„Interview“

Die Corona-Pandemie hat auch bei im zentrum lied dafür gesorgt, dass Konzerte mit großartigen Sängerinnen verschoben werden mussten. Der künstlerische Leiter von im zentrum lied Eric Schneider erklärt im Interview, wie er diese Zeit erlebt hat.

1. Herr Schneider, Sie hatten im Herbst 2019 mit der künstlerischen Leitung von im zentrum lied einen neuen und interessanten Kurs eingeschlagen. Die ersten drei Konzerte waren gut besucht und hatten großartige Resonanz. Nun mussten Corona-bedingt die beiden Konzerte von April und Mai abgesagt und in den Herbst verschoben werden. Wie war diese erste Konzertsaison für Sie?

Mit den ersten drei Konzerten war und bin ich insgesamt sehr glücklich. Die Programme und die Künstler haben sich bewährt, es gab starke Reaktionen beim Publikum und sogar eine spürbare Dankbarkeit für das hohe musikalische Niveau. Lied ist nicht immer einfach zu hören und zu verstehen. Ich habe ein Faible für Musiker, die sich mit den Inhalten identifizieren, Stellung beziehen und Emotionen übertragen. Die die Musik nicht offiziell, ‘à la carte’, servieren. 

Als neuer musikalischer Leiter fühlt man sich anfangs ein bisschen auf dem Prüfstand. Ich habe jedoch das Gefühl, dass der Vorstand von im zentrum lied mit meiner bisherigen Arbeit zufrieden ist, und danke für die hervorragende und professionelle Unterstützung – vor allem bei unseren ehrenamtlichen Vorstandmitgliedern, die sich bei der Durchführung der Konzerte voll reinhängen. Ich muss gestehen, dass ich am 11.September 2019 beim ersten Konzert in dieser neuen Rolle sehr nervös war und bin froh, dass ich nicht selber auftreten musste. Schon bei den ersten Takten des Liederabends von Ludwig Mittelhammer und Jonathan Ware hatte ich dieses Glücksgefühl: Es funktioniert. 

2. Die beiden Konzerte von Juliane Banse und Vesselina Kasarova werden voraussichtlich im nächsten Winter nachgeholt. Wie schwierig war es, mit diesen sehr gefragten Künstlerinnen neue Termine zu finden?

Es ist sehr schade, dass wir diese Liederabende mit Sängerinnen mit herausragender künstlerischer Vita und großer Zugkraft wegen Corona verschieben mussten. Das Konzert mit Juliane Banse und Andreas Frese wird am 16. Dezember nachgeholt – da hatten wir einfach Glück! Vesselina Kasarova wird im Idealfall wieder den Liederabend zum Spielzeitabschluss singen, also im Juni 2021. Es wird schon klappen, und falls nicht, habe ich einen Plan B… 

Die drei Künstler/-innen haben auf die bedauerlichen Absagen unangestrengt und sehr kooperativ reagiert. So möchte man es haben! Ich selber habe etliche Absagen hinnehmen müssen – es tut jedes Mal ein bisschen weh. Im Moment können wir freischaffenden Musiker alle nur zuhause arbeiten. So reinigend und schön es sein kann, eine Zeitlang ohne jeden künstlerischen Druck zu leben, so sehr sehnen wir uns danach, wieder aufzutreten (und Geld zu verdienen)!

3. Worauf dürfen sich die Freunde/-innen des Liedes im Winter freuen? Welche Highlights gibt es und was werden Sie gegenüber Ihrem ersten Jahr ändern?

In der neuen Spielzeit wird es sechs Konzerte geben. Bis Ende 2020 steht das Programm. Die Carte Blanche für einen herausragenden Liedpianisten haben wir an Anastasia Grishutina vergeben, eine hervorragende Pianistin und eigenwillige und mutige Gestalterin. Sie hat für unser Eröffnungskonzert am 14. Oktober die Mezzosopranistin Esther Valentin und den Bariton Konstantin Paganetti eingeladen. Das Konzertprogramm halten wir bis zur Veröffentlichung des Jahresprogramms noch geheim – wir erwarten einen sehr bekannten Komponisten im Live-Interview! Für den 18. November habe ich den hochintelligenten Bariton Holger Falk engagiert, am 16. Dezember kommen, wie gesagt, Juliane Banse und Andreas Frese. Für die Abende in November und Dezember bin ich gespannt, welche jungen Duos ich als Amuse-oreille finden werde. 

Vom Forum des Rautenstrauch Joest-Museums werden wir in den neu eröffneten Kammermusiksaal des Humboldt-Gymnasiums mit seiner hervorragenden Konzertakustik umziehen. Der Saal dort hat mit seinen im Kreisbogen angeordneten aufsteigenden Sitzreihen eine intimere Atmosphäre und das Publikum ist näher an den Künstlern. Natürlich ist für den neuen Ort auch neuer Organisationsaufwand gefordert – hoffentlich spielt es sich schnell ein! 

Die Amuse-oreilles sind sehr gut angekommen und werden fortgesetzt. Das Pilotprojekt der Live-Gespräche steht auf dem Prüfstand (das war auch von Anfang an so gedacht); eventuell werden wir zugunsten des reinen Konzerterlebnisses sogar ganz darauf verzichten. Obwohl das auch ein bedauerlicher Verlust wäre – alles hat seine zwei Seiten.

Lieber Herr Schneider, vielen Dank und viel Erfolg für die neue Spielzeit.

Liebes lied- und poesiebegeistertes Publikum,

willkommen zur dreizehnten Spielzeit von Im Zentrum LIED ! Uns erwarten vier Liederabende unter dem Jahresgedanken “Märchen” und ein Sonderkonzert im Forum Volkshochschule im Museum am Neumarkt. Als neuer künstlerischer Leiter möchte ich Sie dazu herzlich einladen – und werde mich, neben den Pianisten Jonathan Ware und Andreas Frese auch selbst an den Flügel setzen. Es treten fünf spannende Sängerpersönlichkeiten – Juliane Banse, Klaudia Tandl, Georg Drake, Ludwig Mittelhammer und Michael Kupfer-Radecky – in den Konzerten auf. Zu Beginn jedes Konzerts servieren wir ein ‘Amuse-geule’: ein Duo der Musikhochschule Köln präsentiert sich mit zwei Liedern. Als absolute Novität werden die Künstler uns in Live-Gesprächen auf der Bühne Einblick in ihre Arbeit geben, von der Programmauswahl bis hin zu Aussage und Wesen der Lieder. Als Höhepunkt zum Ende der Spielzeit freuen wir uns ein Sonderkonzert mit der legendären bulgarischen Mezzosopranistin Vesselina Kasarova.

Ihr
Eric Schneider, Juli 2019, Berlin

Spielzeit Dreizehn

Konzert 1
Mittwoch, 11. September 2019
19:30 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Die alljährliche ‘Carte Blanche’ für einen herausragenden Liedpianisten vergeben wir an Jonathan Ware, den ich schon 2011 als Student in Berlin kennengelernt habe. Er bringt seinen langjährigen Liedpartner, den Bariton Ludwig Mittelhammer, mit nach Köln. Beim Hugo-Wolf-Wettbewerb 2014 in Stuttgart gewannen die beiden den ersten Preis: Ihre Gestaltungs- und Ausdruckskraft und ihr intensives Zusammenspiel zogen alle in den Bann; sie bewegten sich quasi in ‘anderen Regionen’. Sie bringen uns „Lieder und Märchen“ von Robert Schumann, Gustav Mahler und Nikolaj Medtner – heitere und häufig düstere Geschichten von Hans Christian Andersen, Adelbert von Chamisso, Johann Wolfgang von Goethe und von Mahler selbst, gesungen und am Flügel erzählt.

 

Ticketverkauf bis 30 Jahre 10€ / Leider abgesagt!
Ticketverkauf Normalpreis 20€ / Leider abgesagt!
Tickethotline: 0221 / 2801
Ludwig Mittelhammer, Bariton
Jonathan Ware, Klavier

Konzert 2
Mittwoch, 27. November 2019
19:30 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Im zweiten Liederabend begegnen wir gleich zwei jungen Solisten. Es ist wunderbar, Leos Janáčeks “Tagebuch eines Verschollenen” nach vielen Jahren endlich wieder zu spielen: eine extrem direkt erzählte Geschichte um erste Liebe, Schuldgefühle und Aufbruch. Mit meinem Studenten Georg Drake fand ich den idealen Tenor für den mährischen Bauernburschen Jan in diesem dramatischen ‘Musikroman’. Klaudia Tandl, Gewinnerin des 3. Preises beim Hugo-Wolf-Wettbewerb 2018, singt die betörende Zigeunerin Sefka. Vorher beschwört sie in Maurice Ravels Shéhérazade-Gesängen die exotischen Gerüche des fernen Orients und beschreibt “La donna ideale” in drei derben Canzoni Popolari von Luciano Berio.

 

Ticketverkauf bis 30 Jahre 10€
Ticketverkauf Normalpreis 20€
Tickethotline: 0221 / 2801
Georg Drake, Tenor
Klaudia Tandl, Mezzosopran
Eric Schneider, Klavier

Konzert 3
Mittwoch, 22. Januar 2020
19:30 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Für den zärtlichsten seiner drei Liederzyklen hat Franz Schubert im Jahre 1823 zwanzig Gedichte aus der gleichnamigen, 1821 erschienenen Gedichtsammlung des Volksdichters Wilhelm Müller ausgewählt. Der schüchterne Jüngling verliebt sich in die Müllerin, die den Jäger bewundert, der Bach liebt und begleitet den Müller und bekommt ihn am Schluss. Schön, wenn ein sensibler Bassbariton wie David Jerusalem seine virile Stimme dem Überschwang, der Unsicherheit, Eifersucht und Verzweiflung des Müllersburschen anpasst – Zustände, denen sich dieser junge Mann ausliefert. Seien Sie gespannt auf unsere ‚unerhörten‘ Hinzufügungen an Schnittstellen dieser Erzählung von Liebe, Leid und Tod.

 

Ticketverkauf bis 30 Jahre 10€
Ticketverkauf Normalpreis 20€
Tickethotline: 0221 / 2801
David Jerusalem, Bassbariton
Eric Schneider, Klavier

Konzert 4
Mittwoch, 22. April 2020 / Leider abgesagt!
19:30 Uhr / Leider abgesagt!
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Im Alter von zwanzig Jahren wurde Juliane Banse als Pamina an die Komische Oper Berlin engagiert. (Es wäre erfreulich, wenn die Intendanten heute immer noch so mutig wären wie seinerzeit Harry Kupfer, der ihr diese Chance gab.) An ihr Debüt schloss sich eine weltweite Karriere als Opern-, Lied- und Konzertsängerin an. Im Staatenhaus der Kölner Oper sang sie im Frühjahr 2019 die Titelrolle in Walter Braunfels’ “Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna”. Als Liedsängerin erleben Sie Juliane Banse im vierten unserer Konzerte mit einem Programm um Mignon aus Goethes “Wilhelm Meister” und die sagenhafte Lorelei. Sie begleitet der Pianist Andreas Frese, der sich auch in der Zusammenarbeit mit Alison Browner und Christoph Prégardien einen Namen gemacht hat.

 

Ticketverkauf bis 30 Jahre 10€
Ticketverkauf Normalpreis 20€
Tickethotline: 0221 / 2801
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Julia Banse (pdf)
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Andreas Frese (pdf)
Juliane Banse, Sopran
Andreas Frese, Klavier

Konzert 5
Mittwoch, 27. Mai 2020
19:30 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Die bulgarische Mezzosopranistin Vesselina Kasarova genießt Kultstatus. 1992 erlebte sie ihren Durchbruch als Belcanto-Primadonna bei den Salzburger Festspielen. Neben ihrer Karriere als Opernsängerin hat sie aber immer auch den Liedgesang im Fokus behalten. Ich freue mich, dieser großen Sängerin und außerordentlichen Künstlerin als Pianist wie auch als Mensch zu begegnen – und bin gespannt darauf, mit welchem Programm sie uns erfreuen wird.

 

Ticketverkauf bis 30 Jahre 10€
Ticketverkauf Normalpreis 20€
Tickethotline: 0221 / 2801
Vesselina Kasarova, Mezzosopran
Eric Schneider, Klavier

im zentrum lied e.V.
info@imzentrumlied.de
0221 / 920 81 – 136

„Willkommen und Abschied“

Liebe Freunde des Liedes und der Poesie,

“willkommen”, Eric ! Es schlägt mein Herz, geschwind, Dich heute als neuen künstlerischen Leiter von Im Zentrum LIED vorstellen zu dürfen. Du bist der Richtige ! Deine kompromisslose Leidenschaft für das Lied, gepaart mit Disziplin und Demut vor dem Genre, Deine musikalische Darstellungskraft, Deine Lust an Herausforderungen, Deine Persönlichkeit und nicht zuletzt Deine Verbindung zu Köln sprechen für sich. So war es getan, fast eh gedacht ! Fünf Konzerte hast Du für die dreizehnte Spielzeit 2019/2020 unter dem Jahresgedanken “Märchen” ersonnen ! In meinem Herzen welches Feuer ! In meinem Herzen welche Glut !

“Und Abschied” für mich ! Doch frisch und fröhlich ist mein Mut ! Der gesamte Vorstand, meine langjährigen treuen Mitstreiter Heinz-Peter Verspay, Kit Piehler, Heike Paulsen und Andreas Vorster werden Dir weiterhin zur Seite stehen. Das bewegt mich zutiefst und mein Herz ist von großer Dankbarkeit erfüllt.
Oh ja, ich bin auch traurig ! Dreizehneinhalb Jahre intensiven Lieben und Lernens für, von und mit Im Zentrum LIED und allen damit verbundenen menschlichen Begegnungen und entstandenen Freundschaften verlangen von mir aktives Loslassen. Doch eines bleibt, meine innige Beziehung zum Lied. Und die verbindet mich mit Euch allen, mit Dir, lieber Eric, mit allen Menschen, die dazu beigetragen haben, beitragen und beitragen werden, dass Im Zentrum LIED lebt, und mit Ihnen, liebe treue Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich sehe Euch nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück !

Mit Wehmut, Eure Ingrid Schmithüsen
Carignan, Québec, Canada, Juli 2019

…und Zärtlichkeit für mich – Ihr Götter!

Als Du, liebe Ingrid, mir die künstlerische Leitung von Im Zentrum LIED angetragen hast, empfand ich das als riesiges Kompliment für mich und meine Arbeit. Sofort fielen mir Künstler und Konzertprogramme ein. Doch – kann ich diese wichtige Rolle auch im Organisatorischen ausfüllen? “Das ist komplettes Neuland für dich”, “du bist doch Pianist und kein Kulturmanager”, raunten die Zweifel. Dieser Schuh könnte sich als ein paar Nummern zu groß erweisen. Ich hofft’ es, ich verdient’ es nicht ?

Die erste Spielzeit unter meiner Leitung fügte sich – gottseidank! – (fast) wie von Zauberhand zusammen, und ich freue mich richtig auf die Liederabende, die vor uns liegen. Das Jahresprogramm ist rund und schön, mit großartigen Musikern und attraktiven, aussagestarken, anspruchsvollen Werken.

In meinen Adern welches Feuer, in meinem Herzen welche Glut ! – das eint uns, Ingrid. Möge es Im Zentrum LIED weiter gelingen, die Zuhörer mit den leuchtenden Botschaften der Komponisten und mit unserem eigenen Klang zu berühren, zu verzaubern und in jenen Zustand zwischen Traum und Realität zu versetzen, den das Erleben von Musik zu schaffen vermag…

Am 11. September, nach dem Auftaktkonzert mit Ludwig Mittelhammer und Jonathan Ware, werden wir uns umarmen, die Gläser heben und feiern !!!

Eric Schneider, Berlin, Juli 2019

Spielzeit Zwölf

Konzert 4
Mittwoch, 24. April 2019
19:30 Uhr
Fritz Thyssen Stiftung
Apostelnkloster 13-15
50672 Köln

Dieser dem modernen und zeitgenössischen Kunstlied gewidmete Konzertabend zeigt auf, dass sich die Komponisten unserer Zeit gerne auf uralte Fragen einlassen und durch ihre Musik mit teilweise ungewöhnlichem Stimmeinsatz erhellende, erfrischend neue klangliche Antworten finden.

Die beiden Musiker wählen für das Programm mystische weibliche Welten, deren Rätselhaftigkeit das männliche Geschlecht in Gestalt von Arnold Schönberg, Hans Pfitzner, Moritz Eggert, Wilhelm Killmayer, Wolfgang Rihm und Alexander Muno immer wieder neu inspiriert.

Ein nicht-feministischer Abend für Liebhaber des zeitgenössischen Lieds.

Franziska Andrea Heinzen und Benjamin Malcolm Mead, Liedprogrammgestaltung
Andreas Durban, Erzähler

Konzert 3
Mittwoch, 06. Februar 2019
19:30 Uhr
Fritz Thyssen Stiftung
Apostelnkloster 13-15
50672 Köln

Ich bin Rose, überfrachtet von Sehnsucht. Ich bin Sehnsucht, pul- sierend wund. Ich bebe bang, Last Deiner Erwartung. Ich bin Bild, Dein Bild, gebunden. Ich entschwinde. Ich entbinde. Ich erblühe neu. Ich bedeute. Ich bin Mär, Chimäre… allein so wahr.« Freuen Sie sich auf eine eindrückliche Fülle von Liedern zur Blume aller Blumen aus verschiedenen Epochen: von Henry Purcell bis George Crumb, von Franz Schubert bis Sofia Gubaidulina, von Hans Pfitzner bis Olivier Messiaen, von Richard Strauss bis Edith Piaf und viele anderen.

Pia Salome Bohnert, Sopran
Linda Leine, Klavier

Konzert 2
Mittwoch, 22. November 2018
19:30 Uhr
Fritz Thyssen Stiftung
Apostelnkloster 13-15
50672 Köln

Der Liederabend zeichnet ein musikalisches Portrait einer an Geschichte und Kultur spannungsreichen Region. Arnold Mendelssohn, ein Neffe von F. Mendelssohn-Bartholdy und Liedkomponist mit exzellentem Metier, verfolgte, wie alle sogenannten Schlesischen Schumannianer, andere Ziele als die Musiksprache zu erneuern. Polen wird durch den bedeutenden, hierzulande immer noch fast unbekannten Liedkomponisten Mieczysław Karłowicz vertreten. Außerdem erklingen die packenden Zigeunermelodien des Tschechen Antonín Dvořák.

Stephanie Lesch, Mezzosopran
Ainoa Padrón, Klavier

Konzert 1
Mittwoch, 26. Oktober 2018
19:30 Uhr
Fritz Thyssen Stiftung
Apostelnkloster 13-15
50672 Köln

Ungestümer Anklang tosender Wellen an Küste und Klippen, grimmige Gewalt kalter Winde auf See, ruhige Erhabenheit des Felsens bei Flut, überschäumende Wonne ob lebendigen Widerhalls in unseren Seelen – die Natur hat Komponisten aller Zeiten inspiriert. So beleuchtet diese Collage von Landschaftsbildern aus der Feder von Debussy und Duparc, Schubert, Brahms und Wolf, sowie Samuel Barber, nicht nur die Kraft und Fülle der Erde, es bringt auch Licht in die Höhen und Weiten des menschlichen Empfindens und wir erleben die Symbiose des Augenscheinlichen mit dem Unaussprechlichen.

Michael Daub, Bariton & Erzähler / Eric Schneider, Klavier & Erzähler

im zentrum lied e.V.
info@imzentrumlied.de
0221 / 920 81 – 136