier schürte und spiegelte die Emotionen oder kontrapunktierte sie. Eine erstaunliche Nähe zur Romantik entdeckte das Duo in Wolfgang Rihms Zyklus „Nebendraußen“ (1998) auf Gedichte von Hermann Lenz. So reichte das Spektrum von Skizzen und schlichten Strophenliedern bis zur Ballade. Strauss' frühe Geniestreiche (aus op. 10 auf Gedichte des Tirolers Hermann von Gilm) fügten Pomp hinzu. Dass seine prunkende „Zueignung“ den sonst so sensibel und kundig komponierten Abend beschloss, quittierte das Publikum mit einverständigem und zustimmendem Lächeln. Zuhörer-Zuschriften: ”Es war ein mich sehr beeindruckendes Konzert. Hoffentlich bleibt diese Reihe bestehen.” “Es war ein sehr intensiver Dienstagabend. Vor allem der zweite Teil mit Wolfgang Rihm hat mir gut gefallen. Thomas Bauer hat super gesungen.” „Es war einfach ein phantastischer Start in die Reihe. Das Programm und die Künstler waren restlos überzeugend.“ ”Ich komme erst jetzt dazu, Ihnen zum sehr erfolgreichen Start von Im Zentrum LIED zu gratulieren. Die Presse war ja – zu Recht - sehr angetan, und in mir klingen die Schumannlieder noch nach.” “Thomas Bauer war ein großes Erlebnis für mich. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie ihn eingeladen habe. Ich habe den Film Winterreise in Sibirien gesehen. Aber diesen Sänger live zu erleben, ist etwas ganz anderes. Er ist ein wirklicher Liedsänger in der Vielfalt seiner Gestaltung, in den Nuancen seines Ausdrucks und in seiner Risikobereitschaft, um des Aussage willen, sogar mit einer leichten Indisposition die zauberhaftesten Farben zu riskieren. Das hat mich tief bewegt.”
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Präsentation der neuen Liedreihe Im Zentrum LIED Kölner Stadtanzeiger 13. November 2007 - Kultur von Marianne Kierspel
„Die Vielfalt der Pianonuancen“ Ingrid Schmithüsen besingt ein breites Spektrum von Barock bis Moderne - und ist vor allem liedbegeistert. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Frau Schmithüsen, große Häuser reduzieren ihr Liederabendangebot. Sie aber beginnen in Köln eine eigene Reihe zur Spielart Lied ... INGRID SCHMITHÜSEN: Seit ich mit 16 zum ersten Mal Hugo Wolf gesungen habe, wusste ich: Ich will Lieder singen! Jetzt stelle ich meine Erfahrungen als Liedsängerin auf eine breitere Basis, mit Kollegen, die ebenfalls für das Lied brennen. In der Eröffnungsspielzeit sind der Bariton Thomas E. Bauer und die Mezzosopranistin Gerhild Romberger mit Klavierpartnern dabei. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Warum haben Sie den Verein „Im Zentrum Lied“ gegründet? SCHMITHÜSEN: Mein Agent Andreas Braun hat zur Vereinsgründung geraten. Wir sind „gemeinnützig“. Uns helfen die Stadt, SK Stiftung, Sponsoren. Der WDR schneidet mit. Und Dietrich Fischer-Dieskau, einer meiner Lehrer, hat spontan die Schirmherrschaft übernommen. Er ist von unserem Konzept überzeugt. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Sie vergleichen Liedzyklen von Schubert oder Schumann gern mit privaten Tagebuchnotizen zu einer verborgenen Geschichte. Braucht das Lied einen intimen Rahmen wie das Belgische Haus? SCHMITHÜSEN: Ja, jedenfalls für unsere Liedgeschichten. Wir präsentieren auch Meisterwerke, die noch kaum einer kennt. Neue zeitgenössische Lieder stellen wir neben bekannte. So nimmt man selbst berühmteste Lieder von Schubert oder Strauss neu und anders wahr. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Seit Ihrer Kölner Studienzeit kennt man Sie als Solistin in Oratorien und Passionen, aber auch als Sängerin, die für neue Musik seit Schönbergs „Pierrot Lunaire“ einnehmen kann & SCHMITHÜSEN: Ja, am „Pierrot“ kommt heute kein Komponist mehr vorbei. Ich singe ihn bald wieder in Kanada. Schönberg hat mit neuen Gesangstechniken Türen für eine neue Ausdruckswelt aufgestoßen. Übrigens habe ich schon als Schülerin im Jungen Chor Aachen gelernt, offen für neue Musik zu sein: Nicht zu früh urteilen, ausprobieren! Wenn sie während der Arbeit interessant bleibt, zeigt das ihre Qualität. Ich bin im Zweifel für das Neue. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Schreiben Komponisten heute noch Lieder für Stimme und Klavier? SCHMITHÜSEN: Ja, obwohl seit „Pierrot lunaire“ mehr für Ensemble mit Stimme entsteht. Wir haben tolle Klavierlieder von György Kúrtag entdeckt. Er schreibt so kurz wie Webern, klar, pointiert, mit eigener Metrik. Ich stelle mit meinem Klavierpartner Thomas Palm Kúrtag direkt neben Schubert, Schumann und Mahler. Das verändert die Perspektive, selbst auf Mahlers bekannte Kindertotenlieder. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Haben Sie auch Oper gesungen?
SCHMITHÜSEN: Ja, Barockopern von Scarlatti oder Rolle. In großen Opernhäusern aber muss man noch immer laut singen. Und ich wollte die Vielfalt der Pianonuancen nicht verlieren, die man für Lieder und Kammermusik braucht. Ich singe gern in kleinen Ensembles für Alte und Neue Musik, am liebsten ohne Dirigenten. Da muss man sich mehr verständigen und kommt besser ins Zusammenspiel. KÖLNER STADT-ANZEIGER: Wie bringen Sie dem Publikum die Spielart Klavierlied nahe? SCHMITHÜSEN: Über Sprache, sie findet ja heute wieder mehr Publikum, denken Sie an die Lit Cologne. Doch soll kein Moderator die ganz eigene Sprache der Musik stören. Also heißt unsere Lösung: 15 Minuten Auftakt mit einem Erzähler. Hans Winking freut sich auf diese Aufgabe. Das Publikum kennt seine Stimme aus dem Radio, bei uns kann es Winking auch sehen. (Das Gespräch führte Marianne Kierspel) Kölnische Rundschau, 1. August 2007 - Kultur von Hanna Styrie
Schnell auf den Punkt kommen
Sängerin Ingrid Schmithüsen hat den Verein „Im Zentrum LIED“ gegründet „Dem Lied wird in der Kammermusik nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, hat Ingrid Schmithüsen festgestellt. Deshalb ist die Sängerin in die Offensive gegangen und hat den Verein „Im Zentrum Lied“ gegründet, mit dem sie demnächst in Eigenregie eine Reihe von Liederabenden veranstaltet. Gerade mal vier Monate hat die tatkräftige Sopranistin von der ersten Idee bis zur Umsetzung gebraucht. Inzwischen zählt der junge Verein über 40 Mitglieder; als Schirmherrn gewann Schmithüsen ihren früheren Lehrer Dietrich Fischer-Dieskau. Neben der Lautsprecher-Firma Sennheiser konnte sie den WDR und eine Reihe weiterer Sponsoren mit ins Boot holen.
Schauplätze der Konzerte, die Schmithüsen und ihr langjähriger Klavierpartner Thomas Palm sowie weitere Liedduos gestalten, sind die Aula der Apostelnkirche und der Konzertsaal im Belgischen Haus. „Im Lied werden teifgründige Dinge berührt“, begeistert sich die Sängerin, die einen vierteiligen Zyklus unter dem Thema „Reflexionen“ konzipiert hat. Dem Konzert geht jeweils eine viertelstündige Einführung voraus.
Den Auftakt bestreiten der Münchner Bariton Thomas E. Bauer und Uta Hielscher, die in einem Programm zwischen Robert Schumann und Wolfgang Rihm die „goldene Seite des Herbstes“ beleuchten. Danach widmen sich Ingrid Schmithüsen und Thomas Palm Györgi Kurtág, dem sie Lieder von Schubert, Schumann und Mahler zur Seite stellen.
Gerhild Romberger und Miroslav Kruppa stellen am 19. Februar 2008 Lieder der Jahrhundertwende vor, die zwischen Lebensüberfülle und Kriegsvorahnung balancieren. Mahler, Zemlinsky und Schönberg gehören hier zu den Komponisten. „Der Widerschein des Waldes“ glänzt über dem Konzert am 30. April, bei dem erneut das Duo Schmithüsen/Palm auftritt. Dabei reicht die Bandbreite von Schumann bis Hans Werner Henze.
Ingrid Schmithüsen hat die Sängerinnenlaufbahn aus Liebe zum Lied eingeschlagen. „Wie man dabei in kurzer Zeit auf den Punkt kommen muss, ist einfach faszinierend“, schwärmt sie. Zu ihren persönlichen Favoriten gehört Hugo Wolf, „der Sigmund Freud in der Musik“, doch auch das Liedschaffen von Franz Liszt und Charles Ives soll vorgestellt werden. „Bei uns treten Leute auf, die ihr Metier mit Leidenschaft betreiben“, so die Künstlerin.
Auf lange Sicht plant sie Mitschnitte der Konzerte, die vielleicht einmal unter eigenem Label vertrieben werden sollen; angedacht sind auch Meisterklassen für junge Liedduos.
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Werkstattkonzert 20. Juni 2007 – Aula der Basilika St. Aposteln „Wie entsteht ein Liedprogramm“
Ingrid Schmithüsen, Sopran - Thomas Palm, Klavier Hans Winking, Erzähler Zuhörerzuschriften:
"Gratuliere zu Ihrem - wie ich finde - sehr gelungenen Auftakt von Im Zentrum LIED. Tolle Lieder und auch das "Rahmenprogramm" mit Ihren Erläuterungen fand ich sehr interessant und ansprechend.…" "…Ich bin ganz erfüllt." "Ein ganz besonderer Applaus und grosses Lob für Ihren großartigen Auftritt in der Aula St. Aposteln. Ich habe den gestrigen Abend sehr genossen.…"
"Besonders die Lieder von Clara Schumann haben mich auf eine besondere Weise beeindruckt. Das nicht wirklich vorhandene Interesse am Lied haben Sie gestern bei mir geweckt!!"
"…Es war großartig. Sie haben Menschen froh gemacht. …"
"Ich habe eine Menge über Lieder gelernt – und es vor allem genossen. Sie haben die Lieder so intensiv interpretiert – mehrmals habe ich eine Gänsehaut bekommen.… Auch der Raum ist wirklich sehr gut."
"Meine Leute waren alle begeistert und sehr bewegt.…"
"Es war einfach traumhaft und ich danke Ihnen und Thomas für dieses besondere musikalische und auch inhaltliche Großereignis. Eine solche Freude Ihnen beiden zuzuhören. Das lasse ich mir wirklich nicht entgehen - auch in Zukunft."
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