„Willkommen und Abschied“

Liebe Freunde des Liedes und der Poesie,

“willkommen”, Eric ! Es schlägt mein Herz, geschwind, Dich heute als neuen künstlerischen Leiter von Im Zentrum LIED vorstellen zu dürfen. Du bist der Richtige ! Deine kompromisslose Leidenschaft für das Lied, gepaart mit Disziplin und Demut vor dem Genre, Deine musikalische Darstellungskraft, Deine Lust an Herausforderungen, Deine Persönlichkeit und nicht zuletzt Deine Verbindung zu Köln sprechen für sich. So war es getan, fast eh gedacht ! Fünf Konzerte hast Du für die dreizehnte Spielzeit 2019/2020 unter dem Jahresgedanken “Märchen” ersonnen ! In meinem Herzen welches Feuer ! In meinem Herzen welche Glut !

“Und Abschied” für mich ! Doch frisch und fröhlich ist mein Mut ! Der gesamte Vorstand, meine langjährigen treuen Mitstreiter Heinz-Peter Verspay, Kit Piehler, Heike Paulsen und Andreas Vorster werden Dir weiterhin zur Seite stehen. Das bewegt mich zutiefst und mein Herz ist von großer Dankbarkeit erfüllt.
Oh ja, ich bin auch traurig ! Dreizehneinhalb Jahre intensiven Lieben und Lernens für, von und mit Im Zentrum LIED und allen damit verbundenen menschlichen Begegnungen und entstandenen Freundschaften verlangen von mir aktives Loslassen. Doch eines bleibt, meine innige Beziehung zum Lied. Und die verbindet mich mit Euch allen, mit Dir, lieber Eric, mit allen Menschen, die dazu beigetragen haben, beitragen und beitragen werden, dass Im Zentrum LIED lebt, und mit Ihnen, liebe treue Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich sehe Euch nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück !

Mit Wehmut, Eure Ingrid Schmithüsen
Carignan, Québec, Canada, Juli 2019

…und Zärtlichkeit für mich – Ihr Götter!

Als Du, liebe Ingrid, mir die künstlerische Leitung von Im Zentrum LIED angetragen hast, empfand ich das als riesiges Kompliment für mich und meine Arbeit. Sofort fielen mir Künstler und Konzertprogramme ein. Doch – kann ich diese wichtige Rolle auch im Organisatorischen ausfüllen? “Das ist komplettes Neuland für dich”, “du bist doch Pianist und kein Kulturmanager”, raunten die Zweifel. Dieser Schuh könnte sich als ein paar Nummern zu groß erweisen. Ich hofft’ es, ich verdient’ es nicht ?

Die erste Spielzeit unter meiner Leitung fügte sich – gottseidank! – (fast) wie von Zauberhand zusammen, und ich freue mich richtig auf die Liederabende, die vor uns liegen. Das Jahresprogramm ist rund und schön, mit großartigen Musikern und attraktiven, aussagestarken, anspruchsvollen Werken.

In meinen Adern welches Feuer, in meinem Herzen welche Glut ! – das eint uns, Ingrid. Möge es Im Zentrum LIED weiter gelingen, die Zuhörer mit den leuchtenden Botschaften der Komponisten und mit unserem eigenen Klang zu berühren, zu verzaubern und in jenen Zustand zwischen Traum und Realität zu versetzen, den das Erleben von Musik zu schaffen vermag…

Am 11. September, nach dem Auftaktkonzert mit Ludwig Mittelhammer und Jonathan Ware, werden wir uns umarmen, die Gläser heben und feiern !!!

Eric Schneider, Berlin, Juli 2019

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